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Airbus zertifiziert Materialise und EOS für 3D-gedruckte Teile

Auf 2. Juni 2021 von Regina P. veröffentlicht
airbus materialise eos

Materialise und Airbus haben bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Bereits im Jahr 2015 hat das belgische Unternehmen die ersten Teile im FDM-Druckverfahren für den Luft- und Raumfahrtriesen additiv gefertigt. Jetzt folgen rund 100 verschiedene Teile für das A350-Flugzeug, welche mit der Lasersintertechnologie im 3D-Druck hergestellt werden. Die beiden Unternehmen hoffen, bald zusätzliche Teile fertigen zu können. Bart Van der Schueren, Technischer Direktor bei Materialise, erklärt dazu: „Dieser Erfolg festigt unsere langjährige Partnerschaft mit Airbus und erweitert zudem den 3D-Druck-Anwendungsrahmen für Airbus und seine Zulieferer. Das Lasersintern ist eine der am weitesten verbreiteten 3D-Drucktechnologien, die das Design von Modellen mit komplexen Merkmalen, zum Beispiel Funktionsmechanismen, ermöglicht.“ Abschließend hält er fest: „Es ist eine Ehre für Materialise, der erste Lieferant von Airbus für diese Technologie zu sein.“

Bereits seit einigen Jahren nutzt Airbus die additive Fertigung für die Fertigung zahlreicher Flugzeugteile. Dabei handelt es sich entweder um Bau- oder Ersatzteile für die Maschine. Airbus vertraut auf die Technologien von Materialise und EOS und bekräftigt einmal mehr das Vertrauen in den 3D-Druck. Die beiden 3D-Druckunternehmen sind für die Herstellung von zertifizierten Teilen mittels selektiver Lasersintertechnologie bekannt. Die Teile werden auf dem EOS P 770 3D-Drucker gedruckt und aus PA 2241 FR hergestellt, einem flammgeschützten Polyamid, das ebenfalls von EOS hergestellt wird. Es ist das erste Mal, dass Airbus das SLS-Verfahren einsetzt, um damit den Produktionsprozess zu optimieren.

Airbus et Materialise

Beim EOS P 770 handelt es sich um ein Dual-Laser-Sinter-System für die Produktion von Großteilen. (Bildnachweis: EOS)

Eigenschaften des PA 2241 DE

Das neu zertifizierte Material von EOS trägt den Namen PA 2241 FR und verfügt über eine hohe Recyclingrate. Laut EOS erfüllt das Material damit die strengen Qualitätsstandards, welche für flugtaugliche Teile zwingend notwendig sind. Tatsächlich ist PA 2241 FR für Teile geeignet, die einen gewissen Schutz gegen Feuer, Rauch und Toxizität bieten müssen. In der Luftfahrtindustrie werden 3D-gedruckte Teile regelmäßig in Flugzeugkabinen eingesetzt, zum Beispiel für die Herstellung von Stützen und Lüftungskanälen. Auch PA 2241 FR soll sich bestens für diese Zwecke eignen, da das EOS-Material langlebig ist.

Markus Glasser, Senior Vice President bei EMEA-EOS, sagt: „Wir sind sehr stolz, dass Airbus nach einem umfangreichen Testprogramm das Material und die Verfahren der EOS PA 2241 FR für den weltweiten Einsatz durch Airbus qualifiziert hat. Das unterstreicht die hohe Reife und konstante Qualität der Pulver und Systeme von EOS und zeigt die Relevanz des industriellen 3D-Drucks für Metall- und Polymeranwendungen.” Eines ist sicher: Der 3D-Druck von Polymeren wird immer häufiger eingesetzt und entwickelt sich mit der Zeit und in den Augen der Hersteller zu mehr als nur einer Alternative.

Airbus et Materialise

Materialise nutzt EOS-Maschinen (Bildnachweis: Materialise)

Titelbildnachweis : Airbus

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