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3D-Drucker kaufen: 5 Fragen, die Sie sich vorher stellen sollten

Auf 7. März 2019 von Kathrin J. veröffentlicht
3D-Drucker kaufen

Wenn Sie bereits erkannt haben, dass der 3D-Druck in vielen unterschiedlichen Branchen hilfreich sein kann, ob in Bereichen wie Design, Medizin, Automobilbranche, haben Sie die nächste Phase erreicht: einen 3D-Drucker kaufen. Aber was müssen Sie wissen, bevor Sie diese Entscheidung treffen? Haben Sie sich jemals gefragt, wie viele Marken und Preise es auf dem Markt gibt?

Die Entscheidung ist nicht gerade einfach und um sicher zu sein, dass Wie den richtigen 3D-Drucker treffen sollten Sie sich mindestens fünf Hauptfragen stellen. Diese können Ihnen Antworten dazu geben, welche Technologie und welcher Preisrahmen für Sie und Ihr Projekt am Besten ist. Bevor Sie die Fragen beantworten, sollten Sie genau definiert haben, welchen Nutzen Sie sich von Ihrem 3D-Drucker erwarten und welches konkrete Projekt Sie gerne realisieren sollten. Danach stelle Sie sich folgende fünf Fragen:

Einen 3D-Drucker kaufen: Was ist mein Budget?

Da Sie festgelegt haben, welchen Nutzen Sie dem 3D-Drucker geben, müssen Sie als Nächstes wissen, wie viel Sie für Ihre neue Maschine ausgeben möchten. Es gibt verschiedene Preisklassen, in denen sich die 3D-Drucker bewegen. Das kleinste Preissegment von ca. 200 € umfasst normalerweise FDM / FFF-Technologie-Kits, die Sie zusammenbauen müssen und die oft von chinesischen Firmen kommen.

Wenn Sie ein Budget von 1.000 € einplanen, werden Sie auch vorwiegend auf die 3D-Drucker von FDM zurückkommen, aber mit dem Unterschied, dass es sich bei dieser Preisklasse dann um Plug-and-Play Modelle handelt, d.h. bei dem Sie mit nur einem Knopfdruck drucken können und sich das eigenhändige Aufbauen des 3D-Druckers ersparen.

3D-Drucker kaufen

Wenn ihr Projekt klar ist, ist es wichtig darüber nachzudenken, wie viel Sie in ihrem neuen 3D-Drucker investieren möchten

Wenn Ihr Budget höher ist, eröffnet sich Ihnen der Zugang zu anderen Technologien. Bei einem Budget zwischen 1.000 bis 5.000 € können Sie Modelle der Stereolithographie (SLA) und auch FFF-Maschinen mit einem hochwertigen Druck finden.

Wenn sich ihr Budget in einem noch höheren Preissegment ansiedelt, so zwischen 5.000 und 30.000 €, erhalten Sie die Möglichkeit vom Kauf einer Industriegussmaschine. Dazu zählen spezialisiertere SLAs, die im Dental- und Schmucksektor verwendet werdet und die selektive Lasersintertechnologie (SLS), die in einigen Branchen sehr beliebt ist für die Verwendung von Polyamid. Die letzteren Modelle liegen jedoch bereits bei über 80.000 € oder mehr. Bei einem solch großen Budget können Sie auf Technologien wie die HP Multi Jet Fusion– und Direct Metal Sintering (DMLS), also Technologien für die Entwicklung von 3D-Metalldruckteilen, zugreifen.

Einen 3D-Drucker kaufen: In welchem ​​Material möchte ich drucken?

Da Sie sich nun entschieden haben, wie viel Sie ausgeben möchten und welches Projekt Sie mit ihrer Maschine realisieren wollen, müssen Sie vor dem Kauf eines 3D-Druckers wissen, welche Materialien Sie verwenden möchten. Für Technologien wie die FDM sind hauptsächlich Kunststoffe geeignet und Sie können bereits Filamentspulen ab 20 € finden. Die Preise des Filaments können jedoch auch variieren, abhängig von der Art von Nutzen, die Sie brauchen: löslich, mit Kohlefaser, flexibel, etc. Wenn Sie eher an die Verwendung der SLA-Technologien gedacht haben, wäre das hierbei eingesetzte Material Harze mit Photopolymeren, die mit einem Preis von 70 € beginnen. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass bisher nicht viele Farben für diese Technologie entwickelt worden sind.

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Technologien wie FDM / FF benötigen meist Materialien von 20 bis 350 €

Wenn Sie darüber nachdenken, ihre Maschine mehr für industriellen Nutzen anzuschaffen, haben Sie sich vielleicht für SLS- oder DMLS-Technologien entschieden. Im ersten Fall werden hauptsächlich Polyamidpulver verwendet und in der DMLS werden verschiedene Metalle und Pulvermetalllegierungen zu einem variablen Preis angeboten, je nachdem, was genau Sie benötigen.

Einen 3D-Drucker kaufen: Welches Druckvolumen benötige ich?

Sobald Sie die ersten zwei Fragen klargestellt haben, müssen Sie sich fragen, was Sie drucken möchten und welche Mengen Sie für ihr Projekt benötigen oder ob Sie stattdessen kleine Serien erstellen möchten. Hierbei sei zu unterstreichen, dass das billigste nicht unbedingt das ist, was Sie brauchen und dass es vielleicht notwendig ist, ein wenig mehr zu investieren, um ein größeres Druckvolumen zu haben. Wenn Ihr Projekt ein sehr großes Stück enthält, ist es wahrscheinlich, dass Sie auch eine 3D-Software verwenden müssen, um es in verschiedene Teile zu schneiden, die dann wiederum nach dem Drucken zusammengesetzt werden müssen.

