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3D-gedrucktes Mittelohrtransplantat lässt Patienten wieder hören

Auf 6. Mai 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
mittelohrtransplantat

Eine Gruppe von Forschern aus Südafrika schloss eine bahnbrechende Operation mit dem Einsatz von 3D-Drucktechnologien erfolgreich ab. Tatsächlich stellt es einen großen Fortschritt für die Medizin dar, da es das erste Mal ist, dass ein Mittelohrtransplantat eingesetzt wurde. Darüber hinaus könnte der Erfolg dieser Operation eine langfristig tragfähige Lösung für Hörverlust durch Schallleitungsstörung darstellen. Das Verfahren wurde mittels 3D-Druck durchgeführt, um die gebrochenen Knochen des Mittelohrs des Patienten zu rekonstruieren. Die Forscher erklärten, dass diese Operation das Potenzial hat, an Patienten jeden Alters durchgeführt zu werden, auch an Neugeborenen.

Der Patient war 35 Jahre alt und hatte sein Gehör durch einen Autounfall verloren, da das Innere seines Ohres beschädigt wurde. Professor Mashudu Tshifularo, der Teil der Forschergruppe war, die die Operation durchführte, erklärt: „Indem man nur die Gehörknöchelchen ersetzt, die nicht richtig funktionieren, birgt das Verfahren deutlich weniger Risiko als bekannte Prothesen und die damit verbundenen chirurgischen Eingriffe. Für dieses Verfahren werden wir Titan verwenden, das biokompatibel ist. Wir verwenden ein Endoskop, um die Transplantation durchzuführen, so dass das Mittelohrtransplantat schnell und mit minimaler Narbenbildung durchgeführt werden kann.

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Bildnachweis: Capetown Etc

Professor Mashudu Tshifularo beschäftigt sich seit einem Jahrzehnt mit Hörverlust durch Schallleitungsstörung, in den letzten zwei Jahren hat er sich mit dem Einsatz von 3D-Technologien beschäftigt, um geschädigte Bereiche des Ohres zu scannen und wieder zu rekonstruieren. Während Hörverlust ein natürlicher Teil des Alterns ist – das Hörvermögen beginnt ab dem Alter von 30-40 Jahren zu sinken – kann er auch als Folge von Krankheiten, Infektionen, körperlichen Schäden oder Vererbungen auftreten. Daher könnte dieses neue Verfahren das ändern, was in vielen Fällen als permanenter Hörverlust angesehen wurde: „Die 3D-Technologie ermöglicht es uns, Dinge zu tun, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir es könnten. Aber ich brauchte Sponsoren und Geld für diese Erfindung, um hiermit zu starten

Nach der Operation erhält der Patient sein Gehör wieder. Das südafrikanische Gesundheitsministerium bittet um Unterstützung durch Entwicklungspartner und Geber. Minister Motsoaledi erklärte: „Als Gesundheitsministerium werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um Ressourcen zu unterstützen und zu mobilisieren, um sicherzustellen, dass Prof. Tshifularo alle Hilfe erhält, die er für diese weitreichende Innovation benötigt.“

Weitere Informationen zu Kapstadt Ect finden Sie HIER.

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