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3D-gedruckte Rückenpads für Rucksäcke von Jack Wolfskin

Am 3. Juni 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Ob Sportschuhe, Autositze oder Möbelstücke – das deutsche Unternehmen OECHSLER hat bei so manch innovativen Produkten dank seines Wissens rund um die additive Fertigung seine Finger im Spiel. Es ist daher wenig verwundernd, dass das in Ansbach ansässige Unternehmen, welches inzwischen ungefähr rund 1.3 Millionen 3D-gedruckte Teile pro Jahr anfertigt, auch in Sachen Wanderrucksäcken keinen Halt macht. In diesem Fall hat man sich gemeinsam mit dem langjährigen Partner Carbon für das Rucksackmodell „3D Aerorise 40“ sowie für die gesamte „Aerorise“-Rucksackeserie von Jack Wolfskin eine additive Lösung für die Rückenpolster einfallen lassen. Das gemeinsame Ziel der Unternehmen war es in diesem Fall, Pads zu entwickeln, die für die angrenzenden Körperzonen optimiert sind und neue Dimensionen in Sachen Ergonomie und Tragekomfort bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion bieten.

Bereits im Februar diesen Jahres hat OECHSLER gemeinsam mit dem Rucksackhersteller Vaude einen komplett recycelbaren Rucksack hergestellt. Nun produziert man bei OECHSLER unter der Verwendung der 3D-Drucktechnologie von Carbon insgesamt vier Rückenpads, die dem Träger des Rucksacks etliche Vorteile bieten sollen. Da die Partnerschaft zwischen OECHSLER und Carbon bereits seit 2016 erfolgreich verläuft, kann nun auch Jack Wolfskin von dieser langjährigen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen profitieren, denn die Rückenpolster werden bereits in Großserien produziert.

Der Jack Wolfskin Rucksack mit 3D-gedruckten Rückenpads von OECHSLER und Carbon (Bild: OECHSLER)

Gewichtsreduktion und weitere Vorteile bei Jack Wolfskin Rucksäcken

Dank DLS-Druckverfahren, hochwertigen Kunstharz und modernster Hardware sorgt dieses Zusammenspiel für optimale Rückenpads, die durch die Herstellung mittels additiver Fertigung traditionelle Polsterungen aus Schaumstoff mit ihrer offenen Gitterstruktur – auch Lattice genannt – ersetzen. Dieses Gitternetz besteht aus tausenden von stabförmigen und elastischen Verbindungen, welche über unterschiedliche vertikaler und horizontaler Festigkeiten verfügen. Dies bringt den enormen Vorteil, dass dadurch sowohl weiche, wie aber auch feste Strukturen hergestellt werden können, die sowohl Komfort, aber auch Stabilität für den Träger des Jack Wolfskins Rucksack bieten. Auch die Gewichtsreduzierung, eine verbesserte Belüftung und einer dementsprechenden Temperaturreduzierung von bis zu 5 Grad kann dank der additiven Fertigung erreicht werden – dies wäre mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nicht möglich gewesen.

Matthias Weißkopf, General Manager von OECHSLER Motion und Senior Vice President Global Product & Technology Development, ist sich des Mehrwerts der additiven Fertigung bewusst und ist begeistert von den Möglichkeiten: „Wir freuen uns, dass wir Jack Wolfskin bei der Entwicklung der Rucksackserie ‚Aerorise‘ unterstützen durften. Mit unserem Know-how in der additiven Fertigung ist es uns gemeinsam gelungen, die Produkteigenschaften des Rucksacks zum Nutzen der Kunden erheblich zu verbessern. Die additive Fertigung wird die Gestaltungs- und Produktentwicklung von Outdoor-Ausrüstung und Sportartikeln in den kommenden Jahren maßgeblich verändern. Wir sehen in diesen Bereichen erhebliches Wachstumspotenzial für die Entwicklung und Serienfertigung im 3D-Druck.“ 

Auch bei Jack Wolfskin ist man sich einig, dass die additive Fertigung erhebliche Vorteile bringt: „Komfort, Lastenkontrolle und Belüftung sind langjährige Herausforderungen im Rucksackdesign. Die in unseren Aerorise-Rucksäcken vorgestellte Technologie ist erst seit kurzem verfügbar und wegweisend für die Branche. Das Design ist aus technischer Sicht wirklich beeindruckend und bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern einen bemerkenswerten Unterschied machen und die Branche einen Schritt nach vorne bringen können“, so Magdalen Hamel, Category Manager Equipment bei Jack Wolfskin.

Werden Sie sich persönlich von den Verbesserungen des Jack Wolfskin Rucksacks dank additiver Fertigung überzeugen? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie uns Ihre Meinung auf Facebook, Twitter LinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

*Titelbildnachweis: OECHSLER

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