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AMtopus: Wenn das Filament auf Aprikosenkernen basiert

Auf 15. November 2017 von Moritz M. veröffentlicht
AMtopus

Vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle ein Quiz zum Thema 3D-Druck veröffentlicht, bei dem eine Frage hieß, was denn unter dem Biodruck zu verstehen sei. Die Antwortmöglichkeiten lauteten wie folgt: a) 3D-Druck von Bio-Lebensmitteln, b) 3D-Druck von lebendem Gewebe(RICHTIG), c) Umweltbewusstes 3D-Drucken oder d) 3D-Druck mit Nanopartikeln. Dank dem noch jungen Unternehmen AMtopus müssen wir wohl dieses Quiz bald überarbeiten, da dieses Unternehmen mit Aprikosenkernen und anderen Naturmaterialien druckt.

Hinter der AMtopus GmbH und Co. KG verbirgt sich eine Unternehmung, die 2016 gegründet und durch den Gründer Dr. Henning Zeidler ihre Wurzeln an der Technischen Universität Chemnitz hat. Der Name AMtopus stammt laut Herrn Zeidler vom Oktopus, der für die Philsophie des Unternehmens steht, „sehr flexible Komponenten und Maschine zu entwickeln“, sowie von dem Wort Additive Manufacturing(AM).

AMtopus

Man sieht deutlich das Pulver, welches mithilfe von Bindemittel zu einem Objekt aufgebaut wird. Bild via Die Stadt bin ich

AMTopus druckt derzeit mit Holz, Muschelkalk, Aprikosenkernen und Miscathus Schilf, was im deutlichen Gegegensatz zu vielen anderen Unternehmen steht, die vorrangig auf Kunststoffe und Metalle setzen. Hierdurch sollen Verpackungen mit nur kurzer Lebensdauer hergestellt und diese nach ihrer Verwendung wieder recycelt werden können. Die verwendeten und oft als Abfall endenden Materialien lassen sich kompostieren, sodass damit das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt rückt. Darüber hinaus ist es auch denkbar, diese Materialien bei Veranstaltungen oder in Theatern als Kulissen zu verwenden, die dann wieder geschreddert, mit einem Bindemittel versehen erneut verwenden werden könnten, während diese bislang als Abfall endeten.

AMtopus

Die Aprikosenkerne werden in diesem Falle nicht entsorgt, sondern zu Pulver bzw. Mehl zerschreddert. Bild via Herbathek

Man stelle sich nur vor, dass damit vielleicht eines Tages die Coffee-to-go-Becher hergestellt werden können, die derzeit die Straßen der Städte derzeit prägen. Doch AMtopus stellt nicht nur das Pulver bzw. das Mehl für den Druck her, sondern fertigt auch Maschinen, die diese Materialien verarbeiten können. Diese Innovationen blieben nicht unbemerkt, sodass das Unternehmen 2017 ausgezeichnet wurde.

 AMtopus erhielt in diesem Jahr den Sächsischen Uweltpreis 2017, in dessen Rahmen sich der Gründer und Geschäftsführer Dr. Henning Zeidler wie folgt äußerte:

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Diese Informationen stammen aus folgenden Quellen: Technische Universität Chemnitz, Freistaat Sachsen, Die Stadt bin ich, Herbathek

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