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3D-Druck verwandelt Bauabfälle in nachhaltige Stadtmöbel

Am 18. März 2026 von Mélanie W. veröffentlicht
bentu design

Die Baubranche gehört weltweit zu den größten Verursachern von Abfällen. Je nach Statistik und Definition entstehen jedes Jahr schätzungsweise zwei bis drei Milliarden Tonnen – das entspricht etwa 30 bis 35 Prozent aller Abfälle weltweit. Ziegel, Beton, Holz, Bauschutt oder Kunststoff: Die Liste ist lang. Entsprechend alarmierend ist das Ausmaß.

Vor diesem Hintergrund hat das Designstudio BENTU DESIGN beschlossen, diese Abfälle mithilfe des 3D-Drucks wieder nutzbar zu machen. Die Idee: Aus Bauabfällen ein 3D-druckfähiges Material herstellen und daraus Stadtmöbel fertigen. Das Projekt namens Inorganic Growth hat bereits erste Ergebnisse hervorgebracht – darunter Stühle und Hocker, die zu 85 Prozent aus recycelten Bauabfällen bestehen.

Die Bauabfälle werden direkt vor Ort gesammelt

Ein lokaler Produktionsprozess

Konkret sammelt das chinesische Studio Bauabfälle direkt auf Abbruchbaustellen in städtischen Gebieten. Anschließend werden die Materialien zerkleinert und sortiert. Die Aufbereitung erfolgt in einer mobilen Anlage, die direkt vor Ort installiert wird. Dadurch bleibt der gesamte Arbeitsablauf lokal, was sowohl den Transportaufwand als auch die damit verbundenen CO₂-Emissionen deutlich reduziert.

Dabei entsteht ein sehr feines Pulver mit einer Korngröße von 0 bis 3 Millimetern. Dieses wird anschließend mit industriellen Nebenprodukten wie Silikastaub, Asche oder Hüttensandpulver aus der Stahlindustrie vermischt. So entsteht ein Material, das sich für den 3D-Druck eignet.

BENTU DESIGN setzt auf Materialextrusion

Für die Herstellung setzt BENTU DESIGN auf das Materialextrusionsverfahren (FDM), genauer gesagt auf eine Maschine mit doppelter Extrusion. Dadurch lässt sich die Verteilung der Pigmente präzise steuern und der charakteristische Farbeffekt erzeugen. Die Farben entstehen direkt aus der Mischung der Bauabfälle: rötliche Töne aus Ziegeln, das Grau von Beton oder blaugrüne Nuancen aus Keramikfragmenten.

Ein Beispiel für ein 3D-gedrucktes Objekt

Das Ergebnis: Möbelstücke, die mit rund 40 Prozent weniger Material hergestellt werden und einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck haben. Das gesamte Projekt folgt dem Prinzip eines geschlossenen Kreislaufs, bei dem alle Materialien vor Ort verfügbar sind und später erneut recycelt werden können. Gleichzeitig überzeugen die Objekte auch gestalterisch – jedes Stück besitzt eine ganz eigene Ästhetik.

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*Bild : Bentu Design

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