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Bugatti Bolide, ein schneller und leichter Sportwagen dank 3D-Druck

Auf 26. Januar 2021 von Michelle J. veröffentlicht
bugatti bolide

Der französische Automobilhersteller Bugatti hat sich das wohl leichteste, schnellste und aggressivste Fahrzeug seiner Palette ausgedacht: Der Bolide genannte Sportwagen ist ein Kompendium neuer Technologien, das insbesondere auf additive Fertigung setzt, um das Gewicht seiner Komponenten zu reduzieren. Er wiegt 1.240 Kilogramm im Vergleich zu den 1.996 Kilogramm des Flaggschiffs Chiron und erreicht dabei ein Leistungsgewicht von 0,67 kg pro PS. Das Hypercar wäre vorerst nur eine experimentelle Studie, könnte aber durchaus über das Projektstadium hinausgehen, indem es die vollen Vorteile der additiven Automobilfertigung demonstriert.

Im Januar 2018 enthüllte die französische Marke einen ersten Bremssattel, der in Metall, genauer gesagt Titan, gedruckt wurde. Durch diese Premiere im Automobilbereich konnte das Gesamtgewicht des Bauteils um 2 Kilo, d.h. um 40%, reduziert werden. Ein Jahr später erneuerte Bugatti sein Vertrauen in 3D-Drucktechnologien und setzte auf das SLM Solutions-Verfahren, um nicht nur einen Spoilerhalter, sondern auch einen Motorträger zu bauen. Henrik Hoppe, Doktorand bei Bugatti, erklärt: „Dank des Verfahrens der selektiven Laserfusion, umgangssprachlich auch 3D-Druck genannt, ist es möglich, neue, hohle und hochkomplexe Bauteile herzustellen, die sehr leicht, aber dennoch extrem steif und widerstandsfähig sind. Diese Vorteile nutzen wir für immer mehr Komponenten in unseren Hypersportwagen.“

Eines der 3D-gedruckten Teile des Bugatti Bolide (Bildnachweis: Bugatti)

Bugatti Bolide, ein Kompendium der neuen Technologien

Bugatti hat seine Erfahrung in der additiven Fertigung genutzt, um diesen neuen Sportwagen zu entwickeln, der zahlreiche 3D-gedruckte Teile enthält, mit dem ultimativen Ziel, das Gewicht zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Steifigkeit zu erhalten. Bei den additiv gefertigten Bauteilen sind die nur 100 Gramm schweren Schubstangen zu nennen, die durch einen internen Stützbogen genügend Festigkeit besitzen, um Lasten von bis zu 3,5 Tonnen zu tragen. Es hat den Anschein, dass Methoden zur Topologie-Optimierung eingesetzt wurden, um eine Struktur zu erhalten, die den hauptsächlich in der Mitte des Teils konzentrierten Drücken standhalten kann.

Ein weiteres in 3D gedrucktes Teil am Bugatti Bolide ist eine Halterung für den Frontflügel. Er ist aus Titan gedruckt und wiegt nur 600 Gramm, bei einer Innenwandstärke von 0,7 mm. Laut Hersteller hält es einer aerodynamischen Kraft von 800 Kilo stand! Bleiben wir bei den Flügeln des Fahrzeugs, so wäre der Heckflügel durch ein weiteres in 3D gedrucktes Titanbauteil mit dem zentralen Kohlefaserflügel verbunden. Dieses Verbindungselement würde nur 325 Gramm wiegen. Schließlich gibt es radmontierte Radialkompressoren, die die Bremsen kühlen und gleichzeitig den Auftrieb bei höheren Geschwindigkeiten reduzieren. Sie würden mit einer 0,48 Millimeter dicken 3D-gedruckten Titanschale hergestellt.

Die additive Fertigung ermöglicht es dem Hersteller, das Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu reduzieren (Bildnachweis: Bugatti).

Frank Götzke, Leiter Neue Technologien bei Bugatti, erklärt: „Der Bugatti Bolide ist als Versuchsträger in Form eines Rennwagens eine Demonstration der gesamten technologischen Kompetenz von Bugatti. Fans der Marke werden diese Spitzentechnologien in Zukunft auch in anderen Fahrzeugen finden. Es sind die vielen technologischen Highlights des Bugatti Bolide, die ihn so besonders machen. Daran arbeiten wir weiter, denn Bugatti zeichnet sich seit mehr als 100 Jahren durch beeindruckende Innovationen aus – und wird dies auch in Zukunft tun.“ Es scheint also, dass der Hersteller nicht damit fertig geworden ist, uns zu überraschen! Weitere Informationen finden Sie auf jeden Fall HIER.

Was halten Sie vom Einsatz der additiven Fertigung bei der Konstruktion des Bugatti Bolide? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf FacebookTwitter,  LinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

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