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#3DExpress: Hornhautverletzungen durch 3D-Druck behandeln

Am 14. Juni 2024 von Astrid Z. veröffentlicht

Bevor wir in das Wochenende starten, gibt es mit #3DExpress nochmal eine geballte Ladung Informationen rund um den 3D-Druck. Diese Woche teilen wir einige spannende News zur additiven Fertigung in der Medizin mit Ihnen. Außerdem werden Kollaborationen zur Weiterentwicklung des 3D-Metalldrucks eine Rolle spielen. Lesen Sie in dieser Ausgabe von #3DExpress also über Augenlicht aus dem Drucker, ein deutsches Startup, das sich auf den Weg nach Down-Under macht, News von der Messe drupa und interessante Entwicklungen zur Luft- und Raumfahrt. Genießen Sie #3DExpress und haben Sie einen schönen Start ins Wochenende.

Augenlicht aus dem 3D-Drucker

Mit ihrem Projekt „VisioPrinTech“ ist es Forschern des KIT am Mittwoch gelungen, den Innovationswettbewerb NEULAND für sich zu entscheiden. Bei diesem Projekt handelt es sich um einen innovativen Ansatz, 3D-gedruckte Hornhaut auszudrucken und während einer Operation einzusetzen. Auf diese Weise kann eine maßgeschneiderte Alternative zu Transplantationen geschaffen werden. Hornhautverformungen führen dazu, dass das Sehvermögen stark eingeschränkt ist. Da unsere Gesellschaft immer älter wird, kommt es auch verstärkt zu solchen Hornhauterkrankungen. Das Forscherteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat daher gemeinsam mit den Unternehmen Carl Zeiss Meditec AG und Evonik Healthcare eine Lösung gesucht, und im 3D-Druck gefunden. Ihr Ansatz basiert auf einer maßgeschneiderten Biotinten auf Basis von Stammzellen der Patienten, welche dann durch ein Laser-Verfahren gedruckt werden. „Unser laserbasiertes Verfahren ermöglicht die präzise Platzierung dieser Zellen, um transparente und funktionsfähige Hornhäute mit minimalem Risiko von Abstoßungsreaktionen zu erzeugen,“ sagt Professorin Ute Schepers.

Die Gewinner des Ideenpreis beim Innovationswettbewerb NEULAND des KIT. V.l.n.r. Prof. Thomas Hirth, Prof. Ute Schepers, Lea Franzreb, Eric Pohl, Anna Rösch, Prof. Stefan Bräse, Axel Weisheit (Bild: Sandra Göttisheim, KIT)

BellaSeno eröffnet Zentrum für 3D-Druck in Australien

Das deutsche Startup BellaSeno möchte seine Geschäftstätigkeit ausweiten und hat die Eröffnung eines 3D-Druckzentrums in Australien angekündigt, das sich der Herstellung von 3D-gedruckten Implantaten für den medizinischen Bereich widmen soll. Ziel ist es, bis zu 100.000 3D-gedruckte Gerüste für Brustimplantate zu produzieren. Diese würden resorbierbar sein. Um dies zu erreichen, erklärt BellaSeno, werde man sich auch auf Künstliche Intelligenz und die Finanzierung durch die Regierung des Bundesstaates Queensland stützen. CEO des Unternehmens, Mohit Chhaya, schloss: „Wir freuen uns sehr, dass wir eine nicht verwässernde finanzielle Unterstützung für unsere Aktivitäten in Australien erhalten haben. Wir haben einen ausgeklügelten Ansatz für die berührungslose Fertigung unserer Spitzenprodukte im Bereich der Regeneration von Weich- und Hartgewebe entwickelt. Die Einrichtung dieser neuen, vollautomatischen Anlage wird weltweit einzigartig sein und BellaSeno und Queensland an die Spitze der Entwicklung hochmoderner medizinischer Gerüste bringen.“

Bild: BellaSeno

Massivit schließt erfolgreiche Markteinführung des großformatigen 3D-Druckers Massivit 3000 ab

