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Prinzip von LEGO-Steinen wird für nachhaltiges 3D-Bauprojekt genutzt

Auf 30. April 2021 von Isabell I. veröffentlicht
LEGO 3D

An der Brunel University in London arbeitet ein Forscherteam derzeit an dem Projekt DigiMat, das die Wiederverwendung von Abfällen aus dem Bausektor als 3D-Druckmaterial zum Ziel hat. Sie hoffen, die Umweltauswirkungen von Beton zu reduzieren und gleichzeitig eine neue Art, Strukturen zu bauen und erschaffen, zu bieten – wie z. B. ineinandergreifende LEGO-Steine. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und es wird wohl noch ein paar Monate dauern, bis wir die ersten Ergebnisse sehen. Nichtsdestotrotz kann bereits der Wunsch, eine ökologischere Alternative anzubieten, bestens erkannt werden.

Die additive Fertigung von Beton wird häufig eingesetzt, um komplexere Formen zu bauen oder um die Produktionszeiten zu verkürzen. Einige Anwender betonen die ökologischere Seite des additiven Betondrucks, da nur das benötigte Material verwendet, und daher im Prinzip weniger verschwendet wird. Dennoch ist Beton mit 70 kg CO2 pro Tonne immer noch ein sehr umweltschädliches Material und gehört zu den am meisten verbrauchten Ressourcen der Erde. Die 3D-Druckindustrie versucht daher, den traditionellen Beton durch ein nachhaltigeres Material zu ersetzen, wie im Fall von WASP, das GAIA entworfen hat. Bei GAIA handelt es sich um ein kleines Haus aus einer Mischung aus vor Ort gesammeltem Lehm und Abfällen aus dem Reisanbau, wie Stroh und Reishülsen. Das Team der Brunel University will Bauabfälle nutzen und schlägt eine Art Kreislaufwirtschaftskonzept vor.

LEGO 3D

Einige Initiativen im Bereich 3D-Druck versuchen, Beton durch recycelbare Materialien zu ersetzen (Bildnachweis: WASP).

Unter der Leitung von Dr. Seyed Ghaffar, einem außerordentlichen Professor für Bauingenieurwesen an der Brunel University, möchte das Team 3D-gedruckte Bausteine herstellen, die wie LEGO-Steine einfach ineinander aufeinander gestapelt werden können. Dr. Seyed Ghaffar erklärt: „Die Demonstrationsprojekte der letzten Jahre haben die Machbarkeit und das Potenzial der 3D-Drucktechnologien gezeigt. Bei diesen Projekten wurden jedoch konventionelle Rohstoffe für die Herstellung von Beton verwendet. Die Verwendung von Sekundärrohstoffen aus recycelten Abfällen als Ersatz für neue Aggregate für den 3D-Druck eines Bausteins ist bisher noch nicht erreicht worden, aber wir hoffen, dies mit diesem Projekt zu demonstrieren.“

Es ist nicht bekannt, welche Maschine verwendet wird – man kann sich gut einen Gelenkarm vorstellen, der diese neue Art von Beton Schicht für Schicht extrudieren kann. Letztere sollen zu 100 % aus rezyklierten Gesteinskörnungen bestehen. Auf jeden Fall will das Team 500 x 500 mm große Blöcke drucken, um eine Wand zu bilden, die als Demonstrator dienen soll. Natürlich wollen sie den CO2-Fußabdruck dieser Ziegel im Vergleich zu traditionellem Beton reduzieren. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie die Website der Universität HIER.

*Titelbildnachweis: Lewis Tse Pui Lung / Shutterstock

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