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3D gedruckter Revolver am Flughafen beschlagnahmt

Auf 12. August 2016 von Alexander H. veröffentlicht

Die Additive Manufacturing – Technologie (AM) veränderte die Denkweise im produzierenden Gewerbe. Man spricht sogar von einer Revolution und einer Befreiung. Ob Ersatzteile, Spielzeuge, Gasturbinen, Essen ja sogar Häuser – so gut wie alles kann gedruckt werden oder wird in Zukunft druckbar sein. Aber wie jede technische Neuheit, bringt auch der 3D-Druck Kontroversen mit sich.

Vorlage für Pistole im Internet frei downloadbar

Als Cody Wilson im Jahre 2013 den „Liberator“ vorstellte und die Vorlage zum Drucken online stellte, wurde damit die Büchse der Pandora geöffnet. Über Nacht wurde seine Datei, mit der man seine eigene Handfeuerwaffe herstellen kann Millionenfach auf Thingiverse heruntergeladen. Jeder, der nun einen eigenen 3D-Drucker hatte, konnte seine tödliche Waffe aus Plastik herstellen. Mittlerweile ist der Download-Link wieder verschwunden. Aber das Internet vergisst ja bekanntlich nie….

Der Hype um Wilson hat mittlerweile abgebaut und man hat zum Glück noch über keine tödlichen Vorfälle mit einer 3D-gedruckten Waffe gehört. Auch wenn immer weniger von ihm zu hören ist, bleibt sein Vermächtnis bestehen, so wie der folgende Fall bestätigt.

3D gedruckte Waffe

Außer dem Schlagbolzen (Nagel) und einem kleinen Lauf besteht der „Liberator“ vollständig aus Kunststoff.

Am Flughafen von Reno-Tahoe in den USA wurde vor Kurzem ein 3D-gedruckter Revolver samt scharfer Munition konfisziert. Bei der Waffe handelte es sich um einen Nachbau einer „Pug 22 Mag“. Der Besitzer der Waffe hatte jedoch nie vorgehabt sie abzufeuern. In der Tat fehlte ihr der Abzug. Zusätzlich ist es fraglich, ob eine dermaßen kleine Handtaschenwaffe mit scharfer Munition kompatibel sei und sie nicht bei der ersten Benutzung zerstören würde oder schlimmeres.

 

3D gedruckte Waffe

Die 3D gedruckte Waffe des Typs „Liberator“

Keine staatliche Regulierung für 3D gedruckte Waffen

Die ohnehin lockeren Waffengesetze in den USA haben noch keine einheitliche Regulierung für die 3D-gedruckte Waffen gefunden. Der Besitzer der Pug 22 stand lediglich vor der Entscheidung die Waffe miteinzuchecken und damit behalten zu können, oder sie zurückzulassen. Er lies sie zurück und stieg in den Flug ohne seine Waffe. So landete sie in der Aufbewahrungskammer neben den 68 anderen in dieser Woche gefunden (echten) Handfeuerwaffen.

Auch wenn es sich hierbei nur um einen technischen Fehlalarm handelte, zeigt der Vorfall, dass Waffen immer noch gedruckt werden.

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