Erst vor Kurzem haben wir von der Absicht von Massivit gehört, einen neuen, mit Spannung erwarteten großformatigen 3D-Drucker vorzustellen. Jetzt hat das Unternehmen die erfolgreiche Markteinführung des Massivit 3000 auf der größten Druckmesse in Deutschland, der drupa, bekannt gegeben. Das Unternehmen gab bekannt, dass es 15 neue Bestellungen für das Gerät im Wert von jeweils 3 Millionen Dollar erhalten hat. Dies zeigt deutlich den Bedarf an der Hochgeschwindigkeitsproduktion von extrem großen Teilen. Erez Zimmerman, CEO, schloss mit den Worten: „Es war ein Vergnügen, nach einer 8-jährigen Pause wieder auf der drupa auszustellen. Die Messe ermöglichte es dem Unternehmen, einen breit gefächerten Kundenstamm aus der Druck-, Werbe- und globalen Marketingbranche zu erreichen […] Auf der Messe erlebten wir ein großes Interesse, als wir Anwendungsfälle und Anwendungen vorstellten, die mit der Massivit 10000 und Massivit 3000 gedruckt werden können.“

Materialise und ArcelorMittal kollaborieren, um den 3D-Metalldruck zu verbessern

Kommen wir nun in diesen #3DExpress-News zum Metalldruck. Der Softwareanbieter Materialise arbeitet mit ArcelorMittal Powders zusammen, das sich auf die Herstellung hochwertiger Stahlpulver spezialisiert hat, um den 3D-Druck von Metallen zu verbessern. Die Vereinbarung konzentriert sich auf die Integration der nächsten Generation des Bauprozessors von Materialise mit den AdamIQ™-Stahlpulverlösungen von ArcelorMittal. Es wird erwartet, dass die Partnerschaft die additive Fertigung von Metallen durch die richtige Kombination von digitalen Anweisungen und Stahlpulvern optimieren wird. Sie wird nicht nur die Qualität und Produktivität verbessern, sondern auch die Entwicklung neuer Anwendungen und Designs unter Verwendung von Stahl erleichtern. Udo Eberlein, Vice President of Software bei Materialise, sagte, die Zusammenarbeit sei von entscheidender Bedeutung für die Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten der Technologie auf dem Weg in eine Zukunft, in der der 3D-Druck sowohl die individuelle Massenfertigung als auch die Produktion in großem Maßstab ermöglicht.

Nikon SLM Solutions und Howco gehen erweiterte Partnerschaft für 3D-Druck in Luft- und Raumfahrtanwendungen ein

Abschließen stellen wir Ihnen in #3DExpress noch eine Kollaboration zu 3D-Druckanwendungen vor. Howco, ein Verarbeiter von Hochleistungslegierungen und Hersteller von High-Quality-Komponenten, gab kürzlich bekannt, seinen Maschinenpark um zwei weitere 3D-Metalldrucker von Nikon SLM Solutions zu erweitern. Die neuen SLM 280 PS-Systeme tragen dazu bei, hochwertige Teile für die Luft- und Raumfahrt aus der Legierung C 103 herzustellen. Diese Hochleistungslegierung ermöglicht eine hohe Robustheit bei extremen Temperaturen. Des Weiteren erhält Howco im Rahmen dieser erweiterten Partnerschaft die 3-jährigen Exklusivrechte, seine Legierung für nicht-militärische Anwendungen auf den Systemen SLM 280 und SLM 5000 zu verarbeiten. „Die Partnerschaft mit Nikon SLM Solutions hat uns beispiellose technologische Unterstützung verschafft und uns ermöglicht, in neue Märkte jenseits unseres traditionellen Wirkungsbereichs zu expandieren“, sagte Conrad Kao, Director of Additive Manufacturing bei Howco. „Diese fortschrittlichen SLM 280 PS-Systeme ermöglichen es uns, unsere Betriebseffizienz zu steigern und die komplexen Anforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie zu erfüllen.

Bild: Nikon SLM Solutions

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