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Experteninterview: Wie wählen Sie die richtige 3D-Druck Schulung?

Auf 28. November 2018 von Jacqueline O. veröffentlicht
3D-Druck Schulung

Die Herstellung mithilfe der additiven Fertigung ist zu einer unverzichtbaren Technologie geworden. Es ist eine Produktionsmethode, die von immer mehr Unternehmen, von Konzernen und Startups eingesetzt wird. Die Anwendungen erfordern vielseitige Kenntnisse, sei es für die Modellierung, die Arbeit an der Maschine Selbst, den unterschiedlichen Materialien, den Anwendungen oder mehr. Daher ist es durchaus wichtig geworden, sich im 3D-Druck auszubilden: Mehrere Unternehmen, Organisationen und Fablabs bieten ein 3D-Druck Training zur Vermittlung von dem Wissen an und ermöglichen es allen, Fähigkeiten in diesem Gebiet zu entwickeln. Aber wie wählt man seine 3D-Druck Schulung am besten aus? Was ist zu bevorzugen? Ist es besser zu lernen, wie man modelliert, eine bestimmte Technologie zu beherrschen oder ein breites Wissen zu haben? Man kann sich viele Fragen stellen, wenn es über 3D-Druck Schulungen geht und genau deshalb haben wir drei Experten der additiven Fertigung um Rat gefragt, wie Sie denn die richtige Wahl treffen.

Timm Woszidlo ist 25 Jahre alt und Application Engineer bei AMS, einer Business Unit von iGo3D. Seine Aufgabe ist es den Unternehmenskunden bei der Integration von additiven Fertigungsverfahren und der Integration in die Prozesskette zu unterstützen. Unser zweiter Experte ist Alexandre d’Orsetti, Industriedesigner bei Sculpteo Studio. Er arbeitet hauptsächlich mit Sculpteo Studio zusammen, welches Kunden bei der Gestaltung ihrer Produkte unterstützt. Er hilft auch, Ingenieure und Designer auszubilden, die ihre Fähigkeiten verbessern wollen. Schließlich haben wir Tobias Enk und Mustafa Bilgin, wissenschaftliche Mitarbeiter an der Bergischen Universität Wuppertal und für den Bereich der additiven Fertigung im Fachbereich Druck- und Medientechnologie zuständig. Sie leiten Seminare für Studierende der Universität, sowie für interessierte Schülerinnen und Schüler zu Themen des 3D-Drucks und dem Internet der Dinge.

Timm Woszidlo

Tobias Enk

Mustafa Bilgin

Alexandre d’Orsetti

 

 

Warum sollten Sie sich auf den 3D-Druck vorbereiten?

Noch vor einigen Jahren war der 3D-Druck keine Technologie, die so weit verbreitet war. Doch die additive Fertigung ist stetig gewachsen und tut dies noch immer. Daher sehen alle unsere Experten es als durchaus sinnvoll an, eine 3D-Druck Schulung zu absolvieren, da es in Zukunft nur Vorteile mit sich bringen wird.  So betonen Alexandre, sowie Tobias und Mustafa den starken Wachstum der Technologien, welche in der Industrie bald kaum mehr wegzudenken sein wird.

Der Einstieg lohne sich, so die wissenschaftlichen Mitarbeiter und ein Gewisses Basiswissen über die neue Technologie und das Verständnis dahinter ist für Alexandre ein deutlicher Gewinn für die Ausbildung. Auch für die Unternehmen ist es laut Timm Woszidlo eine Chance, da der Einsatz der additiven Fertigung die Wirtschaftlichkeit einzelner Abteilungen definitiv erhöht. „Außerdem glaube ich persönlich, dass gerade in Zeiten von Automatisierung und Digitalisierung ein Thema wie 3D-Druck besonders wichtig ist“, so Timm. „Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich im Bereich der additiven Fertigung weiter bilden zu lassen.“

3D-Druck Schulung

Kenntnisse in der Modellierung sind deutlich von Vorteil

Welche Möglichkeiten gibt es für Anfänger, der das 3D-Drucken erlernen möchte?

