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Erste erfolgreiche Entwicklung einer 3D-gedruckten Hornhaut

Auf 11. Juni 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
3D-gedruckte Hornhaut

Wissenschaftler der Newcastle University haben nun erstmals eine Hornhaut im 3D-Drucker hergestellt. Diese 3D-gedruckte Hornhaut ist das erfreuliche Ergebnis nach langen Forschungen des britischen Teams. Als 3D-Druckmaterial wurde ein einzigartiges Gel verwendet, welches in Kombination mit einem 3D-Biodrucker zu der unglaublichen Entwicklung führte. Durch die Forschungen der Newcastle University könnte nun ein flexibleres und preiswertes Verfahren gefunden worden sein, um gegen den weltweiten Mangel an Spenderhornhaut vorzugehen.

3D-Druck ist aus dem Bereich der Medizin nicht mehr wegzudenken. Neben 3D-gedruckten Prothesen und 3D-Modellen, die für lebensrettende Operationen wie im Fall des 2-jährigen Dexter eingesetzt wurden, lassen sich auch unglaubliche Fortschritte des 3D-Biodrucks verzeichnen. Hier knüpft auch die erfolgreiche Entwicklung einer 3D-gedruckten Hornhaut aus dem 3D-Biodrucker an.

3D-gedruckte Hornhaut

Die Hornhauttransplantation, auch Keratoplastik genannt, ist die bei Weitem häufigste Organtransplantation weltweit und es benötigen rund 10 Millionen Menschen eine Operation. Allein in Deutschland werden pro Jahr schon tausende Hornhauttransplantationen durchgeführt, dennoch ist der Bedarf auch hier noch deutlich höher. Die Lösung könnte die 3D-gedruckte Hornhaut sein, welche von den britischen Forschern entwickelt wurde

Die Newcastle University ist eine der führenden britischen Forschungsuniversitäten und eins seiner Forschungsteams hat nun einen neuen Weg gefunden eine Hornhauttransplantation zu ermöglichen. Dort haben die Wissenschaftler die Stammzellen einer gesunden Spenderhornhaut mit Alginat und dem Eiweißstoff Kollagen zu einer Art Tinte zusammengemischt. Dieses Gemisch wurde als Druckmaterial für den 3D-Biodrucker benutzt und so konnte innerhalb von nur 10 Minuten eine menschliche Hornhaut gedruckt werden.

3D-gedruckte Hornhaut

Mit Alginat, Stammzellen und Kollagen zur der 3D-gedruckten Hornhaut

Die Forschungen zu der als Druckmaterial dienenden Tinte wurden von den Wissenschaftlern der Newcastle University bereits vor längerer Zeit aufgegriffen und konnten mit der 3D-gedruckten Hornhaut nun ein erfolgreiches Ergebnis liefern. Bei der Biotinte konnte die Problematik des Zellwachstums gelöst werden, da sie neben Kollagen und Alginat auch Stammzellen einer gesunden Hornhaut beinhaltet.

Che Connon, Professor für Tissue Engineering an der Newcastle University, der die Arbeit leitete, sagt: „Unser einzigartiges Gel hält die Stammzellen am Leben und produziert ein Material, das steif genug ist, um seine Form zu bewahren, aber weich genug, um aus der Düse eines 3D-Druckers herausgedrückt zu werden.“

3D-gedruckte Hornhaut

Dr. Steve Swioklo und Professor Che Connon vor dem Biodrucker

Im Prinzip kann es durch die 3D-Technologie ermöglicht werden ein Patientenauge einfach zu scannen und dann basierend auf den Daten in kurzer Zeit eine passende Hornhaut mit dem 3D-Drucker herzustellen. Bis eine erste Transplantation einer 3D-gedruckten Hornhaut erfolgen wird, wird mit Sicherheit noch einige Jahre dauern und eine Vielzahl an Tests bedürfen. Jedoch lässt diese Biotinte für den 3D-Drucker darauf hoffen, dass so zukünftig eine Lösung für den weltweiten Mangel an Hornhauttransplanteten gefunden wird.

Noch mehr Informationen über diese bahnbrechende Entwicklung finden Sie auf der Webseite der Newcastle University und im folgenden Video:

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