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AMS mini soll Luft reinigen und somit Ausbreitung von Covid-19 verhindern

Auf 10. April 2020 von Sandra S. veröffentlicht

Der Ernst der aktuellen Gesundheitssituation hat viele Unternehmen dazu veranlasst, Initiativen zu entwickeln, um die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzudämmen. Alles hat mit der Schaffung von Krankenhauszusatzkapazitäten in Wuhan begonnen und ist später in die Entwicklung von 3D-gedruckten Beatmungsgeräten und Gesichtsmasken übergegangen. Auch das Maschinenbauunternehmen FICEP S3 hat begonnen, Teile gegen die Ausbreitung des Virus zu entwickeln. Bei dem 3D-gedruckten Hilfsmittel des spanischen Unternehmens FICEP S3 handelt es sich um ein Gerät, das in der Lage ist, die Luft zu sterilisieren, um sie von möglicherweise vorhandenen Bakterien und Mikroorganismen zu befreien, einschließlich luftgetragener Tröpfchen, die Coronaviren-Partikel enthalten können. Dieses Gerät wird AMS mini genannt und ist kompakt genug, um in verschieden großen Räumen wie Hotels, Büros, Fabriken, Labore oder sogar Krankenhäusern eingesetzt zu werden.

FICEP S3 ist ein spanisches Unternehmen, das von einer Gruppe von Ingenieuren mit umfangreicher Erfahrung in der industriellen Welt gegründet wurde, deren Ziel es ist, Lösungen und Innovationen durch den Einsatz der neuesten Technologien zu erlangen. Ursprünglich wurde AMS mini für die Trocknung von Farbe konzipiert und nun in kompakterer Form neu aufgelegt, um es für das neue Anwendungsgebiet zu optimieren. Gefertigt wird das Gerät durch die HP Multi Jet Fusion-Technologie und die Verwendung von Nylon als Material (PA12). Die Firma FICEP S3 gibt auch an, dass sie an einem weiteren Projekt mit der Firma KUVA arbeitet, um ein Atemschutzmasken zu entwickeln, das für Länder südlich der Sahara zugänglich ist.

Der AMS mini soll die Luft reinigen

Die Funktionsweise vo  AMS mini Luftreiniger

Diese Erfindung könnte die Ausbreitung von Covid-19 verringern, die zwar in den meisten Fällen durch das Verteilen von Tröpfchen übertragen wird und in Einzelfällen, wie z.B. beim Niesen, eine gewisse Zeit in der Luft bleibt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es in der Tat besondere Umstände, unter denen Tröpfchen, die Coronavirus-Partikel enthalten, nach dem Ausstoß im Durchschnitt bis zu drei Stunden in der Luft bleiben können. Die Partikel verfügen über einen Durchmesser von weniger als 5 Mikrometern, die durch die Verdampfung größerer Tröpfchen entstehen. Sie können in Abhängigkeit von der Wärme und Feuchtigkeit der Umgebung in der Luft schweben bleiben und über Entfernungen von mehr als einem Meter übertragen werden.

Um effizient zu funktionieren, hat der AMS mini das UV-Licht des ursprünglichen Modells beibehalten – dies wird normalerweise zur Aushärtung bestimmter Arten von Lacken verwendet. Hier verändert sie die Luft in Innenräumen. Der AMS mini beinhaltet ein zyklisches System, eine Art Labyrinth, das die Luft veranlaßt, so lange wie möglich in der entsprechenden Vorrichtung im Gerät zu bleiben, um sicherzustellen, dass sie ausreichend UV-Licht ausgesetzt ist, bevor sie wieder ausgestoßen wird. Das Unternehmen behauptet, dass mit dieser Methode etwa 95 Prozent der Bakterien und Viren in der Umwelt eliminiert werden, einschließlich der Covid-19-Aerosole. Das entwickelte System hat eine Wellenlänge von 200-400 Nanometern, so dass die Luft sterilisiert wird, ohne dass deren Qualität darunter leidet.

Das Gerät wurde in verschiedenen Einsatzbereichen getestet

Weshalb wird das Gerät per 3D-Druck gefertigt?

Die additive Fertigung wurde aus mehreren Gründen in den Entstehungsprozess des AMS mini einbezogen. Die erste ist, dass das Gerät eine komplexe Struktur aufweist, die die Filterstufe vom Rest des Geräts trennt. Hier befindet sich eine Art fixierte Turbine, die die Drehrichtung und den Winkel der zuvor gefilterten Luft zwischen der Innenwand und der äußeren Struktur, die die Leitungen für die Verkabelung der oberen Einheit enthält, bestimmt. Die Form ist für die zielgerichtete Generierung der Strömungsgeschwindigkeit und der Drehrichtung maßgeblich.

Daneben ermöglicht der 3D-Druck die Personalisierung des Geräts je nach der Umgebung, in der es eingesetzt werden soll: der AMS mini kann je nach Größe und Gestaltung der Räumlichkeiten angepasst werden. Die Entwicklung des AMS mini würde daher die Möglichkeit bieten, die Luft in Räumen zu reinigen, die derzeit Gefahr laufen, Aerosole mit Covid-19-Partikeln zu enthalten. Es ist eine neue Initiative zur Bekämpfung der globalen Pandemie, die wir derzeit erleben. Weitere Informationen zu dem Gerät finden Sie auf der Herstellerwebsite.

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