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3D-Druckmarkt – Deutschland nicht mehr länger Vorreiter

Auf 15. Oktober 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
3D-Druckmarkt

In den letzten Jahren wird die additive Fertigung sowohl in der Industrie aber auch in Bereichen wie Medizin oder Architektur immer bedeutender. Das belegen nicht nur die stets steigende Anzahl an Applikationen, die den 3D-Druck beinhalten sondern auch der 3D-Druckmarkt mit konkreten Zahlen – schwarz auf weiß. Vor einigen Monaten erschien der allbekannte Wohler’s Report, welcher vom amerikanischen Beratungsunternehmen Wohler’s Association erstellt wird. Dieser hat vor allem dem Metall-3D-Druck, aber auch dem Markt für 3D-Druckmaterialien eine herausragende Zukunft vorhergesagt. Auch Ernst & Young (EY) hat nun eine umfassende Studie durchgeführt, die die Prognose eines boomenden 3D-Druckmarktes nur unterstützt. Dafür wurden insgesamt 900 Unternehmen (222 in Deutschland) in insgesamt 13 Ländern und 9 Branchen befragt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird beispielsweise mit einem erneuten Anstieg von 24% und einem weltweit gesamten Marktvolumen von 11,2 Milliarden US-Dollar gerechnet.

⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀Für das Geschäftsjahr wird ein Wachstum von 24% vorhergesagt – Quelle: EY Research

Das Wachstum in Asien noch größer als in Deutschland

Was die Rolle von Deutschland im Bereich der Additiven Fertigung angeht, konnte zwar ein Anstieg der Nutzung der Technologie in Unternehmen von 37% (2016) auf 63% verzeichnet werden jedoch wurde die 2016 noch vorhandene Führungsrolle im Vergleich mit anderen Industrienationen verloren. Denn der Rest der Welt, vor allem Nationen in denen die Industrie eine große Rolle spielt entwickeln sich enorm weiter. So findet die Additive Fertigung im Durchschnitt bei 65% der Unternehmen Anwendung, dabei sind vor allem asiatische Länder ganz vorne dabei. So ist Südkorea mit 81% die führende Nation.

Stefana Karevska, globale Leiterin 3D-Druck bei EY fügte diesbezüglich hinzu: „3D-Druck ist in Asien derzeit sehr stark im Kommen. Gerade in China wird additive Fertigung als eine der klaren Prioritäten in der wirtschaftspolitischen Strategie auf Landesebene festgelegt. Eine ähnlich umfassende Förderung von 3D-Druck gibt es hierzulande nicht. In Deutschland wird noch viel getestet – in die Anwendung für Endprodukte sind die hiesigen Unternehmen noch nicht so stark eingestiegen wie beispielsweise die asiatischen. Das liegt teilweise auch an einer generellen Skepsis und Zurückhaltung in Deutschland, was neue Technologien angeht.“

Ganz vorne steht Südkorea mit einer Anwendungsrate von 81% – Quelle: EY‘s Global 3D Printing Report 2019

Meiste Anwendungen in der Luftfahrtbranche

Besonders in der Luftfahrtbranche ist der Additiven Fertigung eine große Rolle zuzusprechen. So wenden aktuell 78% der Unternehmen die Technologie bereits an und die noch fehlenden 22% planen schon mit der Einführung derer. Das bedeutet, dass alle (befragten) Unternehmen den 3D-Druck in bestimmter Weise in Betracht ziehen. Boeing-Managerin Melissa Orme sagte in München, ihr Unternehmen habe schon rund 70.000 Teile aus dem 3D-Drucker in Flugzeuge und in Satelliten eingebaut. In 20 Boeing-Werken werde die Technik heute genutzt. Als Beispiel nannte sie ein Antennen-Bauteil: Früher ein massiver Block, jetzt eine filigrane Gitterstruktur.

Auch interessant ist wo genau Unternehmen die Technologie einsetzen, wird eher im eigenen Hause mit eigenem 3D-Drucker produziert bzw. geforscht oder tendiert die Industrie dazu 3D-Druck Dienstleister anzuheuern? Die Antwort liegt bei ersterem. Etwa 40% der befragten Unternehmen haben aktuell schon eigene Maschinen, wohingegen „nur“ 26% einen Service außerhalb der Firma nutzen. Auch in Zukunft soll sich daran nicht viel ändern, so ist für das Jahr 2022 für die In-House Lösung eine Rate von 56% und für die externe Lösung eine Rate von 32% prognostiziert worden.

3D-Druckmarkt

⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀Die Luftfahrtbranche ist mit einer Anwendungsrate von 78% ganz vorne – Quelle: EY‘s Global ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀  ⠀3D Printing Report 2019

Die gesamte Studie sowie weitere Informationen zu EY finden Sie HIER.

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