Anycubic Kobra X: Mehrfarbiger 3D-Druck neu gedacht

.Der Farbdruck gewinnt seit einigen Jahren an Bedeutung und spricht immer mehr Anwender:innen an, die ihre Kreativität erweitern möchten. Gleichzeitig soll der Druckprozess nicht komplizierter werden – gefragt sind einfache und praktische Lösungen, die sich leicht einsetzen lassen. Mehrfarbiger 3D-Druck ist zwar kein neues Verfahren, geht jedoch oft mit einer aufwendigen Einrichtung einher, etwa durch zusätzliche externe Filamentsysteme. Genau hier setzt Anycubic mit der Kobra X an: Die Maschine soll den mehrfarbigen FDM-Druck (Fused Deposition Modeling) vereinfachen, ohne die Produktivität einzuschränken.
Anycubic will die bekannten Herausforderungen des mehrfarbigen 3D-Drucks überwinden. Dieser ist häufig mit einem komplexen Filamentmanagement verbunden: Spulenwechsel, Materialspülungen sowie zusätzliche Lösungen, die Platz beanspruchen. Ziel des Herstellers ist es, die Filamentverwaltung so weit wie möglich in das System zu integrieren. Konkret kann die Maschine bis zu vier verschiedene Farben direkt verarbeiten, ohne dass ein externes System hinzugefügt werden muss – und das bis zu doppelt so schnell sowie mit reduziertem Materialverlust. Auch die Installation der Maschine ist entsprechend einfacher.

Das integrierte Konzept erleichtert die Nutzung im Alltag. Der Filamentwechsel erfolgt automatisch, wodurch manuelle Eingriffe deutlich reduziert werden. Im Mittelpunkt stehen Bedienkomfort und Zugänglichkeit – ein entscheidender Faktor für kleine Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die ihre Möglichkeiten erweitern möchten, ohne ihre betrieblichen Abläufe komplizierter zu machen.
Kobra X, schneller und ressourcenschonender
Wie bereits erwähnt, soll die Maschine bis zu doppelt so schnell arbeiten, ohne dabei Kompromisse bei Stabilität oder Bauteilqualität einzugehen. Anycubic hat dafür sowohl die Architektur des Druckkopfs als auch das Bewegungssystem überarbeitet. Anwender:innen profitieren dadurch von kürzeren Produktions- und Entwicklungszyklen.
Auch eine integrierte 720p-Kamera in Verbindung mit einer KI-gestützten Echtzeitüberwachung trägt zur Effizienz bei. Die Kobra X erkennt Druckfehler frühzeitig und stoppt den Vorgang automatisch, um Fehlproduktionen zu vermeiden und wertvolle Zeit zu sparen.
Abschließend wurde die Kobra X auch im Hinblick auf den Farbwechsel optimiert. Dieser erfordert häufig eine Materialspülung, was während des Druckprozesses zu erheblichen Materialverlusten führen kann. Durch die Optimierung des Filamentwechselprozesses und die Positionierung des Schneidmechanismus nahe am Extrusionspunkt (der Abstand zwischen Filamentabschneider und Düse beträgt 35 mm) reduziert die Kobra X unnötige Spülvorgänge. Ein geringerer Materialverbrauch senkt nicht nur die Betriebskosten, sondern trägt zugleich zu einem nachhaltigeren Workflow bei.
Für wen eignet sich die Maschine?
Die Kobra X richtet sich an ein breites Publikum, das in den mehrfarbigen 3D-Druck einsteigen oder seine Möglichkeiten ausbauen möchte. So können beispielsweise Schulen und Fab Labs auf vereinfachte Arbeitsabläufe setzen, die Schüler:innen den Einstieg in fortgeschrittene FDM-Konzepte erleichtern. Produktentwickler:innen können zudem realistischere Prototypen und Präsentationsmodelle herstellen.
Schließlich profitieren kleine Unternehmen und professionelle Anwender:innen von höherer Geschwindigkeit und einer besseren Materialnutzung, um individuelle Bauteile und maßgeschneiderte Projekte effizient umzusetzen.
Mit einem Preis von unter 400 Euro ist die Kobra X eine Einstiegslösung für Anwender:innen, die von Ein-Material-Druckern auf mehrfarbige Workflows umsteigen möchten, ohne ihre Abläufe komplexer zu gestalten. Sie ist mit einer breiten Palette gängiger Standardfilamente kompatibel und ermöglicht so eine einfache Umsetzung mehrfarbiger Drucke. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Herstellers.
Was halten Sie von der Kobra X? Kann sie den mehrfarbigen FDM-Druck tatsächlich vereinfachen? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie uns Ihre Meinung auf Facebook, und LinkedIN mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.
*Bild : Anycubic





