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Die erste 3D-gedruckte Schule öffnet ihre Türen

Auf 2. Juli 2021 von Isabell I. veröffentlicht
3D-gedruckte Schule

In der ersten 3D-gedruckten Schule der Welt hat der Unterricht begonnen. Die Schule in Malawi wurde von 14Trees, einem Joint Venture zwischen Holcim und der britischen CDC Group, mit einem BOD2-Drucker des dänischen 3D-Bauroboterherstellers COBOD gebaut. Die innovative Anwendung der 3D-Drucktechnologie führte zu einer Reduzierung der Kosten, der Zeit und der Materialien, die traditionell beim Bau von Schulen und Wohnhäusern eingesetzt werden. Darüber hinaus war der ökologische Fußabdruck des Baus um mehr als 50 % geringer als bei traditionellen Bauverfahren. „Ich bin sehr beeindruckt von dem neuen Gebäude – seine Langlebigkeit und sein Design bieten Raum und Einrichtung, die den Schülern vorher nicht zur Verfügung standen. Diese Schule wird nicht nur mehr neue Schüler anziehen, sondern auch ehemalige Schüler, welche zur Ausbildung zurückkehren„, sagt Juliana Kuphanga Chikandila, Beraterin für Grundschulbildung, in Vertretung des Direktors für Bildung, Jugend und Sport in Malawi.

Im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die sich mit den globalen Herausforderungen der Menschheit wie Armut, Ungleichheit, Klimawandel und Umweltzerstörung befassen, wurde die Schule mit dem Ziel gebaut, die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und Schulen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu beschleunigen. Letztendlich unterstreicht diese 3D-gedruckte Schule das Potenzial von 3D-Druck-Anwendungen für die Bildungsinfrastruktur auf der ganzen Welt. Außerdem bringt die neue Technologie Chancen, Menschen vor Ort als 3D-Maschinenbediener und Spezialisten auszubilden, sodass auf diese Weise auch hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Malawian school children

Das Unternehmen 14Trees konnte die erste 3D-gedruckte Schule bauen. (Bildnachweis: Bennie Khanyizira/LafargeHolcim)

3D-Druck im Bauwesen

Es gibt verschiedene Arten von 3D-Druckern, die beim Bau von Gebäuden eingesetzt werden, wie z. B. polare Maschinen, auf Portalen montierte Drucker und mobile Roboter. Diese Maschinen haben die Fähigkeit, Beton zu extrudieren, der zum Bau verschiedener Strukturen verwendet werden kann. Darüber hinaus ermöglichen 3D-Drucker den Zugang zu Bereichen, die für herkömmliche Maschinen oder Personal schwierig oder gefährlich zu erreichen sind. Das Schulgebäude in Malawi, das eine Gesamtfläche von 56 m2 besitzt, wurde mit einem BOD2 Modell 4-4-2 von COBOD gebaut, das in der Lage ist, Betonstrukturen bis zu einer Länge und Breite von 10 Metern und einer Höhe von 3 Metern zu drucken. Der BOD2-Drucker von COBOD wurde neben dem Bau dieser Schule auch für den Bau des ersten 3D-gedruckten Betonturms für Windkraftanlagen von GE sowie für mehrere 3D-gedruckte Gebäude in den USA, Indien und in ganz Europa eingesetzt.

Nach einer Schätzung von UNICEF fehlen in Malawi 36.000 Klassenzimmer, deren Bau mit traditionellen Methoden 70 Jahre dauern würde. 14Trees schätzt jedoch, dass diese Infrastrukturlücke mithilfe des 3D-Drucks in nur zehn Jahren geschlossen werden könnte. „Jetzt, da wir das Konzept in Malawi bewiesen haben, freuen wir uns darauf, diese Technologie in der gesamten Region zu verbreiten, mit Projekten, die bereits in Kenia und Simbabwe geplant sind„, sagt Miljan Gutovic, Leiter der Region Europa, Naher Osten und Afrika bei der Holcim Group. Hier erhalten Sie mehr Informationen zu der ersten 3D-gedruckten Schule.

Der Unterricht in der 3D-gedruckten Schule konnte bereits begonnen werden. (Bildnachweis: Bennie Khanyizira/LafargeHolcim)

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*Titelbildnachweis: Bennie Khanyizira/COBOD

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