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Wie entwickelt sich der Mark für 3D-Drucker im Corona-Jahr 2020?

Auf 28. April 2020 von Mélanie R. veröffentlicht

Das Forschungsunternehmen CONTEXT veröffentlichte vor kurzem einen Bericht über die Verkaufsstatistik für 3D-Drucker im noch jungen Jahr 2020. Der Absatz ist im Angesicht der globalen Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Auch die Maschinenhersteller haben ihren Fokus auf innovative Lösungen für die Herausforderungen der Gesundheitskrise gelegt. Laut CONTEXT sollen 2020 geschätzt 4% weniger Geräte ausgeliefert werden, trotz eines möglichen Aufschwungs in der zweiten Jahreshälfte.

Doch nicht nur die Corona-Krise ist für einen Rückgang verantwortlich: Es hat sich bereits Ende des Jahres 2019 ein Abwärtstrend in allen Segmenten gezeigt. Die Firma teilt den Markt in 4 verschiedene Klassen ein: Industry (> $100K), Design ($100K – $20K), Professional ($20K – $2,5K) und Personal (< $2,5K, mit Ausnahme von 3D-Drucker Kits).

Der Vice President von CONTEXT, Chris Connery, erklärt: „Der globale Absatz war schon im vierten Quartal 2019 ungewohnt gering, wo es noch keine Auswirkungen durch COVID-19 gab. Für viele Hersteller – vor allem diejenigen mit Fokus auf Industrial oder Design 3D-Drucker – ist dieser Abschwung mit einer schwachen Automobilindustrie, einer generell fragilen Fertigungsbranche und der trägen Wirtschaft in Asien und Europa verbunden.“

Die Absätze für 3D-Drucker sinken bereits Ende 2019

Der Abwärtstrend Ende 2019

Laut den Ergebnissen des Berichts für das vierte Quartal ist das Segment Design 3D-Drucker um 6% gesunken, Geräte der Kategorie Personal sogar um 11%. Immerhin, industrielle Maschinen konnten ein Plus von 1% verzeichnen, während der Absatz für das Segment Professional ein Wachstum von 16% vorweisen kann. Aus dem Trend geht hervor, dass die Nachfrage nach Bausätzen und DIY-Druckern gestiegen ist. Belegt wird dies durch die Verkäufe: 2019 hat sich der Absatz fast verdoppelt. Ein mögliches Indiz dafür ist die günstige Anschaffung, viele 3D-Drucker-Bausätze gibt es schon zwischen 200€ und 500€. Angeführt wird dieses Segment vom chinesischen Hersteller Creality, die sich den Markt mit anderen Herstellern wie XYZPrinting, Prusa Research, Monoprice, Anycubic oder Flashforge teilen.

Ebenso stockt das Wachstum der Industrial und Design Maschinenhersteller, welche immerhin 78% des Gesamtumsatzes auf dem Markt repräsentieren. Die Verkaufszahlen der Metall-Maschinen stiegen jedoch um 4%, verursacht durch neue Technologien inspiriert durch Metallspritzguss (MIM). Firmen in diesem Bereich, wie zum Beispiel Desktop Metal oder Markforged, sichern sich dadurch einen großen Anteil am Markt und zählen nun zu den Marktführern.

Desktop Metal und Markforged zählen nun zu den größten Maschinenherstellen auf dem Markt für metallene additive Fertigung. (Industrial und Design Segmente)

Die Vorschau für 2020

Die globale Corona-Pandemie beeinflusst die gesamte Weltindustrie, Herausforderungen müssen überwunden und alternative Arbeitsweisen erlernt werden. Die Akteure der additiven Fertigung haben den Ernst der Lage schnell verstanden und Maschinen sowie Material für ideenreiche Notfalllösungen bereitgestellt. Chris Connery erläutert weiter:

„Durch den Fokus auf die Produktion von dringend notwendiger medizinischer Ausrüstung haben wir uns von der Herstellung und dem Verkauf von Druckern wegbewegt. Dieser Fokuswechsel – zusammen mit den Einschränkungen in der Lieferkette, der zurückgehenden Nachfrage und den geringen Absätzen im vierten Quartal 2019 – scheint 2020 ein schwieriges Jahr für den Verkauf von 3D-Druckern zu machen.“

Obwohl absehbar sind diese Neuigkeiten nicht sehr positiv für die 3D-Industrie. Auf der anderen Seite bietet uns die additive Fertigung in einer schwierigen Zeit wie dieser eine großartige Hilfe.

Weitere Informationen zur Studie gibt es HIER. Wie wird die Entwicklung in diesem Jahr ihrer Ansicht nach aussehen? Teilen Sie uns Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit! Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf LinkedIN und auf Youtube zu finden.

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