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Additive Drives GmbH erhält Millionen-Seed-Investment

Auf 2. November 2020 von Michelle J. veröffentlicht
Additive Drives GmbH

Das Dresdner Startup Additive Drives GmbH wurde im Juli 2020 mit dem Ziel gegründet, Elektromaschinen durch die additive Fertigung in höhere Leistungs- und Wirkungsgradbereiche zu bringen. Dieses Vorhaben soll sich nicht nur auf das Prototyping beschränken, sondern auch leistungsfähige Serienanwendungen miteinschließen. Seit ihrer Gründung sollen sie laut Dr. Jakob Jung, CEO und Mitgründer, bereits erfolgreich in die Automobilbranche eingetreten sein. Nun erhalten Sie ein siebenstelliges Seed-Investment von der AM Ventures Holding GmbH, einem Münchner Investor, um die Markteinführung additiv gefertigter Elektrokomponenten weiter voranzutreiben. „Die finanzielle Unterstützung sowie das Expertenwissen und -netzwerk von AM Ventures ermöglichen uns ein schnelleres und nachthaltiges Wachstum.“ sagt Dr. Jung.

Die additive Fertigung der Elektrokomponenten

Bisher bietet das Unternehmen zwei Applikationen an: Einzelspulen und Hairpin-Wicklungen. Beide können laut der Additive Drives GmbH durch den 3D-Druck schneller und mit bis 45% mehr Leistung produziert werden. Dabei sollen sich die Anwendungen nicht nur auf die Automobilbranche beschränken, Arno Held, Chief Venture Officer bei AM Ventures sagt dazu: „Die Additive Fertigung wird reifer und erschließt zunehmend Anwendungen, die durch neue Gestaltungsfreiheiten ganze Branchen revolutionieren. Additive Drives ist hierfür das perfekte Beispiel. Durch dramatisch beschleunigte Entwicklungszeiten und massive Verbesserungen bei Gewicht, Volumen und spezifischer Leistung wird dieses Produkt dazu beitragen, dass nicht nur Motorsport, Luftfahrt und die Mikromobilität elektrifiziert werden“

Links ist eine Einzelspule und rechts eine Hairpin-Wicklung zu sehen. | alle Bildnachweise: Additive Drives GmbH

Die Spulen werden mit selektivem Lasersintern aus Keramik hergestellt. Durch den 3D-Druck erhalten sie so die optimalen Geometrien und durch den höheren Keramikanteil im Elektromotor werden die Verluste gesenkt und die thermische Ankopplung der Wicklung verbessert. So erzielt die Additive Drives GmBH 100% elektrische Leitfähigkeit gemäß IACS (International Annealed Copper Standard, 58 MS/m).

Aufgrund der Tatsache, dass die additive Fertigung bisher noch an seine Grenzen stößt, wenn es um große Stückzahlen in kurzer Zeit zu niedrigen Preisen geht, denkt Philipp Arnold, kaufmännischer Geschäftsführer, dass es zukünftig auf eine Kombination additiver und traditioneller Herstellungsmethoden hinauslaufen wird: „Es geht nicht darum, den ganzen Elektromotor zu drucken – sondern die Teile von besonders hoher Komplexität.“

Die Zukunft der Additive Drives GmbH

Auf der Webseite des Unternehmens kann man bereits ihre erfolgreichen Use Cases lesen. Diese umfassen einen E-Traktionsmotor, einen Pedelec-Motor für Elektrofahrräder und einen Rennsportmotor. Anhand dieser sieht man, dass die Additive Drives GmbH einen neuen Konkurrenten für die bisherigen Akteure auf dem Markt darstellt. Dabei werden sie von der TU Bergakademie Freiberg, Saxeed und weiteren Hochschulen und Unternehmen aus der Wirtschaft, sowie ihrem neuesten Investor AM ventures unterstützt. Arnold erklärt: „Wir wollten uns mit der ersten Finanzierung die Unabhängigkeit erhalten und gleichzeitig auf die Expertise des führenden AM Investors zurückgreifen.“ Wir sind gespannt, was die Zukunft für die Additive Drives GmbH bereithält und halten Sie selbstverständlich weiter auf dem Laufenden.

Additive Drives GmbH

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