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3D-gedrucktes Gebärmutterimplantat soll HPV verhindern

Auf 29. Mai 2020 von Sandra S. veröffentlicht

In einer neuen Studie von Forschern der Tsinghua-Universität in Peking wurde ein 3D-gedrucktes Gebärmutterhalsimplantat entwickelt, das in der Lage sein soll, Proteine freitzusetzen. Diese Forschung soll Menschen helfen, die Gebärmutterhalskrebs, ausgelöst durch das Humane Papillomavirus (HPV), haben. Derzeit sind 91% der Gebärmutterhalskrebserkrankungen auf HPV zurückzuführen. Diese Erkrankung hat eine hohe Sterblichkeitsrate. In der Studie wird erklärt, dass die Gebärmutterhalsgewebeentfernung weithin der gängigste Eingriff gegen Gebärmutterhalskrebs ist. Gewebedefekte und hohe Rückfallraten haben jedoch erhebliche negative Auswirkungen auf die geistige und körperliche Gesundheit der Frauen. Das 3D-gedruckte Gebärmutterimplantant könnte in Zukunft Alternative zur Gewebeentfernung darstellen.

Im Laufe der Jahre wurden 3D-Drucktechnologien im medizinischen Bereich eingesetzt, um biomedizinische Geräte herzustellen, die an jede Patientin angepasst sind, insbesondere dank der gegebenen Designfreiheit. Kürzlich haben wir Ihnen von 3D-gedruckten Implantaten berichtet, die zum Beispiel das Knochenwachstum fördern könnten. Startups wie Particle3D oder FossilLabs haben gezeigt, was diese medizinisch hochwertigen Implantate für Patienten leisten können.

3D-gedrucktes Gebärmutterimplantat in Petrischale

Die Forscher an der Tsinghua-Universität haben ein 3D-gedrucktes Gebärmutterimplantat entwickelt, das personalisiert werden kann und über eine Wirkstoffabgabefunktion verfügen soll. Das Implantat wurde unter Verwendung von Polyurethan durch LDM (aus dem Englischen: low-temperature deposition manufacturing) – eine Technik zur Herstellung von biotechnologisch Gewebe – dreidimensional mit Polyurethan (PU) gedruckt und durch Lyophilisierung (Gefriertrocknung) nachbearbeitet. Zusätzlich wurde HPV-Antikörper in die poröse Struktur eingelagert.

Die Forscher erklären, dass die Eigenschaften des Implantates mit physiologischem Gebärmutterhalsgewebe vergleichbar seien und dass Untersuchungen zur Zytotoxizität und Zytokompatibilität darauf hindeuteten, dass es die Zellenhaftung und das Zellwachstum unterstütze. Angestrebt war die Schaffung eines 3D-gedruckten Gebärmutterimplantats mit physiologischem Eigenschaften, das dem menschlichen Gewebe gleicht und die kontrollierte Freisetzung von HPV Antikörpern ermöglicht.

Vergrößerte Aufnahme des 3D-gedruckten Gebärmutterimplantates

Weitere Informationen zu der Studie rund um die 3D-gedruckten Gebärmutterimplantate finden Sie hier. Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf LinkedIN und auf Youtube zu finden!

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