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Designer Jakub Pastuszak nutzt 3D-Druck für Auftrag des Bernsteinmuseums in Danzig

Auf 14. Juli 2021 von Regina P. veröffentlicht

Der 3D-Druck stellt für Künstler und Kreative eine weitere Möglichkeit dar Ideen zu visualisieren und in der Umsetzung von Kunstobjekten neue Wege zu beschreiten. So haben wir in der Vergangenheit bereits über Kunstschaffende berichtet, welche die additive Fertigung zur Herstellung von Lampen, Möbelstücken oder Akustikelementen nutzen. Aber auch Museen haben das Potenzial der Technologie bereits erkannt, wie unter anderem am Beispiel des lebensgroßen David Duplikats ersichtlich wurde. Ein aktuelles Beispiel für ein Museum, das den 3D-Druck für einige Modelle der Ausstellung nutzt, ist das Bernsteinmuseum im polnischen Danzig (Gdańsk). Dort werden demnächst Objekte des aufstrebenden industriellen Designers Jakub Pastuszak zu sehen sein, welche zwar nicht aus Bernstein hergestellt werden, von diesem jedoch inspiriert wurden beziehungsweise Modelle bekannter Bernsteinkunst repräsentieren werden. 

Der 3D-Druck im Museum in Danzig

Das Bernsteinmuseum in Danzig zieht in neue Räumlichkeiten und wird am 24. Juli 2021 seine Türen für Besucher öffnen. Die diversen Ausstellungen zum „Gold des Meeres“ finden sich zukünftig in einer alten Mühle des 14. Jahrhunderts, in welcher neben historischen Bernsteinstücken auch zeitgenössische Kunst zu finden sein wird. Auch Jakub Pastuszak, ein heimischer Industriedesigner, wird dort die Gelegenheit bekommen vier additiv gefertigte Installationen anzubringen. Pastuszak arbeitet seit drei Jahren als Designer und wird 2022 sein Studium in Industriedesign an der Academy of Fine Arts in Danzig abschließen. Der Industriedesigner will in seinen Arbeiten die Interaktion von Mensch und Objekt in den Mittelpunkt stellen und sagt selbst zum Einsatz des 3D-Drucks: “Der fehlende Kontakt mit der lebendigen Materie erzeugt eine kognitive Dissonanz, die sich negativ auf die Umsetzung des Designs auswirkt. Der 3D-Druck kann dabei helfen das Risiko zu vermeiden, dass Projekte lediglich dreidimensionale Konzepte bleiben.“ Der Künstler selbst sieht den 3D-Druck als ein Werkzeug für Künstler, welches dazu genutzt werden kann Objekte zeit- und kosteneffizient zu produzieren, für welche sonst zusätzliche Spezialisten engagiert werden müssten.

3d-druck museum

Ein 1:6 Modell eines Handwerkerzimmers aus dem 17. Jahrhundert zählt zu den additiv gefertigten Objekten der Ausstellung, für welches das Bernsteinmuseum alternativ Miniaturisten mit der Anfertigung beauftragen hätte müssen. Weil es von diesen nur wenige gibt, würde die Fertigstellung mehrere Jahre benötigen und mit hohen Kosten verbunden sein. Außerdem sei die Herstellung von Repliken und Modellen im 3D-Druck mit wesentlich weniger Abfall verbunden, was die Technologie im Vergleich zu traditionellen Verfahren umweltfreundlicher mache. 

Pastuszak setzt auf Zortrax Maschinen

Der Künstler aus Danzig wurde vom Bernsteinmuseum neben dem 1:6 Modell des Zimmers damit beauftragt, ein 3D-Modell eines Bernstein Kleiderschrankes, eine Kunstkammer sowie ein Modell der berühmten 40 Millionen Jahre alten, in Bernstein gefundenen, Echse zu erstellen. Pastuszak hat die Aufträge gemeinsam mit Mitarbeitern des Museums und 3D-Designern verwirklicht. In der Werkstatt von Jakub Pastuszak standen dafür verschiedene Zortrax Geräte bereit. Für die Aufträge des Museums kamen die LPD- und LPD Plus-Maschinen für größere Modelle von Möbeln und Figuren zum Einsatz, während ein UV-LCD-Drucker die Fertigung von Objekten mit feinen Details wie Skulpturen, Gesichtern, Händen oder dem Kronleuchter verwendet wurde.

3d-druck museum

Das Team hat sich im Vorfeld genauestens mit den zu erzielenden Details der Originale aus dem 17. und 18. Jahrhundert auseinandergesetzt, dementsprechend die 3D-Modelle erstellt und schließlich die Teile additiv gefertigt sowie die Oberfläche im Rahmen der Nachbearbeitung poliert und mit einem Zortrax Apoller geglättet. Weitere Informationen wie der 3D-Druck vom Künstler für das Museum eingesetzt wurde finden Sie HIER. 

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