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#3DExpress: Neues aus der Baubranche und Kursänderungen bei Desktop Metal und Prodways

Am 26. Januar 2024 von Astrid Z. veröffentlicht
#3DExpress

Auch in dieser Woche präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Nachrichten aus der AM Branche kurz und knackig in einem Artikel. Unser neues Format, die Artikelreihe #3DExpress thematisiert fünf News der Woche, die es in die Schlagzeilen geschafft haben. Wir bringen dabei das Wichtigste für Sie auf den Punkt, sodass Sie wissen, was in der Branche der additiven Fertigung vor sich geht. In den heutigen Nachrichten von #3DExpress erfahren Sie, was es in der Bauindustrie Neues gibt und wir informieren Sie über wichtige Kursänderungen zweier Unternehmen, die in der Branche keine Unbekannten sind: Prodways und Desktop Metal. Außerdem präsentieren wir Ihnen Printdur HCT, ein neues, für AM und Spritzguss optimiertes Material von AddUp und SSG.

AddUp und Swiss Steel Group bringen neues Material für AM und Spritzguss auf den Markt

AddUp und Swiss Steel Group haben zusammen ein neues Material auf den Markt gebracht, das für den Spritzguss und Anwendungen in AM optimiert wurde. Ziel war es, eine Verbesserung in den Anwendungen von Spritzguss und in der Effizienz von Formen durch AM zu schaffen und Kundenanforderungen in puncto Qualität und Verarbeitung zu erfüllen. Beim neuen Material Printdur HCT handelt es sich um einen Werkzeugstahl auf Basis von 1.2083 / AISI420. Das Material weist eine hohe Korrosionsbeständigkeit, Härte und Verschleißfestigkeit auf und wurde auch auf die Verwendung in AM zugeschnitten, konkret auf das PBF-Verfahren mit AddUps FormUp 350. Die ersten Ergebnisse zeugen von sehr guter Qualität. Die Aufbaugeschwindigkeit konnte um 50% verbessert werden und eine Materialdichte von beinahe 100% erzielt werden – und das bei niedriger Porosität. Auch die Oberflächen konnten überzeugen und es konnte weitgehend auf Stützstrukturen verzichtet werden, ohne Einbußen in der Qualität zu verzeichnen. Im Spritzguss konnten das Material ebenfalls punkten, da es sehr temperaturresistent ist und nicht an Härte verliert. Printdur HCT wird ohne Nickel und Kobalt hergestellt, was den ökologischen Leitlinien von Swiss Steel Group, diesjährigem Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, entspricht. In den Materialtests hat Printdur HCT die Fertigungsreife-Stufe 3 erzielt. So wird es demnächst für die Produktion von Proof of Concepts eingesetzt.

Bild: AddUp

Desktop Metal kündigt neuen Verkleinerungsplan und Entlassungen an

Nach dem Scheitern der Fusion zwischen Desktop Metal und Stratasys im vergangenen Jahr blieben Fragen über die Zukunft des Unternehmens offen. Dies hat sich in den letzten Monaten durch die jüngste Mitteilung der NYSE über die Nichteinhaltung der Vorschriften noch verstärkt. In dieser Woche hat das Unternehmen jedoch mit der Ankündigung eines Kostensenkungsplans, der jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar vorsieht, erste Schritte unternommen. Ähnlich wie bei früheren Kostensenkungsmaßnahmen von Desktop Metal sind auch hier Entlassungen vorgesehen. Das Unternehmen kündigte an, dass es seine Belegschaft um 20 % reduzieren wird, nachdem zuvor bereits 12 % bzw. 15 % abgebaut wurden. Ric Fulop, CEO und Gründer von Desktop Metal, sagte zu diesem Schritt: „Die heute angekündigten Kostensenkungspläne, zusätzlich zu den im Jahr 2023 realisierten Kostensenkungen in Höhe von 100 Mio. USD, werden uns helfen, angesichts eines schwächeren Nachfrageumfelds einen positiven Cashflow zu generieren. Während unsere Branche eine schwierige Phase durchläuft, hat sich das Engagement von Desktop Metal für seine Vision der Additiven Fertigung 2.0 nicht geändert. Wir haben weiterhin einen positiven Langzeitausblick für diese Branche, die sich auf dem Weg zur Massenproduktion befindet.“

