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Chinesisches Start-Up Meditool erhält Investitionen von EVONIK für die Herstellung 3D-gedruckter Implantate

Auf 12. September 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
meditool

Evonik, ein 2006 gegründetes deutsches Unternehmen im Bereich der Spezialchemie hat mit seiner Venture Capital Einheit in ein chinesisches 3D-Druck Start-Up mit dem Namen Meditool investiert. Kurz gefasst ist Meditool in der Medizinbranche aktiv und stellt mit Hilfe der additiven Fertigung Implantate für die Neuro- oder Wirbelsäulenchirurgie her. Dies soll vor allem für eine deutlich schneller Genesung der Patienten beitragen sowie Risiken bei gefährlichen Operationen verringern.

Evonik Venture Capital hat bereits über 25 Investitionen in Direkt- bzw. Fondsanlagen getätigt, vor allem in Bereichen wie Health & Care, Smart Materials, Animal Nutrition und Specialty Additives versuchen sie aufstrebende Unternehmen zu unterstützen. „Das ist unsere erste Direktinvestition in China und die erste Direktinvestition nach Auflage unseres zweiten Venture Capital Fonds, den wir in diesem Jahr initiiert haben“, sagt Bernhard Mohr, Leiter von Evonik Venture Capital. „Meditool ist ein Beleg dafür, wie Evonik sich durch Wagniskapital den Zugang zu disruptiven Technologien sichert.“

Meditool zusammen mit Evonik – Quelle: Evonik

Meditool hat eine System entwickelt, dass Daten von Patienten aus Magnetresonanztomographen (MRT) und Computertomographen (CT) analysiert und daraus ein 3D-Modell erstellt. Die Modelle werden an den 3D-Drucker gesendet und dann mit dem Hochleistungsmaterial PEEK, von Evonik gedruckt.

„Meditool gehört zu den Vorreitern bei der Entwicklung von 3D-Druckverfahren für medizinische PEEK-Implantate“, sagt Ken Jin, Mitbegründer und Chief Technology Officer von Meditool. „Evonik ist dabei unser zuverlässiger Partner für qualitativ hochwertige Materialien. Die Investition gibt uns einen zusätzlichen Schub, innovative Lösungen für Patienten und Chirurgen in China und dem Rest der Welt zu entwickeln.“

Im Vergleich zu Metall, das zur Zeit für Implantate meist genutzt wird ist die Erstellung per 3D-Druck und dem Material PEEK etwas ganz Neues. Durch die additive Fertigung entstehen zahlreiche neue Optionen, wie beispielsweise eine individuelle Anpassung um die gedruckte Platte genau an den Schädel des Patienten abzustimmen. Die Anzahl weiterer Eingriffe soll hierdurch verringert werden, ebenso sind weitere Untersuchen per MRT oder CT möglich. Auch was die Temperatur angeht ist PEEK als Material deutlich unempfindlicher als Metall, sodass Schäden an lebendem Gewebe verhindert werden können.

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3D-gedrucktes Schädelimplantat aus dem Hochleistungsmaterial PEEK – Quelle: Evonik

Für Meditool ist Evonik der Hauptinvestor mit einem hohen einstelligen Betrag im Millionenbereich. Weitere Investoren sind ZN Ventures, Morningside Ventures und Puhua Capital. Erfahren Sie mehr HIER in der offiziellen Pressemitteilung.

Bildquelle Titelbild: Evonik

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