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3D-gedruckte Trophäe für Eurovision Song Contest zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

Auf 21. Mai 2021 von Isabell I. veröffentlicht
Eurovision

Der Eurovision Song Contest findet bereits seit 1956 jedes Jahr aufs Neue statt und ist wahrscheinlich fast jedem bekannt. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, an dem verschiedene Künstler und Interpreten teilnehmen, die jeweils ihr Heimatland repräsentieren. Anlässlich der Veranstaltung, die dieses Jahr in den Niederlanden stattfindet, wurde an einem der Hauptstandorte in Rotterdam eine riesige 3D-gedruckte Trophäe aus recyceltem PET erstellt. Das Ziel? Die Förderung der Kreislaufwirtschaft durch die Wiederverwendung von Abfällen, um diese in nützliche Materialien für die Herstellung von Zero-Waste-Teilen umzuwandeln. Dafür wurde auf die additive Fertigung zurückgegriffen, da es sich dabei um eine Produktionsmethode handelt, bei der kein Abfall entsteht.

Zweifelsohne gilt die Niederlande, das heurige Gastgeberland, als grünes Land, weshalb auch Rotterdam als zweit größte niederländische Stadt einen nachhaltigen ökologischen Fußabdruck ausstrahlt. Diesen wollte man den Zuschauern durch die Kreation dieser 3D-Trophäe widerspiegeln. Mit dem Slogan „Open to the Future“ ist Rotterdam auf dem Weg zu einer abfallfreien Gesellschaft. Tatsächlich ist die Wirtschaft der Niederlande zu 24,5 % zirkulär, was ungefähr dreimal so hoch wie die globale Rate von 8,6 % ist. Rotterdam sticht hierbei besonders heraus: Denn dort befindet sich die BlueCity, ein Zentrum für Circular Economy, das zu 90 % aus Re-Use-Baumaterialien errichtet wurde.

Eurovision

Für die Herstellung der 3D-gedruckten Eurovision-Trophäe wurde ein recyceltes Material auf PET-Basis entwickelt. Der Unternehmer Wesley dos Santos, Gründer der Firma iKapitein, entschied sich dazu, mit einem elektrischen Öko-Boot mit eingebautem Müllsammelsystem, das während der Fahrt Plastik aus dem Wasser absaugt, durch die Gewässer von Rotterdam zu segeln. Nachdem dieser Abfall gesammelt wurde, wurde er in 3D-Druckmaterial umgewandelt, mit dem die Firma Royal3D das Modell erstellen konnte. Dieses recycelte Material ist die Basis der Skulptur und ist komplett wiederverwendbar, auch wenn es z. B. einen Fehler beim Druckvorgang gab.

Die Entwicklung des Modells wurde mit dem von CEAD für Royal3D gebauten CFAM 3D-Drucker durchgeführt. Die Abkürzung steht hierbei für Continuous Fiber Additive Manufacturing, was bedeutet, dass der Druckprozess kontinuierlich eine Faser (in diesem Fall Glas) in das Druckmaterial einbringt. Das Ergebnis sind wesentlich stärkere, steifere und damit langlebigere Teile. Nach dem Eurovision Song Contest wird die 3D-gedruckte Trophäe versteigert und der Erlös geht an die Firma RanMarine, die sich für die Verbesserung der Ozeane einsetzt, indem sie diese von Plastik und Müll befreien. Mehr über die 3D-gedruckte Trophäe erfahren Sie hier.

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