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3D-Druck als Bestandteil der Masterarbeit

Am 22. Januar 2024 von Jana S. veröffentlicht

Der 3D-Druck entwickelt sich in einer Vielzahl an Sektoren zu einer immer häufiger angewendeten Methode in Produktionsprozessen. Ob in der Medizin, der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt oder der Lebensmittelindustrie, überall werden zunehmend die Vorteile der additiven Fertigung erkannt, wie etwa die flexible Beschaffung von Teilen On-Demand. Darüber hinaus nimmt die Anzahl neu entstehender Unternehmen und Startups zu, die sich auf den 3D-Druck spezialisiert haben. Folglich mag auch nicht ganz überraschend sein, dass der 3D-Druck sogar in Ausbildungen sowie in Studiengängen an Hochschulen eine immer entscheidendere Rolle spielt. Die Hochschulen Coburg und HS Mittweida in Sachsen bieten sogar schon einen Masterstudiengang in der additiven Fertigung an. Auch die Studentin Janina Ebner von der Hochschule für Künste Bremen hat sich im Rahmen ihres Masterstudiums des additiven Fertigungsverfahrens bedient, und zwar im Rahmen ihrer Masterarbeit. Mit Hilfe des 3D-Keramikdruckes stellte sie künstlerische neue Lebensräume für bedrohte Arten her.

Die Studentin und Designerin Janina Ebner studierte im Master am Fachbereich Integriertes Design, woraufhin sie sich innerhalb ihrer Abschlussarbeit dem Thema des Artensterbens widmete, und welche Möglichkeiten Design und ästethische Theorie bei der Lösung des Problems bieten. Ihre Masterarbeit trug schließlich den Titel „Über die Würde des Lebens – Eine Arbeit zur Überwindung des Artensterbens durch Koexistenz“ und bestand aus theoretischen Texten über das Zeitalter Anthropozän, Dualismen, Symbiose sowie tierethische Ansätze, um das Thema der Arbeit zunächst einzuordnen. Der Theorie-Teil ihrer Arbeit schließt mit einem Handlungsaufruf für Designende. Auf den ersten Teil folgte der künstlerische Part der Masterarbeit. Ebner integrierte Naturfotos und Keramik-3D-Drucke, die vom Aussterben bedrohten Lebewesen ein neues Zuhause bieten sollten, in ihre Arbeit. Sie wollte eine neue Art von Unterschlüpfen für Igel, Spatzen und Wildbienen kreieren, die sich etwa von Vogelhäusern abheben, die eher unseren menschengemachten Häusern ähneln. Ebner äußerte sich folgendermaßen zu ihrem Masterprojekt:

Masterarbeit

3D-gedruckte Unterschlüpfe für Spatzen

Statt zu belehren, wollte ich zeigen, wie man das Artensterben durch Koexistenz überwinden kann. Und ich wollte herausfinden, inwiefern es meiner Arbeit gelingen kann, inklusives Denken hervorzurufen und die Wahrnehmung auf andere Spezies auszudehnen, von denen auch unser eigenes Überleben abhängt.“

Ihr Vorgehen beim 3D-Druckprozess der Keramiken

Für die Vorbereitung des 3D-Druckes der Keramik-Behausungen verwendete Ebner die 3D-Modellierungssoftware Rhinoceros und das algorithmische Modellierungswerkzeug Grasshopper. Zunächst erstellte sie mit Hilfe der Software und Algorithmen einige Modellentwürfe, die sie anschließend mit einem 3D-Keramikdrucker zu einem realen 3D-Objekt realisierte. Dieser Prozess nahm einige Zeit in Anspruch. Bei der Bedienung des 3D-Druckers war es notwendig, seine Einstellungen so exakt wie möglich auf die Verhaltensweise des naturbelassenen Materials anzupassen, nicht beabsichtigte Unstimmigkeiten jedoch zu tolerien. Nach Erhalt der 3D-gedruckten Keramiken probierte Ebner einige verschiedene Glasuren aus, die sie auf die Oberfläche ihrer Drucke auftrug. Ebners Werke zeichnen sich schließlich durch den Zusammenschluss der Technik des 3D-Druckes mit der Natur, den Tieren und dem Menschen aus.

Für mehr Informationen zu den Arbeiten der Designerin, klicken Sie HIER. Was halten Sie von dem Keramik-3D-Druck als Bestandteil der Masterarbeit der Designerin? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf Facebook oder LinkedIN mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

*Bildnachweise: Janina Ebner

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