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Die 3D-gedruckten Kostüme des Blockbusters Black Panther

Auf 16. März 2018 von Alexander H. veröffentlicht

Momentan läuft in den Kinos der neue Marvel Blockbuster Black Panther. Laut Box Office hat der Film die magische Milliardengrenze überschritten und sich somit zum Kassenhit bewiesen. Es ist nicht so sehr der Erfolg des Films, der uns heute interessiert, sondern vor allem seine Kostüme. Der Herstellungsprozess der Kostüme um das traditionelle afrikanische Design kombiniert mit futuristischen Elementen der Wakanda-Zivilisation beinhaltete 3D-Drucktechnologien. Modedesignerin Julia Körner half der Kostümdesignerin Ruth E. Carter, den 3D-Druck in die Kostüme von bspw. Königin Ramonda zu integrieren.

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Einige Teile des Kostüms der Königin sind 3D-gedruckt.

Die Verwendung von 3D-Druck im Kino und insbesondere die Kostüme und Accessoires der Charaktere zu gestalten ist nicht neu. Es ermöglicht, personalisierte Objekte einfacher, schneller und kostengünstiger zu erstellen und bietet gleichzeitig eine gewisse Komplexität des Designs. Im Falle von Black Panther mussten die Kostüme eine Kombination zwischen bestehender Traditionen und hypermodernen Elementen beinhalten.

Das Königreich Wakanda ist eine fiktive afrikanische Zivilisation, die aus technologischer Sicht sehr fortgeschritten ist, aber wegen ihrer Isolation vom Rest der Welt tiefe Wurzeln mit der afrikanischen Kultur besitzt. Daher mussten die Kostüme des Films sehr futuristisch und gleichzeitig komplett alt sein. Im Falle von Königin Ramonda lag der Schlüssel im 3D-Druck. Als eine Technologie, die in der Lage ist komplexe Designs und Strukturen zu schaffen, war es die perfekte Möglichkeit für Stylisten, diese Symbiose zwischen Alt und Neu zu schaffen.

3D-gedruckte Kostüme in Black Panther

Die von der Königin getragene Krone ist den traditionellen Kronen der verheirateten Zulu-Frauen nachempfunden. Carter wollte der Krone jedoch eine futuristische Note verleihen und hat für diesen Auftrag Stylistin Julia Körner kontaktiert. Körner verwendete visuelle Programmiersoftware, um Teilegeometrien zu entwickeln und das Verhalten des Materials zu testen.

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Die einzelnen Teile wurden mit Laser-Sinter-Technologie aus Polyamid 12-Pulver gedruckt, das dem Endprodukt eine gewisse Robustheit und Flexibilität verleiht. Der Schultermantel mit Lochmuster musste stabil genug sein, damit es sich nicht zu sehr bewegte, wenn die Schauspielerin spielte. Das Material ist überdies hautverträglich, was soagr das Tragen im normalen Leben möglich macht.

Es ist spannend zu sehen, wie unsere Designprozesse uns erlauben, interdisziplinär zu arbeiten und verschiedene Anwendungen des additiven Fertigungsprozesses zu erforschen“, erklärt Julia Körner. Wir haben mit renommierten Haute-Couture-Häusern und Pariser Designern zusammengearbeitet und erforschen ständig die Anwendung von generativem digitalen Design im kleinen Maßstab.

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Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Materialise, einem belgischen Spezialisten für additive Fertigung, der bei der Konstruktion von 3D-Druckteilen mitgewirkt hat.

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