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Das größte SLA-Projekt von Materialise: 3D gedrucktes Mammut

Auf 7. August 2018 von Jacqueline O. veröffentlicht
3D gedrucktes Mammut

Insgesamt 320 Knochen werden von dem Unternehme Materialise durch 3D-Technologien gedruckt, um die erste, lebensgroße Rekonstruktion eines Mammut-Skeletts zu erstellen.

Die Rekonstruktion stellte für die Materialise-Ingenieure eine große Herausforderung dar. Sie hatten eine enge Frist und hinzu kamen diverse Ungenauigkeiten des Originals. Hier fehlte zum Beispiel der linke Stoßzahn und der Oberkiefer war etwas gebrochen. Mithilfe einer Software wurde hierfür die Gegenseite gespiegelt und für die Rekonstruktion der anderen Seite genutzt. Weiterhin hatte man beim Fund des Originals den Schwanz noch viel länger angenommen, ähnlich dem eines Elefanten. Dies wurde innerhalb der 150 Jahre widerlegt und wird nun angepasst.

Der modernisierte Mammut ist dementsprechend deutlich präziser als das Original.

Gedruckt werden alle 320 Knochen des Mammuts

Das Mammutskelett wurde zunächst gescannt und musste anschließend mithilfe der Materialise Magics-Software bereinigt werden. Das 3D-Modell wurde dann digital rekonstruiert, um eine maximale anatomische Genauigkeiten zu erreichen und für den Druck vorbereitet.

Nach dem tatsächlichen Druck wird das Ergebnis noch veredelt, bevor es auf mit der Innenstruktur befestigt wird. Diese Innenbefestigungsstruktur besteht aus Kohlenstoff und ist quasi unsichtbar. Sie soll direkt in den Kunststoffknochen integriert werden, weswegen bereits in der digitalen Phase klar sein muss, wie die Halterung in die Struktur der Knochen eingearbeitet werden kann. Demensprechend werden dort bereits Ein- und Austrittslöcher geplant.

3D gedrucktes Mammut

Innenbefestigungsstruktur aus Kohlenstoff

Gedruckt wird das ganze auf neun der Mammut Stereolithografie-Drucker. Diese Drucker besitzen nicht nur einen sehr passenden Namen für das Vorhaben, sie wurden auch speziell für Projekte entwickelt, welche solch große Druckerkapazitäten erfordern. Insgesamt fassen diese Drucker ein Druckbettmaß von 220x70x80.

Länger als einen Monat dauerte der Druck. Danach konnte mit einer Kombination aus verschiedenen Farben, Texturen und Lacken das 3D gedruckte Mammut lackiert werden, sodass es größtmöglich dem Original ähnelt.

3D gedrucktes Mammut

Einer der 320 3D-gedruckten Mammutknochen

Das Original ist seit 1869 im Institut für Naturwissenschaften in Brüssel aufgestellt. Die 3D-gedruckte Replikation des Mammuts soll nun im Oktober an seinen Fundort in Lier zurückkehren und wird dort ausgestellt.

Die Rekonstruktion des Mammuts ist nicht das erste archäologische Projekt von Materialise

Mit ihren 25 Jahren Erfahrung sind sie keinesfalls unbekannt im archäologischen Gebiet. Bereits König Tutanchamun und Ötzi die Eismumie wurden von dem Unternehmen rekonstruiert.

Allgemein zeigt sich, dass der 3D-Druck in der Paläontologie immer nützlicher wird. Bereits 2015 wurde eine Nachbildung eines dreidimensionalen Mammuts zu Ausstellungszwecken genutzt, aber es bietet mehr, als nur Möglichkeiten der Darstellung. Fossilien können untersucht werden, ohne dass das Original beschädigt wird und Forscher weltweit können nur mit einem 3D-Scan zur selben Zeit an einer virtuellen Rekonstruktion des selben Objektes arbeiten.

Mehr Informationen zu Materialise und ihren Projekten finden Sie auf der offiziellen Website.

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