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Forscher entwerfen einen 3D-Drucker aus einer Xbox 360

Auf 18. Februar 2021 von Isabell I. veröffentlicht
Xbox 3D-Drucker

Was wäre, wenn Sie Ihre Videospielkonsole in einen 3D-Drucker verwandeln könnten? Das ist die verrückte Idee eines Forscherteams an der Technischen Universität von Dänemark (TUD), welches tatsächlich eine Xbox 360 in einen 3D-Drucker umgewandelt hat. Sie haben eine hochvolumige, hochauflösende Nanometer-Maschine entwickelt, die auf dem optischen Sensor der Konsole basiert. Ihr Ziel war es, den Druckprozess auf Basis der Stereolithographie (SLA) stark zu vereinfachen. Und so entwickelte das Team ein System, das für den medizinischen Bereich – insbesondere für die Verabreichung von Medikamenten – nützlich sein könnte.

Heutzutage ist die Xbox eine der bekanntesten Konsolen in der Welt der Videospiele. Sie wurde 2001 von Microsoft entwickelt und ist mit optischen Sensoren ausgestattet, die es ihr ermöglichen, Daten zu lesen und zu schreiben, und eine derartig starke Wärmequelle bereitzustellen, dass sie in einen 3D-Drucker integriert werden kann. Ihre Lasermodi mit mehreren Wellenlängen und ihre präzisen Messungen machen die Xbox zu einer idealen Komponente für herkömmliche SLA-Maschinen. Die Forscher erklären, dass sie durch die Integration der Sensoren der Xbox in ihre Maschinen in der Lage seien, eine größere Genauigkeit zu erreichen. Das liegt daran, dass sie sich direkt auf die Komponenten verlassen können, um den Abstand zwischen dem Laser und der Plattenoberfläche zu bestimmen – und das alles mit einer Auflösung im Nanobereich.

 

Xbox 3D-Drucker

So funktioniert die SLA-Maschine (Bildnachweis: DUT)

Der neue imaginäre 3D-SLA-Drucker verfügt über einen Diodenlaser, der nach oben gerichtet ist. Der Laser hätte eine Wellenlänge von 405 Nanometern und wäre mit einem kundenspezifischen Motor verbunden, der seine Intensität und Wellenlänge reguliert. Dieser Motor wäre auch in der Lage, die verschiedenen Auflösungen der Achsen der Maschine präzise zu steuern. Es scheint also, dass die Forscher der dänischen Universität sich eine Harzmaschine im mikroskopischen Maßstab vorgestellt haben, die nicht nur präziser, sondern dank der direkten Integration der optischen Sensoren der Xbox auch einfacher zu bedienen ist. Dazu kommt auch noch der niedrigere Preis, da der verwendete Laser viel billiger ist als diejenigen, die traditionell in 3D-Harzdruckern verwendet werden.

En-Te Hwu, Professor an der Technischen Universität von Dänemark, erklärt: „Wir glauben, dass diese Technologie verschiedene Bereiche der Gesundheitstechnologie beeinflussen kann. Das ursprüngliche Ziel für die Entwicklung unseres eigenen 3D-Druckers war es, Kubikzentimeter-Volumina mit mikro-/nanoskaliger Auflösung für unsere auf Mikrobehältern basierende Medikamentenentwicklung drucken zu können. Und wir konnten kein 3D-Druckersystem auf dem Markt finden, das dies konnte. Also mussten wir unser eigenes herstellen.“ Die Forscher hoffen, Mikro-Würfel zu entwerfen, in denen sie verschiedene Medikamente unterbringen können, um deren orale Verabreichung zu erleichtern. Das ist das primäre Ziel des Teams, aber offenbar nicht das Einzige. Sie glauben nämlich, dass ihre Maschine auch für die Zellkultur oder die Herstellung von biokompatiblen Mikrogeräten verwendet werden könnte. Mehr Informationen finden Sie HIER.

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