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3D gedruckte Waffen können sich immer weiter ausbreiten

Auf 24. Mai 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
3d gedruckte waffen

Dies ist ein irritierendes Thema für Branchenexperten und Freunde des 3D-Drucks, aber die Debatte über 3D gedruckte Waffen wurde kürzlich vom britischen Magazin Wired UK wieder zum Gesprächsthema. Das Magazin beschreibt den Einsatz eines neuen dezentralen Netzwerks von Verteidigern dieser Waffen in den USA, die versuchen, ihren Einsatz der Masse zugänglich zu machen. Es scheint, dass dieses Netzwerk diesmal weder einen Anführer noch eine Zentrale hat, was es der US-Regierung unmöglich macht, es zu identifizieren. Jedoch ist der Deckname ihres Sprechers, Iwan the Troll, bekannt, der in einem Interview mit Wired UK sagte, dass angeblich Tausende von ihnen diese Bewegung unterstützten.

Im vergangenen Sommer führte die Legalisierung von 3D-gedruckten Waffen in den USA zu einer beispiellosen Kontroverse weltweit. Der Rechtsstreit begann bereits 2013. Dieses Gesetz, erlaubt es, 3D-Dateien verschiedener Waffen online zu stellen, so dass jeder sie direkt zu Hause drucken kann. Eine stark kritisierte Entscheidung, die sogar mehrere Aktionen zur Sensibilisierungzu dem Thema ausgelöst hatte, wie die von Dagoma, the Harmless Weapons.

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Laut Sprecher Ivan The Troll wächst eine unterirdische Welle von Menschen, die Waffen in 3D drucken – er sagt, dass es sich um mindestens 100 Menschen handelt, die die Technologie aktiv für diesen speziellen Zweck nutzen, wobei wohl Tausende auf der ganzen Welt dazu beitragen. Dieses Netzwerk kommuniziert über die Nachrichtendienste Signal, Twitter, IRC und Discord und tauscht Dateien zu Schusswaffen sowie Tipps und Tricks für verschiedene Projekte aus. Anscheinend hat die Mehrheit der Befürworter von 3D-gedruckten Waffen, auch die gleichen politischen Ansichten über die Kontrolle von Schusswaffen. Zum Beispiel hat Ivan The Troll mehrere Videos gedreht, in denen man die Waffen sehen kann, die er in seiner Garage geschaffen hat, mit Botschaften wie „Anyone can make it“ oder „Live free or die“, erklärt das britische Magazin.

Im Februar letzten Jahres beschlossen Ivan und seine Anhänger, eine Gruppe namens „Deterrence Dispensed“ zu gründen, eine Referenz auf Cody Wilson’s Defense Distributed, dem Unternehmen, das hinter dem Rechtsstreit über 3D-gedruckte Waffen steht. Diese neue Gruppe hat ihre eigenen Designs von 3D-Druckwaffen entwickelt. Iwan the Troll sagte: „Selbst wenn es eine Regierung gäbe, die mir sagt, dass ich das nicht tun könnte, denke ich, dass ich es trotzdem tun würde. Manche Leute bekommen einen Kick bei Videospielen, ich verbringe gerne Stunden damit, Sachen auf CAD zu zeichnen.“ Aber das Problem dabei ist, dass er nicht nur modelliert: Er teilt 3D-Dateien von funktionalen Schusswaffen. Freizeit wird gefährlich. Eine Gefahr, die von Ivan und anderen radikalen Gruppen gleicher Art nicht als solche wahrgenommen wird – er hält sich für einen einfachen Enthusiasten, der sich entschieden hat, den falschen Weg zu gehen.

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Die Liberator, die erste 3D-gedruckte Waffe. Bildnachweis: Justin Pickard/Flickr/CC-By-2.0

Ivan verteidigt seine Handlungen damit, dass sich die Amerikaner gegen Polizisten verteidigen müssten, die „deinen Arsch ohne besonderen Grund in die Luft jagen„. Er fährt fort: „Du musst nicht einmal eine Bedrohung für sie darstellen. Ein Polizist kann dich töten und damit davonkommen, nur weil er es wirklich tun wollte. Du solltest in der Lage sein, die gleiche Rechtskraft zu besitzen, mit der die Polizei dich kontrolliert.“ Ivan beruft sich auf die ersten und zweiten Amendments der amerikanischen Verfassung, nämlich die Meinungsfreiheit und das Recht, Waffen zu tragen.

Die Realität ist daher laut Wired UK sehr beunruhigend: Diese Gruppen, die leidenschaftlich an Schusswaffen interessiert sind, werden alles tun, um die entsprechenden 3D-Dateien zu perfektionieren und zu teilen und so einen stärkeren Einsatz dieser Waffen in der Gesellschaft zu fördern. Wir hoffen, dass die US-Regierung eine Lösung finden kann, um diese Bewegung zu stoppen und den Austausch dieser Dateien schnell zu verhindern, auch wenn es schon zu spät scheint…. Sie finden das ursprüngliche Interview von Ivan the Troll HIER.

*Bildnachweise Beitragsbild: Robert MacPherson/AFP/Getty

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