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3D-gedruckter Aufzug von MX3D und Schindler

Auf 26. Oktober 2021 von Regina P. veröffentlicht

Was im Jahr 1857 im im New Yorker Haughwout-Warenhaus begann, ist heute aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: die Rede ist vom Personenaufzug. Dabei stellen wir jedoch fest, dass obwohl wir uns beinahe täglich in einem befinden, dieser nur selten einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Zwar gibt es in einigen Hochhäusern oder Hotel Lobbies schon ausgefallene Fahrstühle, die mit transparentem Boden oder Goldverzierungen ins Auge stechen, diese zählen aber zu den Ausnahmen. Deshalb will das Schweizer Unternehmen Schindler, bekannt als einer der führenden Hersteller von Aufzügen, gemeinsam in einem Vorhaben mit MX3D, dem Unternehmen das in Amsterdam eine 3D-gedruckte Brücke aus Metall installiert hat, den Aufzug zum Blickfänger werden lassen. Gelingen soll dies mit der Integration eines künstlerischen Elements innerhalb der Aufzugskabine, hergestellt mit Hilfe des Metall 3D-Drucks. Wir wollten wissen, was es mit dem Projekt auf sich hat und was sich die beiden Unternehmen von der Zusammenarbeit versprechen. 

MX3D ist ein Anbieter additiver Fertigungslösungen aus den Niederlanden mit dem Ziel, die Vorteile des 3D-Metalldrucks in neuen Branchen zu etablieren. MX3D ist daher bestrebt, intelligente, robuste und einfach zu bedienende Robotertechnologien für die additive Fertigung anzubieten, die es dem Industriepartner ermöglicht, große Objekte aus Metall im Einsatz von WAAM (DED) in 3D zu drucken. Zu diesen Partnern zählt auch Schindler. Seit 1874 ist  der Hersteller von Aufzügen und Fahrtreppen im Geschäft und befördert täglich eineinhalb Milliarden Menschen. 

Weil Stillstand der Unternehmensphilosophie widersprechen würde, setzt das Unternehmen nun auf den Einsatz der additiven Fertigung. Mit Hilfe der Technologie verspricht sich das Unternehmen nicht nur, kreative Designs im Innenraum der Fahrerkabinen zu verwirklichen, sondern sieht auch Potenzial zur Reduzierung von Material, was dafür sorgt, dass der Aufzug weniger Gewicht hat. Und das führt unweigerlich zu einem weiteren positiven Aspekt: weniger Energieverbrauch. 

Vorhaben vereint Ästhetik mit Topologieoptimierung

Beim gemeinsamen Vorhaben mit MX3D erinnert das Innenleben der Schindler-Aufzugskabine an filigrane blattlose Äste. Ein Design, das so nur im 3D-Druck hergestellt werden kann. Neben der Ästhetik widmet sich das Projekt aber auch der Topologieoptimierung, wodurch das bestmögliche Design erzielt werden soll: „Im Grunde betrachtet man ein Objekt und sieht, dass viel davon überflüssiges Material ist“, erklärt Gijs van der Velden, CEO von MX3D. „Die Idee ist, das Objekt auf das Wesentliche zu reduzieren.“ Das Vorhaben der beiden Unternehmen zählt außerdem zu den 35 Finalisten des Purmundus Contest der Cirp GmbH, wobei der Sieger im Rahmen der Formnext 2021 gekürt wird. Unter dem Motto „Innovation in Progress“ zeigen die Finalisten, wie Innovation zu einer systematischen Kunst werden kann, um einen fließenden Übergang vom Prototyping zur Serienproduktion mittels 3D-Druck zu ermöglichen. 

Wir sind gespannt, ob ein 3D-gedruckter Aufzug das Potenzial für den Sieg haben wird. Was denken Sie? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf Facebook, Twitter LinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

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