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3Dnatives Labor: Der 3D-Drucker Idea Builder 3D40 von Dremel im Test

Auf 12. Februar 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
Dremel

Besser bekannt für seine breite Palette an multifunktionalen Werkzeugen für Hersteller, kann Dremel dennoch auf fast 5 Jahre Erfahrung in der Welt der 3D-Drucks zurückblicken. 2014 wurde der erste FDM-Drucker mit dem Namen Idea Builder 3D20 vorgestellt. Seitdem hat Dremel sein Druckersortiment mit der Einführung des Idea Builder 3D40 und einer Premium-Version namens DigiLab 3D45 erweitert.

Um mehr über die Fortschritte des Herstellers zu erfahren, konnten wir diese beiden neuen Modelle für umfassende Tests im 3Dnatives Labor bekommen, beginnend heute mit dem Idea Builder 3D40 3D-Drucker.

Dremel hofft mit diesem Modell, sich auch in Schulen zu etablieren zu können, ein Wunsch, den die Marke in ihren Kommunikationsmedien deutlich zum Ausdruck bringt. „Dremel DigiLab arbeitet mit Grundschulen zusammen, um Schülern zu helfen, ihre kritischen Denkfähigkeiten zu entwickeln, indem es ihre Fähigkeit verbessert, ein Konzept zu visualisieren, Prototypen zu bauen, zu testen und ihre Ideen anzupassen„, kann man im Maschinenhandbuch lesen.

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Eine recht simple aber vollständige Liste des Zubehörs

Wie unterscheidet sich der Idea Builder 3D40 also von anderen 3D-Druckern auf dem Markt? Ist er wirklich an die Bildung angepasst? Was sind seine Stärken? Diese Fragen versuchen wir mit unserem Test zu beantworten

1. Auspacken des Idea Builder 3D40

Der Dremel 3D-Drucker wird in einer sehr visuellen Verpackung geliefert, mit vielen Fotos der Maschine und einer Auflistung ihrer wichtigsten Funktionen. Da er nur 16kg wiegt, gestaltet sich das Auspacken des Druckers recht einfach.

Die Liste der mitgelieferten Zubehörteile ist recht übersichtlich und beinhaltet ein abnehmbares Kunststofftablett, blaue Klebebänder zur Verbesserung der Druckhaftung, ein komplettes mehrsprachiges Handbuch, eine Schnellstartanleitung in Französisch, eine 500g Rolle weißes PLA-Filament, einen USB-Stick, ein USB-Kabel, einen Schaber zum Entfernen von fertigen Druckobjekten und ein Werkzeug zum Reinigen der Düse bei Problemen.

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Der schlichte und praktische, farbige Kontrollbildschirm

Mit seinem komplett überarbeiteten Design präsentiert sich der 3D40 als Weiterentwicklung des 3D20 und bietet ein größeres Druckvolumen von 255x155x170 mm (im Vergleich zu 230x150x140 mm zuvor), einen etwas größeren LCD-Touchscreen und einen WiFi-Anschluss und einen Anschluss für ein USB-Kabel bzw. einen USB-Stick. Wie beim 3D20 ist die Verkleidung komplett aus Plastik aber dennoch sehr robust.

Obwohl er nicht mit einer Heizplatte ausgestattet ist, hat er den Vorteil einer vollständig geschlossenen Druckkammer mit transparenten Abdeckungen an der Vorder- und Oberseite der Maschine, die einen einfachen Zugang zum Extruder und zur Platte ermöglichen. Das Ergebnis ist eine komplett geschlossene Maschine, die die Temperatur im Drucker konstant hält und so die Drucke optimiert.

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Die Filamentrolle findet in der Druckkammer Platz

2. Installation des Dremel 3D-Druckers

Um den 3D-Drucker zu einrichten zu können, müssen Sie zunächst die Filamentrolle installieren. Diese befindet sich in der Druckkammer, mit dem Vorteil, dass der externe Platzbedarf der Maschine reduziert wird, aber auch das maximale Druckvolumen reduziert wird. Das Laden des Filaments erfolgt auf eine recht intuitive Weise über das Bedienfeld.

Bitte beachten Sie, dass der 3D40 3D-Drucker nur Rollen im speziellen Format der Marke Dremel akzeptiert. Dieses technische Limit, kann durch Hinzufügen einer externen Abrollvorrichtung umgangen werden, die die Verwendung eines beliebigen PLA-Filaments mit einer Stärke von 1,75 mm (oder einer kompatiblen unbeheizten Druckplatte) ermöglicht.

In einem zweiten Schritt müssen Sie die Druckplatte nach dem vorherigen Aufbringen einer blauen Klebefolie in die Maschine einclipsen, um das Fehlen einer Heizplatte auszugleichen und die Haftung des Teils an die Druckplatte zu optimieren.

