menu

BOSCH: Partnerschaft mit KIT und BASF bringt Vorteile für Reaktoren

Am 10. August 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Erst vor kurzer Zeit wurde es laut um das deutsche Unternehmen Bosch. Mit den Neuigkeiten seine Aktivitäten im Bereich der additiven Fertigung weiter auszubauen und gab somit Preis, dass Investments in zwei SLM®500 der SLM Solutions Group AG getätigt worden sind. Nun wurde allerdings bekannt, dass Bosch – im Detail Bosch Advanced Ceramics –  eine Partnerschaft mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Chemieunternehmen BASF eingegangen ist. Die beiden weiteren Parteien sind bereits erprobt, wenn es um die Nutzung und Entwicklung innerhalb der additiven Fertigung geht. Daher ist es wohl wenig verwunderlich, dass man gemeinsam im Zuge der Partnerschaft schon auf den ersten großen Meilenstein zurückblicken kann: der additiven Fertigung eines hochkomplexen Mikroreaktors, der aus technischer Keramik hergestellt worden ist und seinen Einsatz in Hochtemperaturreaktionen finden wird.

Keramik als Material für den 3D-Druck zeichnet sich durch mehrere seiner Eigenschaften aus: auf der einen Seite halten sie Erhitzungen und Überhitzungen trotz größter Belastungen stand und weist auf der anderen Seite auch eine enorme Härte und Festigkeit auf. Zudem bringt der Einsatz von Keramik eine geringe thermische Ausdehnung wie auch eine bessere elektrische Isolierfähigkeit.

Links: Mikroreaktor/ Bausatz mit internen Kanälen im Querschnitt seitlich; rechts: Mikroreaktor im Querschnitt frontal (Bild: Bosch Advanced Ceramics)

Einzelheiten über den Mikroreaktor von Bosch, KIT und BASF

Dies bot also die besten Voraussetzungen für Bosch, KIT und BASF, um die additive Fertigung bei der Herstellung des äußerst kleinen inneren Strömungskanal, der eine Breite von gerade einmal 0,5 mm besitzt, für die chemischen Reaktoren zu entwickeln. Insgesamt hat das additiv hergestellte Bauteile eine Höhe von 107 mm, einen Durchmesser von 16 mm und die Abmessung der Stange beläuft sich auf 0,3 mm Auch auf Grund der Korrosionsbeständigkeit entschied man sich für dieses Material, denn abhängig von dem jeweiligen Reaktant kann diese Eigenschaft von Vorteil für dessen Nutzung sein. Das bedeutet zusammenfassend, dass Bosch & Co. sich ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen für Keramik beim 3D-Druck entschieden haben, da dies über eine längere Lebensdauer als vergleichbare Materialien verfügt und somit weniger oft ausgewechselt oder gewartet werden muss.

Oftmals liegt bei der Verwendung von anderen Materialien – wie zum Beispiel Metall – eine viel zu hohe Leitfähigkeit wie auch Lichtdurchlässigkeit vor, welche problematisch für das Innenleben eines Reaktors werden könnte. Besonders wenn es um unterschiedliche Mess- und Kontrolltechniken geht, ist der Reaktor nur begrenzt zugänglich. Da Keramik – im Gegensatz zu Metall – aber eine geringe elektrische Leitfähigkeit und Lichtdurchlässigkeit aufweist, war dies für Bosch, KIT und BASF das perfekte Material für den 3D-Druck, um somit die Mikroreaktoren herstellen zu können. Diese Komponenten sind nicht nur hervorragend an die Strukturen des Reaktors angepasst, sondern die erfüllen auch die jeweiligen technischen Funktionen und können gleichzeitig auch einfacher und flexibler realisiert werden. Auch was die Wärmeleitfähigkeit angeht, so wird hier eine gute Temperaturkontrolle dank 37 W /mK erreicht, was als Grund angesehen werden kann, weshalb es selbst bei großen Temperaturunterschieden nur zu geringen Verformungen in der Apparatur kommen kann. Wenn Sie mehr Einzelheiten über dieses Projekt erfahren wollen, dann klicken Sie HIER.

Welche Vorteile sehen Sie zum Zusammenschluss von Bosch, KIT und BASF für die Herstellung von Mikroreaktoren? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da oder teilen Sie es uns auf FacebookTwitterLinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter!

*Titelbildnachweis: Bosch Advanced Ceramics

Teilen Sie Ihre Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

de_DEen_USes_ESfr_FRit_IT
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Erhalten Sie jeden Mittwoch eine Zusammenfassung der neusten News rund um den 3D-Druck

3Dnatives is also available in english

switch to

No thanks