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Adidas und Carbon fertigen den Futurecraft 4D

Auf 10. April 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Futurecraft 4D

Adidas hat bekanntgegeben, mit dem kalifornischen Unternehmen Carbon3D zusammenzuarbeiten, um den Futurecraft 4D Schuh herzustellen. Der deutsche Sportartikelhersteller hat geplant, bis Ende 2018 mehr als 100.000 Paare davon zu produzieren.

Mit dem Futurecraft 4D geht adidas ohne Frage einen Schritt in Richtung Zukunft. Aus der Zusammenarbeit mit Carbon, das bekannt ist durch die CLIP-Technologie, kann die Mittelsohle des Schuhs komplett 3D gedruckt werden, das gilt für die gesamte Produktion. Das macht traditionelle Herstellungsverfahren und das Prototyping folglich überflüssig. Das Verfahren nennt sich Digital Light Synthesis und basiert auf der Methode des Digital Light Processing, bei dem ein Harz durch den Einfluss von Licht aushärtet.

Futurecraft 4D

Das Harz wird mit Hilfe von Licht ausgehärtet, Schritt für Schritt entsteht das fertige Teil

„Mit Digital Light Synthesis setzen wir uns über die Grenzen der Vergangenheit hinweg und starten eine neue Ära für Design und Produktion in der Sportartikelindustrie. Eine Ära, die durch Athletendaten und agile digitale Fertigungsprozesse bestimmt wird. Wir gehen völlig neue Wege, die es uns erlauben unsere grenzenlose Kreativität in die Realität umzusetzen – und dadurch nicht nur das zu verändern, was wir erschaffen, sondern auch wie wir es erschaffen,“ sagt Eric Liedtke, Vorstandsmitglied von adidas

Die erst kürzlich vorgestellte Carbon SpeedCell macht es möglich: Ein System aus in Reihe geschalteten 3D-Druckern fertigen die individuellen Sohlen, wobei eine Maschine zur Reinigung, der SmartPartWasher, für die nötige Nachbearbeitung bzw. Veredelung sorgt. Der dabei verwendete Digital Light Synthesis-Verfahren ist schnell und effizient genug, um sich für die Massenproduktion der Mittelsohlen zu eignen.

SpeedCell

Mehrere Carbon3D-Drucker bilden die SpeedCell

Dr. Joseph Desimone, Mitbegründer und CEO von Carbon, erklärt: „Unsere Partnerschaft mit adidas wird nachhaltig belegen, dass die digitale Revolution den globalen Fertigungssektor erreicht und damit die Art, wie physikalische Güter entwickelt, konstruiert, hergestellt und geliefert werden, verändert hat. […] Der Produktentwicklungsprozess ist seit Uhrzeiten gleich – Design, Prototyp, Arbeitsvorbereitung und Fertigung. Carbon hat das geändert, wir haben den Zyklus unterbrochen und den direkten Weg vom Design zur Fertigung geschaffen. Futurecraft 4D ist der Beweis.“

Die additive Fertigung eröffnet daher neue Möglichkeiten in der „Mass Customization“, der Herstellung von individuellen Produkten in hoher Stückzahl. Dazu baut Adidas sogenannte Speedfactories, die anhand von 3D-Druck und Robotern Schuhe herstellen (mehr dazu hier). In diesen Produktionsstätten können in Kombination mit den Carbon Druckern Schuhe hergestellt werden, die für jeden Kunden persönlich zugeschnitten sind. Bereits bis Ende April möchte adidas 300 Paare des Futurecraft 4D zur Verfügung stellen, allerdings nur für „Friends & Family“. Weitere 5.000 Paare sind für die Herbst/Winter Saison 2017 und ganze 100.000 Stück bis zum Ende des nächsten Jahres geplant.

Speedfactory

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