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Made in Space druckt in weltraumähnlicher Umgebung

Auf 18. August 2017 von Moritz M. veröffentlicht
archinaut TDM

Der 3D-Druck ist eine Technologie, die nicht nur für die Erde gedacht ist, sondern durchaus auch ihre Einsatzgebiete im Weltraum findet. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA, ebenso wie die amerikanische NASA sind aktuell dabei zu testen, wie sich die additive Fertigung auf der Internationalen Raumstation ISS einsetzen lässt. Vor einiger Zeit gab die ESA zudem bekannt, dass sie daran arbeite, wie sich die auf dem Mond vorhandenen Materialien verwenden ließen, um damit eine Mondbasis mit einem 3D-Drucker zu fertigen. „Der 3D-Druck stellt somit eine potentielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedelung des Mondes somit zu erleichtern“, fügte Scott Hovland von der ESA hinzu.

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Das Team von Archinaut bei der Arbeit.

Das kalifornische Unternehmen Made in Space, das häufig mit der NASA zusammenarbeitet, testet gerade, wie sich der 3D-Druck im Orbit verhält. Diese Woche wurde die technologische Testmission, namens Archinaut vorgestellt, mit deren Hilfe man herausfinden wollte, wie sich große 3D-gedruckte Strukturen verhalten, wenn sie den im Weltraum herrschenden Bedingungen ausgesetzt werden. Die Entwicklung erster Strukturen im Weltraum, mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch wenn man bedenkt, dass in das Weltall bislang alles mit Raketen und Shuttles befördert werden muss, macht einem dies erst die Komplexität dieses Unterfangens bewusst. Man erhofft sich von Archinaut, modernste Technologien zu entwickeln, um komplexe Strukturen und Hardware zu schaffen, die auf Missionen jenseits der Erde benötigt werden.

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Wie wird sich die Arbeit der Astronauten durch Made in Space zukünftig ändern?

Made in Space befindet sich auf der Airbase Moffet Field, das neben einer Vielzahl im Bereich Raumfahrt tätigen Startups auch das Ames Research Center der NASA beherbergt. Unter diesen besagten Startups befindet sich unter anderem auch das, von Elon Musk gegründete, Startup SpaceX. Derzeit ist Archinaut eines von drei von der NASA finanziell unterstützten Projekte, die herausfinden sollen, ob die Technologien „ausreichend ausgereift sind, um auf Weltraumflüge mitgenommen oder in sonstige Weltraummissionen integriert werden kann.“

Im Engineering Evaluation Laboratory testet Made in Space im Rahmen des Archinaut-Projektes, wie sich die Extended Structure Additive Manufacturing Machine in einer Vakuumkammer verhält. „Nach unserem Wissen ist dies das erste Mal, dass die additive Fertigung in so großem Maßstab unter Vakuum- und Temperaturbedingungen des Weltalls getestet wurde“, sagte Eric Joyce, der Archinaut-Projektleiter bei Made in Space.

Die Zukunft von Archinaut könnte eine „build-to-order space platform“ sein, in welcher Satelliten und Fahrzeuge gedruckt werden können, aber ebenso Reperaturen und die Integration von Hardware erfolgen könnte. Nach diesen Tests wird es im kommenden Jahr noch eine weitere Testreihe geben, die sich auf die Extended Structure Additive Manufacturing Machine konzentrieren wird.

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Ein Roboterarm von Archinaut

„Diese Technology ist absolut transformativ“, sagte Joyce, „da Archinaut das Potential habe, die Entdeckungen im Weltraum dramatisch voranzutreiben, wodurch die Zeit und das Geld, das für Hardware und Ausrüstung ausgegeben wird, reduziert und der Fokus auf die menschlichen Entdecker gelegt werden könnte, die die Made-in-Space-Ausrüstung verwenden werden, um den Kosmos zu erforschen.“

Weitere Informationen hierzu, finden Sie auf der Seite der NASA.

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