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Nahaufname des Extruders des Idea Builder 3D40

Um mögliche Gefährdungen zu vermeiden, ist der dritte Schritt der Installation die Kalibrierung der Druckplatte des 3D40. Die Kalibrierung ist halbautomatisch: Ein am Extruder platzierter Sensor bewegt sich auf klassische Weise zu zwei verschiedenen Punkten auf der Druckoberfläche, während der Benutzer bei jedem Schritt aufgefordert wird, die unter der Platte befindlichen Schrauben einzustellen.

Dremel hat diesen Prozess jedoch vereinfacht, indem er genau angibt, wie viele Umdrehungen der Schrauben nach rechts oder links erforderlich sind. Die vereinfacht einen Schritt, der bei einigen 3D-Druckern sehr mühsam sein kann. Die Installation des 3D40 ist demnach recht kurz.

3. DigiLab 3D Slicer Software

Beachtenswert ist auf jeden Fall, was der Hersteller für einen Aufwand für seinen Slicer betrieb. Tatsächlich wurde die spezielle Software DigiLab 3D Slicer extra aus der Open-Source-Software Cura entwickelt. Warum das, was bereits funktioniert, neu erfinden? Dies ist eine leichte Version von Cura, mit vereinfachter und schnellerer Handhabung. Sie müssen keine speziellen Profile für den Idea Builder 3D40 herunterladen oder eine neue Slicer-Software erlernen.

Sobald das Modell in der Software vorbereitet wurde, können Sie es über WiFi, aber auch über das mitgelieferte USB-Kabel oder den USB-Stick an den 3D-Drucker senden. Bitte beachten Sie, dass Sie die 3D-Datei auch im internen Speicher des Druckers speichern können. Eine gute Idee für ein Schulprojekt, das z.B. mehrfach gedruckt wird

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4. Erste Eindrücke

Nach der Installation und Kalibrierung können die ersten Drucke des Idea Builder 3D40 beginnen. Als Teil dieses Tests begannen wir mit einigen Modellen, die auf dem mitgelieferten USB-Stick vorinstalliert waren, bevor wir zu dem Torture Test, der 3DBenchy, übergingen, um die Maschine an ihre Grenzen zu bringen.

Die Drucke werden problemlos nacheinander mit einer relativ kurzen Aufheizzeit und einem im Vergleich zu den auf dem Markt befindlichen Maschinen eher niedrigen Geräuschpegel gedruckt.

Die einzige Sorge, die während der Prüfung aufkam, betrifft die Regelmäßigkeit der Oberfläche der Teile. Nichts allzu Problematisches, aber die Regelmäßigkeit der Druckschichten kann manchmal von einer mehr oder weniger zufälligen Darstellung beeinträchtigt werden. Durch die Anpassung der Druckgeschwindigkeit oder der Anordnung der Teile kann diese Problematik in der Praxis reduziert werden.

Alle unsere 3D-Druckertests finden Sie im 3Dnatives Labor. 

Fazit

  • Inhalt und Zubehör des 3D-Druckers 7/10
  • Software 8.5/10
  • Qualität des Drucks 6.5/10
  • Handhabung 8.5/10
7.6 / 10

Vorteile:
– Sehr einfach zu bedienen
– Geschlossenes und zugängliches Gehäuse
– Vereinfachte Software

Nachteile:
– Regelmäßigkeit der Druckschichten
– Anzahl der enthaltenen Zubehörteile
– Keine Heizplatte

Mit seinem geschlossenen Gehäuse und seinen breiten transparenten Türen, seinem kompakten und sicheren Extruderblock, aber auch dem Bestreben des Herstellers, eine einfache und effiziente Software anzubieten, bestätigt der 3D Idea Builder 3D40 Drucker deutlich den Wunsch von Dremel, Schüler ab der Grundschule anzusprechen. Er ist jedoch auch für Menschen geeignet, die eine Maschine mit sehr einfacher Bedienung wünschen. Ein zuverlässiger Drucker, der Objekte von anständiger Druckqualität bietet und dem wiederholten Gebrauch im Laufe der Zeit standhält.

SSeine Ausstattung und der Preis von ca. 1100€, inklusive Mehrwertsteuer, machen den 3D40 von Dremel zu einem mittelgroßen FDM-3D-Drucker, der mit Modellen wie dem Witbox 2 von BQ oder dem Da Vinci 1.1 von XYZprinting konkurriert. Schließlich ist zu beachten, dass der Hersteller eine verbesserte Version namens 3D40 Flex mit einer flexiblen Druckschale herausbringen wird. Weitere neue Features sind höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit. Mehr Informationen auf der Website des Herstellers Dremel HIER.

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