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Die Multi Jet Fusion-Technologie von HP ist für die Kleinserienfertigung konzipiert

Bei der FDM-Technologie finden Sie 3D-Drucker mit sehr geringem Volumen aber auch mit sehr gutem Druckvolumen zu einem günstigen Preis oder sogar gigantischen wie BigRep. Im Fall der SLA- oder SLS-Technologien liegen normalerweise keine so großen Druckvolumina vor. Wenn man Maschinen wie die HP betrachtet, muss beachtet werden, dass diese dafür gedacht ist, kleine Serien mit 3D-Technologien zu entwickeln. Bei Maschinen der additiven Fertigung in Metall, also 3D-Metalldruck, hängt es sehr davon ab, was man in den Drucker und den Einsatz investieren kann, aber es lassen sich auch Maschinen mit sehr akzeptablen Größen für industrielle Teile finden.

Einen 3D-Drucker kaufen: Wie einfach ist die Anwendung im Sinne der Benutzerfreundlichkeit?

Nachdem Sie nun wissen, was für ihr Vorhaben und ihr Budget wohl der beste 3D-Drucker wäre, stellt sich nun anknüpfend daran die Frage, wie benutzerfreundlich ihr 3D-Drucker bzw. auch seine Software sein muss. Sind Sie schon ein Experte und haben neben einem technischem Verständnis auch schon Erfahrung mit 3D-Druck? Oder wollen Sie sich zum ersten mal an 3D-Druck wagen und sind eher ein Anfänger, was die Verwendung der 3D-Technologie angeht?

Natürlich gibt es für jeden die richtige 3D-Technologie: So wäre den Anfängern erstmal zu einer FDM-Technologie zu raten, während Sie auch zwei verschiedene Möglichkeiten haben. Zum Einen können Sie auf einen FDM mit Plug and Play zurückgreifen, hierbei werden Hardware und Software kombiniert. Das heißt der Drucker ist bereits vollständig montiert und Sie können damit direkt losdrucken. Auf der anderen Seite gibt es die 3D-Drucker Kits, bei denen wird Ihnen zusammen mit dem Drucker auch das für den 3D-Druck benötigte Material und ggf. Werkzeug mitgeliefert – eben alles, was Sie zum Drucken brauchen. Wenn Sie mit 3D-Druck vertraut sind und technische Fähigkeiten in Engineering, 3D-Modellierung, usw. besitzen, können Sie auch mit den professionellen Technologien wie SLS, Multi Jet oder DMLS arbeiten, die mehr Arbeit und Training benötigen, um alle enthaltenen Optionen und das gesamte Gerät zu verstehen.

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Technologien wie 3D-Metalldruck erfordern vor dem Gebrauch eine Schulung

Ein wichtiger Punkt ist diesbezüglich auch die richtige Software. Während bei weniger komplexen Projekten für Anfänger mit FDM auf eine komplexe Software verzichtet werden kann, ist es bei der Verwendung von Technologien wie DMLS unerlässlich. Entscheidend ist auch, wie viel Arbeit Sie nach dem eigentlichen Druckprozess in das 3D-Projekt stecken wollen, da alle 3D-Technologien noch Nachbearbeitung benötigen. Jedoch gibt es Unterschiede beim Aufwand bzgl. der Nachbearbeitung, wie z.B. zwischen dem FDM und dem SLA. FDM erfordert wenig Nachbearbeitung, da Sie lediglich das Trägermaterial entfernen müssen und, wenn nötig, das 3D-gedruckte Modell lackieren oder ähnliches. Mit dem SLA ist mehr Nachbearbeitung möglich, da das Entfernen und anschließende Reinigen des Harzes eine mühsame Aufgabe ist. Mit SLS ist die Reinigung zum Entfernen von überschüssigem Pulver einfach, während DMLS eine aufwendige Endbearbeitung erfordert.

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Die SLA-Technologie erfordert eine Nachbearbeitung für die Reinigung und Veredelung der Teile

Einen 3D-Drucker kaufen: Wo kann ich einen 3D-Drucker kaufen?

Nachdem Sie nun alle Fragen der Vorbereitung vor dem Kauf geklärt haben und nun wissen, welchen 3D-Drucker Sie speziell für ihr 3D-Projekt benötigen, bleibt eine letzte Frage offen: Wo kann man genau diesen 3D-Drucker kaufen?

Auf alle Fälle gibt es bereits ein breites Angebot an allen verschiedenen 3D-Druckern.

Wenn Sie sich nun für einen Desktop-Drucker entschieden haben, und eher einen privaten Gebrauch mit der FDM oder SLA 3D-Technologie anstreben, finden Sie eine große Auswahl in unserem Vergleichsportal. Hierbei wird Ihnen die Suche durch die vorhandene Filterfunktion erleichtert und Sie können von Budget über Material bis hin zur Technologie, also alles was Sie nun herausgearbeitet haben, für die Suche angeben.

Sie wollen lieber einen sehr professionellen Drucker und ihr Nutzen beschränkt sich nicht nur auf den privaten Gebrauch einiger Teile? In unserem Branchenbuch können Sie mit Spezialisten der 3D-Branche in Kontakt treten und sich umfangreich beraten lassen, um auch in das richtige Gerät zu investieren. Besonders bei professionellem Gebrauch ist demnach zu SLS oder DMLS zu raten. Aber natürlich lassen sich professionelle Drucker auch in unserem Vergleichsportal finden.

Waren unsere Fragen hilfreich für ihre Entscheidungsfindung? Für welchen 3D-Drucker haben Sie sich entschieden? Sollten Sie sich noch immer nicht sicher sein, sehen Sie sich unser Experteninterview an, wie man den richtigen 3D-Drucker auswählt!

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