Zu den einfachsten Möglichkeiten für Anfänger, in den 3D-Druck herein zu kommen, Basiselemente zu erlernen und sich mit der Technologie vertraut zu machen gehören die angebotenen 3D-Druck Schulungen. Wie Timm Woszidlo von AMS hervorhebt ist hierbei jedoch vor allem zu beachten, welches Ziel man anstrebt. Ob man nun industrielle Anwendungen im Auge hat, oder zuhause experimentieren möchte; die Ziele sind so unterschiedlich, wie auch die Angebote, die entsprechend gewählt werden sollten. So fokussieren sich die Schulungen bei Sculpteo auf das industrielle Potenzial, während die Seminare der Universität Wuppertal eher einen kreativen Einstieg für Studierende, Schülerinnen und Schüler bietet. Weiterhin, so führt Timm Woszidlo aus, ist es sehr vom Lerntyp abhängig, ob ein direkter Wissenstransfer oder die Praxis zu einem besseren Lernerfolg führt, was am besten jeder für sich selbst entscheiden kann.

Unabhängig von den Schulungen empfehlen die Experten weitere Möglichkeiten, sich mit dem 3D-Druck auseinander zu setzten, darunter werden FabLabs zum ausprobieren erwähnt, sowie das „The 3D Printing Handbook“ von 3D Hubs, um einen grundsätzlichen Überblick über die verschiedenen Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten zu bekommen „Der Start ist einfacher als viele denken, solange man nicht gleich mit fortgeschrittenen Materialien wie PP oder PC anfängt“, so der junge Ingenieur von AMS.

3D-Druck Schulung

(Bildnachweis: iGo3D)

Was sind Voraussetzungen für eine 3D-Druck Schulung?

Der 3D-Druck ist eine Technologie, die sehr technisch erscheint und zur Entstehung neuer Praktiken und sogar neuer Berufe geführt hat. Es ist daher naheliegend, sich zu fragen, ob es irgendwelche Voraussetzungen für eine solche Ausbildung gibt. Unsere drei Experten sind sich jedoch einig, dass für ihre Schulung keine technischen Vorkenntnisse zwingend notwendig sind. Lediglich ist es ratsam, sich mit den digitalen Tools vertraut zu machen und sich vor allem von der neuen Technologie nicht abschrecken zu lassen. Oftmals haben diejenigen, die sich für eine 3D-Druck Schulung entscheiden bereits einen technologischen oder wissenschaftlichen Hintergrund.

Tobias Enk und Mustafa Bilgin heben das grundsätzliche Interesse an dem Thema additive Fertigung und 3D-Design hervor, egal, in welchem Anwendungsbereich Sie die Technologie nutzen möchten. Ihre Seminare richten sich vor allem an Anfänger, denen die Möglichkeit gegeben wird, der die Technologie innerhalb ihrer Neigungen und Präferenzen nachzugehen. „Der Designer gestaltet eine Vase mit geeigneter Software, der Mathematiker beschreibt Sie mit Mitteln der Mathematik und der Bit-Schubser bindet eine Hardware-Erweiterung in die 3D-Drucksoftware ein.

3D-Druck Schulung

Gadget für Demenz-Erkrankte zu entwickeln und ihnen zu helfen, das Gedächtnis zu trainieren

Alexandre geht für seine Kunden noch einen Schritt weiter und erklärt, dass es oft ratsam ist sich mit der CAD-Software auseinander zu setzten und bereits einige Kenntnisse im Design zu besitzen. Dies hängt natürlich von der gewählten Ausbildung ab, ist aber ein entscheidender Vorteil. Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Trainer an die Profile anpassen und spezifische Konzepte gezielt aufgreifen können.

Welchen Rat würden Sie jemanden geben, der sich im 3D-Druck ausbilden lassen möchte?

Die Ansätze unserer Experten unterscheiden sich hier dennoch etwas. Alexandre rät, sich vor allem auf das Design von Objekten zu fokussieren. Letztendlich sei eine gute Kenntnis der Werkzeuge, ihrer Grenzen und ihrer Vorteile der beste Weg, um sie richtig einzusetzen. Dagegen sollte man sich laut Tobias und Mustafa vielmehr Anwendungen aus dem privaten oder beruflichen Umfeld suchen, sodass eine wirkliche Ambition entsteht, es zu beenden. Ob der Fokus hier auf einem besonderen Design oder der perfekten Funktionalität liegt entscheidet zuletzt der Lernenden selbst und orientiert sich vor allem an den gesetzten Zielen, die sich bei den beiden 3D-Druck Schulungen doch sehr unterscheiden. Als einfachen Einstieg empfiehlt Timm Woszidlo vor allem die FDM-Technologie. Durch die einfache Nutzung kann viel experimentiert werden. 

Die Ansätze der Vier mögen sich hier etwas unterscheiden, schließlich lehren sie deutlich unterschiedliche Personengruppen, aber eines ist für all unsere Experten besonders wichtig: Übung, Übung, Übung!

3D-Druck Schulung

(Bildnachweis: iGo3D)

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