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3D-gedruckte Wohnviertel zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit

Am 16. Juni 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Um die Wohnungsknappheit, die überall auf der Welt vorherrscht, zu bekämpfen und der Bauindustrie zu helfen, umweltfreundlicher zu werden, scheint die additive Fertigung zunehmend eine praktikable Lösung zu sein. Vor allem aus diesen Gründen haben sich immer mehr Unternehmen des Sektors für diese Technologie entschieden. Die jüngste Nachricht ist, dass Palari, ein Unternehmen, das sich auf den Bau nachhaltiger Häuser spezialisiert hat, mit der SML Group, einem Immobilienentwickler von Weltrang mit Sitz in Singapur, zusammengearbeitet hat, um nachhaltige Wohnviertel in Kalifornien zu entwerfen. Die drei Siedlungen werden aus 3D-gedruckten Einfamilienhäusern bestehen, die Palari Villas genannt werden, und sollen insgesamt 200 Wohneinheiten umfassen, darunter die nach Angaben des Unternehmens „weltweit erste 3D-gedruckte Netto-Nullenergie-Siedlung“.

Mit dem Ziel, die ersten Null-Energie-Viertel beziehungsweise Null-Energie-Häuser zu bauen, wollen die beiden Unternehmen, die hinter dem Projekt stehen, diese Art von Initiative demokratisieren. Michael Widjaja, CEO der SML Group in Indonesien, begrüßt die Partnerschaft und kommentiert: „Als führendes Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit hat sich SML immer auf die Nutzung innovativer und nachhaltiger Lösungen in seiner Entwicklung konzentriert und sucht weiterhin nach gleichgesinnten Partnern, um dieses Vorhaben voranzutreiben. Diese Partnerschaft ist ein großer Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft, in der wir moderne Baumethoden nutzen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.“

3D-gedruckte Elemente für die Häuser, aus denen das Öko-Viertel bestehen wird (Bild: Palari)

SML und Palari arbeiten am verantwortungsvolleren Wohnungsbau

Durch den 3D-Druck der Häuser in den Öko-Vierteln mit einem modularen System wollen Palari und SML zwei wichtige Probleme angehen. Ähnlich wie Projekte in Südafrika, die auf additive Fertigung setzen, um die Wohnungsknappheit zu bekämpfen, wollen die beiden Unternehmen preisgünstigen Wohnraum anbieten. Und das aus gutem Grund. Aufgrund des Arbeitskräftemangels und der steigenden Materialkosten sind die Wohnungspreise inzwischen sehr hoch und für viele unerschwinglich. Durch den Einsatz des 3D-Drucks haben Palari und SML nur wenige Materialien verwendet und konnten so die Kosten senken.

Während die Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum eine der Prioritäten von Palari und SML ist, haben sich die Unternehmen auch verpflichtet, Häuser zu bauen, die weitaus umweltfreundlicher sind als herkömmliche Häuser. Heutzutage ist der Bau von Gebäuden für fast 40 % der Kohlendioxidemissionen verantwortlich, und bei konventionellen Baumethoden fallen auch erhebliche Mengen an Abfall an. Auch wenn die Akteure des Projekts keine Angaben zu den verwendeten Maschinen oder Materialien machen, wollen Palari und SML wie ICON und sein House Zero-Projekt die Vorteile der additiven Fertigung nutzen, um 100 % umweltfreundliche Wohnungen zu entwerfen. Und letztendlich ist es das Ziel, mit Hilfe des 3D-Drucks der weltweit führende Entwickler nachhaltiger Technologien zu werden, wie der CEO von Palari, Basil Starr, erklärt. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung HIER.

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