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42 km in 3D-gedruckten Flip-Flops: Ingenieur beim Boston Marathon

Auf 19. April 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
3D-gedruckten Flip-Flops

Der Ingenieur des neuseeländischen Unternehmens wiivv Chris Bellamy hatte großes vor bei dem Boston Marathon 2018: Er wollte mit seinen 3D-gedruckten Flips Flops die 42,2 Kilometer lange Laufstrecke zurücklegen. Die Schuhauswahl ist für einen Marathonläufer eine wichtige Vorbereitung und Bellamy hat sich daher zum Ziel gesetzt die Qualität seiner selbstentwickelten und individuell angepassten Flip-Flops  aus dem 3D-Drucker unter Beweis zu stellen. Und das ist ihm auch gelungen: In unter 3 Stunden konnte der Ingenieur von wiivv den Marathon beenden und das auch noch bei sehr schwierigen Wetterbedingungen.

Der Boston Marathon hat nach den Olympischen Spielen die längste Tradition aller Marathonläufe weltweit. Bereits seit dem Jahr 1897 gehen jährlich am Patriot’s Day zahlreiche Athleten an den Start, um die Strecke von Hopkinton nach Boston im amerikanischen Bundesstat Massachusetts zurückzulegen.

Wette bringt Bellamy zur Teilnahme am Marathon in 3D-gedruckten Flip-Flops

Bevor ein Läufer jedoch bereit für den Marathon ist, gilt ein langes und intensives Marathontraining, gesunde und ausgewogene Ernährung und eben die Auswahl des optimalen Laufschuhwerks, um den Fuß optimal zu stützen und die Belastung möglichst gut abzufangen. Chris Bellamy unterscheidet sich wohl durch die Auswahl des Schuhs für den berühmten Marathon am meisten von seinen Mitstreitern, denn er hat sich für seinen selbstentwickelten Flip-Flop aus dem 3D-Drucker entschieden.

3D-gedruckten Flip-Flops

Vom individuellen Scan zum persönlich angepassten Schuh ©wiivv

Wobei entschieden hier vielleicht im Angesicht der Fakten nicht ganz zutreffend ist, denn der entscheidende Grund für seine Schuhwahl ist eine Wette gewesen.

Hierbei ging es darum, dass Bellamy versprach in seinen 3D-gedruckten Flip-Flops den Marathon zu bestreiten, wenn im Rahmen einer Crowdfunding Kampagne mehr als 500.000 US-Dollar für das Unternehmen Wiivv zusammenkommen.

„Wenn alle sagten, dass unsere Flipflops unmöglich sind, wette ich, dass ich einen Marathon in ihnen laufen kann (…). Wir haben jeden Teil des traditionellen Flipflops neu gestaltet, um die komfortabelste, optimierte Sandale zu entwickeln, die jemals kreiert wurde. Ich habe diesen Marathon bei jedem Schritt im Hinterkopf behalten.“, so Bellamy.

3D-gedruckten Flip-Flops

Der Scanner erfasst als Vorlage für den 3D-Druck 200 Punkte des Fußes ©wiivv

3D-gedruckte, individuell angepasste Flip-Flops als besserer Sportschuh

Der 3D-gedruckte Flip-Flop ist exakt an den Fuß von Chris Bellamy angepasst. Möglich ist das dadurch, dass 200 Punkte des Fußes mit Hilfe einer App vermessen werden und anhand derer ein perfektes Modell entsteht, welches so 1:1 mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens realisiert werden kann. Das Schuhwerk von Bellamy ist eben nicht nur personalisiert, sondern in seiner Gesamtheit individuell auf ihn bzw. seine Füße abgestimmt.

Jedes einzelne Paar Schuhe von Wiivv unterscheidet sich somit komplett von jedem anderen und ist quasi als ein Unikat anzusehen. Aktuell laufen bereits die Vorbestellungen in den USA über die offizielle Seite von wiivv und ab Sommer soll dann der Verkauf starten.

3D-gedruckten Flip-Flops

© wiivv

Dem schlechten Wetter zum Trotz: Bellamy beendet den Marathon in unter 3 Stunden

Doch zurück zu unserem Marathonläufer in 3D-gedruckten Flip-Flops Chris Bellamy. Wie hat sich der Ingenieur beim Boston Marathon geschlagen?

Exakt 2:59:36 betrug die Zeit auf dem Zähler, als Bellamy inklusive seiner Flip-Flops die Ziellinie erreichte. Bei den schwierigen Wetterbedingungen des diesjährigen Laufs, konnte Bellamy den Flip-Flops sogar noch einen weiteren Vorteil abgewinnen: Während andere Läufer anhielten um die Schuhe dem Regenwetter anzupassen, sparte Chris Bellamy diese Zeit.

Die Endzeit von ihm ist alles in allem auch sehr anständig, vor allem, wenn man bedenkt, dass sein Schuh aus dem 3D-Drucker zwar perfekt auf seinen Fuß abgestimmt ist, es aber aufgrund des offenen Designs eines Flip-Flops an jeglicher Unterstützung für den Knöchel mangelt.

Würden Sie nach allem was Sie nun wissen auch einen Marathon in den 3D-gedruckten Sandalen von wiivv laufen?

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