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3D Systems: adaptierte Veräußerungsstrategie führt zu Umsatzrückgängen

Am 13. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

3D Systems gilt als US-amerikanischer Hersteller von 3D-Druckern, -Materialien und -Scannern als einen der großen Big Player am Markt. Nun wurde auf Basis des zuletzt veröffentlichten Finanzberichts des Unternehmens deutlich, dass 3D Systems das erste Quartal dieses Geschäftsjahres mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen hat. Im Vergleich zum vergangenem Jahr liegt dieser Rückgang bei rund 9%. Die Gründe dafür zeichnen sich anhand unterschiedlicher Faktoren ab, aber auch die gesamte Unternehmensstrategie betreffend Übernahmen und Veräußerungen spielte hierbei eine große Rolle.

3D Systems agiert als bedeutsamer Konzern und trägt einen großen Mehrwert zur Weiterentwicklung von Technologien, Materialien und Softwares der additiven Fertigung bei. Von dessen Innovationen profitieren eine Unmenge an Branchen wie beispielsweise die Automobil– und Bahnindustrie, der Luft- und Raumfahrtssektor oder auch das Bildungswesen. Trotz dieser großen Entwicklungen verzeichnet das Unternehmen nun aber einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Millionen USD. Konnte das Unternehmen im ersten Quartal des vergangenem Jahres 2021 noch einen Umsatz von 146,1 Millionen USD erzielen, lag dieser Wert jetzt gerade einmal bei 133 Millionen USD. Betrachtet man allerdings die Umstände, die zu diesem Rückgang geführt haben, zeigt es eine äußerst spannende Strategie des 3D-Druckriesens.

3D Systems wurde im Jahr 1986 in den USA gegründet (Bild: 3D Systems)

3D Systems veräußerte On-Demand-Produktion, Simbionix und Cimatron

Ein wichtiger Meilenstein, der zu dem veränderten finanziellen Geschäft von 3D Systems führte, ist die adaptierte Veräußerungs- und Fusionsstrategie. Konkret ging es hierbei um den Verkauf von On-Demand Produktion, Simbionix wie auch Cimatron; hingegen kaufte man sämtliche Unternehmen wie beispielsweise Kumovis, Titan Robotics und Allevi – um nur einige zu nennen. Demnach geht aus dem Finanzbericht hervor, dass 3D Systems, die erst vor kurzer Zeit ihren On-Demand-Teil verkauft haben, einen Umsatzrückgang von 38,1 % erlitten. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das vom vergangenem Jahr von 52,5 Millionen USD auf 32,5 Millionen USD im diesjährigen ersten Quartal.

Was hingegen erfreulich für das US-amerikanische 3D-Druckunternehmen ist, ist die Tatsache, dass man einen Zuwachs der Produktionsumsätze verzeichnen konnte. Insgesamt ist dieser um ganze 7 Millionen USD angestiegen. Der Grund dafür ist laut eigenen Unternehmensangaben die höhere Akzeptanz des Angebots in den „Produktionsumgebungen“.

Mit dem neuen Fokus auf die Unternehmensbereiche Industrie und Gesundheitswesen gibt der CEO von 3D Systems, Dr. Jeffrey Graves, folgende Stellungnahme dazu ab: „Da unsere Organisation nun vollständig auf unsere beiden Geschäftsbereiche ausgerichtet ist, konzentrieren wir uns darauf, das stärkste und vollständigste Portfolio an additiven Fertigungstechnologien anzubieten, das mit den sachkundigsten und kreativsten Ingenieurteams zusammengebracht wird“, fügt Graves hinzu. „Die Effektivität dieses Ansatzes, mit dem wir uns in unserer Branche differenzieren, zeigte sich im ersten Quartal mit einem um Veräußerungen bereinigten Umsatzwachstum von 10 % in unseren Kerngeschäften.“

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*Titelbildnachweis: 3D Systems

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