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Transport der Zukunft: 3D-gedruckte autonome Boote

Auf 5. Juni 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
3D-gedruckte Boote

Am Massachusetts Institute of Technology (kurz MIT) werden immer innovative Ideen entwickelt und realisiert. Die dortigen Wissenschaftler haben sich der 3D-Technologie bedient und mit dieser 3D-gedruckte Boote hergestellt, die sogar autonom fahren können. Durch die Fertigung der Boote im 3D-Drucker konnte die Entwicklung sowohl in sehr kurzer Zeit als auch zu geringen Kosten erfolgen. Somit könnten die 3D-gedruckten autonomen Boote vielleicht bald auf den wichtigen Kanälen der ganzen Welt zum Transport von Personen und Gütern eingesetzt werden.

Erst letzte Woche hat das MIT in Kooperation mit dem Automobilhersteller BMW ein neues 3D-Druckmaterial vorgestellt, welches sich in seiner Form und Größe verändern kann. Nun setzen die Wissenschaftler des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) am MIT in Kooperation mit dem Senseable City Lab noch eins oben drauf mit der Entwicklung von 3D-gedruckten Booten, die zudem autonom fahren können.

3D-gedruckte Boote

Einsatztest des 3D-gedruckten Bootes im Schwimmbad

3D-Druck verhilft zum autonomen Boot

Der gesamte rechteckige Rumpf des Bootes besteht aus 16 Teilen, die allesamt im 3D-Drucker hergestellt wurden. Insgesamt hat der Prozess des 3D-Drucks rund 60 Stunden gedauert, was gegenüber der traditionellen Herstellung ein deutliches Zeitersparnis bedeutet. Aus den ehemals 16 Einzelteilen wurde dann der Rumpf gefertigt, was durch Schichten von Glasfaser versiegelt wurde. Die fertigen Boote haben dann einen Rumpf der Größe von 4 x 2 Meter und sind unter anderem mit einigen Sensoren, Mikrokontrollern und GPS-Modulen ausgestattet. Neben der schnelleren Produktion erhofft man sich durch die Entwicklung dieser autonomen Boote aus dem 3D-Drucker auch eine Entlastung des Straßenverkehrs.

„Man stelle sich vor, dass ein Teil der Service-Infrastruktur, die normalerweise tagsüber auf Straßen stattfindet – Lieferungen, Müllentsorgung – auf einer Flotte autonomer Boote nachts am Wasser stattfindet.“, sagt CSAIL Director Daniela Rus.

Mit dem RoBoat Projekt zur Verkehrsentlastung

Die ursprüngliche Idee und Entwicklung dieser 3D-gedruckten autonomen Boote wurde bereits im Jahr 2016 im Rahme der Studie zum RoBoat Projekt ins Leben gerufen. Im selbigen Jahr haben auch die ersten Tests von Prototypen stattgefunden, wofür die weltbekannten Kanäle der niederländischen Hauptstadt Amsterdam herhalten musste.

3D-gedruckte Boote

Der Praxistest im Kanal von Amsterdam in 2016

Dank dieser ersten Tests konnten die Wissenschaftler nun einige Verbesserungen und Erneuerungen vornehmen, wie ein effizienteres und agileres Design und verbesserte Algorithmen zur Steuerung der Boote.

Die ersten Tests haben die selbstfahrenden Boote aus dem 3D-Drucker schon hinter sich. So wurden die Prototypen beispielsweise bereits – wie obiges Bild zeigt – im Schwimmbad und in einem kleineren Fluss in Boston (USA) zu Wasser gelassen. Bevor die 3D-gedruckten Boote aber für den Transport eingesetzt werden können, liegt noch ein weiterer Schritt, nämlich die Entwicklung einer adaptiven Steuerung, vor den Wissenschaftlern des MITs. Die adaptive Steuerung ermöglicht die Berücksichtigung der Masse und Schleppkraft von einem Personen- oder Gütertransport.

Weitere Informationen zu den 3D-gedruckten autonomen Booten und seine ersten Schwimmversuche können Sie in folgendem Video finden:

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