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Vereinbarung zwischen BASF und Poietis zur Entwicklung des Biodrucks

Auf 30. Oktober 2017 von Moritz M. veröffentlicht
BASF und Poietis

Der französische Bioprintspezialist Poietis hat mit der deutschen BASF einen Rahmenvertrag zur Entwicklung und zur gemeinsamen Kooperation unterzeichnet, um die Entwicklung von Haut aus dem 3D-Drucker voranzutreiben. Diese Haut von BASF und Poietis könnte in der Kosmetikindustrie Anwendung finden und dazu führen, dass Kosmetikprodukte zukünftig schneller, einfacher und ethischer entwickelt und hergestellt werden können.

Seit dem Jahr 2014 arbeitet Poietis an einer lasergestützten Biodruck-Technologie, die es ermöglicht, Schicht für Schicht, lebende Zellen zu positionieren. Seit seiner Gründung hat das französische Unternehmen mehrere Millionen Euro gesammelt und ist verschiedene Partnerschaften eingegangen. Zu diesen Partnern zählt unter anderem L’Oréal, um Haare zu produzieren.

BASF und Poietis

Die von Poetis entwickelte Technologie. Bild via Inserm/ Guillemot, Fabien – Alphanov / Lescieux, Ludovic

Ein weiterer Kooperationspartner ist der Ludwigshafener Chemiegigant BASF, der seit zwei Jahren an der Verbesserung der Bio-Drucktechnik arbeitet. Nach Angaben beider Unternehmen zielt die Partnerschaft darauf ab, 3D-gedruckte Haut zu entwickeln, um kosmetische Inhaltsstoffe und Hautpflegeprodukte zu testen und zu bewerten. Der Gründer und Geschäftsführer von Poietis, Fabien Guillemot, erklärte in diesem Zusammenhang Folgendes: „Die mithilfe des Bioprinting erzeugten 3D-Modelle sind die Methode der Wahl für die vorausschauende Beurteilung von Inhaltsstoffen, da diese Modelle die Zellumgebung in vitro reproduzieren und dabei mechanische und metabolische Funktionalitäten aufweisen, die den in-vivo-Bedingungen sehr nahe kommen.“

Seit Beginn ihrer Forschungspartnerschaft, ist es BASF und Poietis gelungen, binnen weniger Wochen eine gedruckte 3D-gedruckte Haut zu entwickeln, deren Eigenschaften sehr ähnlich denen des ist. Hierdurch kann die Zahl der Tierversuche deutlich verringert werden, was zum Beispiel das Testen der Inhaltsstoffe z.B. auf Unverträglichkeiten betrifft. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde das Hautmodell Mimeskin entwickelt, das der Physiologie des menschlichen Hautgewebes sehr nahe kommt und das nun automatisch reproduziert werden kann.

BASF und Poietis

Bild via Inserm/Alphanov. Lescieux, Ludovic/Guillemot, Fabien

„Im Verlauf unserer Zusammenarbeit haben wir wichtige Erkenntnisse wie die Parameter und Kinetik der Dermisreifung(Anm. d. Red.: Unter der Dermis versteht man die Lederhaut, also eine der verschiedenen Hautschichten) gewonnen. Eine reife und dicke Dermis ist eine wesentliche Voraussetzung, um beim Drucken der Epidermis optimale Ergebnisse zu erzielen“, sagte Sebastien Cadau, der bei BASF verantwortlich für Gewebetechnik und -entwicklung ist.

Mit dieser neuen Partnerschaft können beide Unternehmen ihre Anstrengungen intensivieren und an der Verfeinerung von Technologien und Hautmodellen arbeiten. Dies beinhaltet die Erhöhung der Komplexität von Hautzellstrukturen und das Experimentieren mit neuen Zelltypen.

BASF und Poietis

3D-gedruckte Haut. Bild via Poetis

Was ist Ihre Meinung zu dieser 3D-gedruckten Haut von BASF und Poietis?

Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung von BASF.

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