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BARBARA: Das Projekt zur Entwicklung neuer biobasierter Materialien für funktionale Prototypen

Auf 19. Oktober 2020 von Michelle J. veröffentlicht
BARBARA

In der EU zielt das Projekt BARBARA, Teil von Horizont 2020, auf die Entwicklung neuer biobasierter Materialien mit innovativen Funktionalitäten ab. Diese Materialien sind so konzipiert, dass sie bei der Materialextrusion, auch bekannt als Fused Filament Fabrication, zur Herstellung von Teilen verwendet werden können. Dieses vor 4 Jahren begonnene Projekt hat das Interesse des Sektors der additiven Fertigung an weiteren Materialien mit neuen Eigenschaften bestätigt. Tatsächlich ist dies auch das Segment in AM, das laut Wohlers Report am stärksten gewachsen ist. Betrachtet man das Projekt BARBARA im Detail, so zielt es hauptsächlich darauf ab, das Kreislaufwirtschaftsmodell des 3D-Drucks zu fördern, indem Lebensmittelabfälle und landwirtschaftliche Nebenprodukte ein zweites Leben erhalten.

Genauer gesagt wurden Lebensmittelabfälle und landwirtschaftliche Nebenprodukte zur Reinigung von Pigmenten, Duftstoffen, Verstärkungsmitteln oder Biozidverbindungen verwendet, die in technische Biokunststoffe aus der maisverarbeitenden Industrie eingearbeitet werden. Diese technischen Biokunststoffe werden dann in sehr anspruchsvollen Sektoren wie der Automobilindustrie oder dem Baugewerbe für funktionelle Prototypen verwendet. Prototypen sind anpassbar, d.h. sie können einige mechanische und thermische Eigenschaften wie Festigkeit, Oberflächen- oder Farbanmutung, Duftstofffreisetzung usw. variieren. Vier Jahre nach dem Beginn hat das europäische Projekt BARBARA sein Ziel erreicht, indem es die Forschung und Produktion neuer biobasierter Hochleistungsmaterialien aus Lebensmitteln abgeschlossen hat, die zur Herstellung von Prototypen für den Automobil- und Bausektor verwendet wurden.

BARBARA

Im Verlauf des Projektes wurden insgesamt acht neue biobasierte Werkstoffe erfolgreich entwickelt | Bildnachweis: BARBARA

In Bezug auf die Anwendungen erklärt das Team hinter BARBARA, dass funktionelle Prototypen für die Automobil- und Bauindustrie erstellt wurden. Im Automobilbereich wurden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit dem Centro Ricerche Fiat Demonstrator-Prototypen von Türgriffen und Armaturenbrettverkleidungen für Autos mit spezifischen Farben, Düften, Oberflächeneffekten und antimikrobiellen Eigenschaften in 3D gedruckt. Darüber hinaus wurden im Bausektor Formen für das Harztransfergussverfahren und Trägerverbindungsprototypen entwickelt, um den strengen thermischen und mechanischen Anforderungen der von ACCIONA Infrastructures verwendeten Teile gerecht zu werden.

Obwohl das Ziel recht ehrgeizig schien, wurde 4 Jahre später die Entwicklung neuartiger biobasierter technischer Biokunststoffe erreicht, die als funktionelle Prototypen mit fortschrittlichen Eigenschaften validiert werden sollen. Dieses Projekt wurde vom gemeinsamen Unternehmen der „Bio Based Industries Joint Undertaking“ des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Union finanziert und zählt mehrere Partner aus europäischen Ländern wie ACCIONA, Tecn Packaging, Universidad de Alicante, Nurel, Celabor, usw. (insgesamt 11 Partner). Weitere Informationen finden Sie HIER.

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