Bild: Desktop Metal

Prodways stellt Verkauf von 3D-Druckern für Schmuck ein

Prodways, der französischer Hersteller von additiven Fertigungslösungen, hat die Entscheidung bekannt gegeben, den Verkauf von 3D-Druckern für Schmuck einzustellen. Dieser strategische Wechsel folgt auf die Ergebnisse des Jahres 2023, in dem diese kleinen Wachs- und Harz-3D-Drucker, die unter der Marke Solidscape verkauft wurden, schwache Verkäufe, geringe Umsätze und erhebliche Betriebsverluste verzeichneten. Mit dieser Entscheidung will Prodways seine Ressourcen umverteilen, um seine hochvolumigen industriellen 3D-Drucklösungen sowie seine Materialien mit hohem Mehrwert zu stärken. Nach Einschätzung des Teams ist das Wachstum in diesem Segment leichter zu aktivieren und wird zu einer höheren Rentabilität führen. Dieser Schritt wird es dem französischen Unternehmen wiederum ermöglichen, seine Position auf dem Markt für additive Fertigung zu stärken.

Bild: Prodways

RIC Technology bringt großformatigen 3D-Druck-Roboter für Bauwesen auf den Markt

RIC Technology, ein auf den robotergestützten und großformatigen 3D-Druck für die Bauindustrie spezialisiertes Unternehmen, hat gerade seinen neuen RIC-M1 PRO Beton-3D-Drucker vorgestellt. Das auf der World of Concrete 2024 vorgestellte Gerät kann nach Angaben des Herstellers die Effizienz steigern und den Arbeitsaufwand beim 3D-Druck im Bauwesen verringern. Wie das? Die Besonderheit des RIC-M1 PRO ist seine geringe Stellfläche und sein modularer Aufbau, der eine Montage überflüssig macht. Dieses Design verspricht, den Transport des Druckers zu vereinfachen, der innerhalb von zwei bis vier Stunden auf der Baustelle einsatzbereit sein kann. Die Maschine bietet ein Druckvolumen von etwa 6,5 x 13 x 4 Metern und kann sowohl mit Zement als auch mit Mörtel drucken. Dank dieser Vielseitigkeit können unterschiedliche Projekte bearbeitet werden: von großflächigen Strukturelementen aus Beton bis hin zu kleinen, detaillierten Projekten mit Mörtel. Darüber hinaus wurde das RIC-M1 PRO automatisiert, um den Arbeitsaufwand zu minimieren, ein Punkt, den der Hersteller aufgrund der erheblichen potenziellen Einsparungen bei den Produktionskosten und der Zeit hervorhebt.

Bild: RIC Technology

3D-Druck in der Baubranche: Neue Marktstudie veröffentlicht

Um an die vorherige Nachricht anzuknüpfen, bleiben wir für diese Meldung von #3DExpress bei der Bauindustrie. Diese Woche veröffentlichte Research and Market eine neue Studie über den Markt für 3D-Druck in der Baubranche. Die Studie prognostiziert, dass der 3D-Baumarkt im Jahr 2030 einen Wert von über 11 Milliarden US-Dollar erreichen wird, was einem jährlichen Wachstum von 44 % im Untersuchungszeitraum entspricht. Im Jahr 2022 betrug der Wert 629 Millionen US-Dollar. Die additive Fertigung im Bauwesen wird also einen regelrechten Boom erleben, was angesichts der verschiedenen Projekte, die in den letzten zwei Jahren entwickelt wurden, kaum verwunderlich ist. Die Technologie bietet nicht zu unterschätzende Vorteile und könnte eine Antwort auf die Wohnungskrise bieten.

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*Titelbildnachweis: Pixabay

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