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Deutsches 3D-Druck Unternehmen hilft Ukraine in Kriegslage

Am 4. März 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Nachdem sich die Lage in der Ukraine durch die russische Armee immer weiter zuspitzt, handeln Länder weltweit. Mit Hilfsangeboten von Privatpersonen mit beispielsweise Kleidung oder Nahrung bis hin zu Finanzpaketen von Ländern versucht man der Ukraine und seinen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen. Auch viele Unternehmen und berühmte Persönlichkeiten aus sämtlichen Branchen tragen maßgeblich zu den Hilfeleistungen bei: Elon Musk, der Gründer von Tesla, sendete seinen Sateliten Starlink in Richtung Ukraine, um ein stabiles Internet gewährleisten zu können, der amerikanische Tech-Gigante Apple setzt seine Verkäufe in Russland aus und Soziale Medien wie TikTok und YouTube sperren ihren Zugang in Russland. Aber auch der Bereich des 3D-Drucks ist setzt alles daran, um ihren Anteil an Hilfe für die Ukraine leisten zu können. Wie kann aber die Ukraine im derzeitigen Ausnahmezustand von dem Bereich des 3D-Drucks profitieren?

Wie wir bereits berichtet haben, setzt sich die gesamte 3D-Community tatkräftig ein, wenn es um die Unterstützung für die Ukraine geht. Ganz besonders stich der deutsche AM-Konzern EOS hierbei heraus, dessen CEO Marie Langer, klare Worte für den von Russland ausgelösten Krieg gegen die Ukraine findet. EOS gilt als global führender Technologiekonzern, der sich auf den industriellen 3D-Druck von Metallen und Kunststoffen spezialisiert hat. Das im Jahr 1989 in Bayern gegründete Unternehmen wird heute von Marie Langer geleitet. Das Unternehmen, das sich für den Slogan „Responsible Manufacturing“, zu deutsch ‚verantwortungsvolle Produktion‘, entschieden hat zeigt deutlich, dass es sich hierbei um weit mehr als nur einen Marketing-Slogan handelt – das beweisen die Restriktionen des bayerischen Unternehmens.

Marie Langer ist seit 2019 CEO bei EOS (Bild: EOS)

EOS-CEO verurteilt Russlands Handeln zutiefst

Marie Langer, die sich besonders auf Digitalisierung, Industrialisierung und Nachhaltigkeit des 3D-Drucks bei EOS fokussiert hat, macht auf ihrer LinkedIn-Seite deutlich: „Putin und seine Anhänger dringen in ein demokratisches Land ein und töten Menschen, die für ihre demokratischen Rechte eintreten. Deshalb haben wir bei EOS am Freitag beschlossen, jegliche Geschäfte mit russischen Kunden einzustellen und werden nur in eindeutigen Fällen von humanitären oder medizinischen Anwendungen Ausnahmen machen.“ Zwar ist sich Langer in diesem Fall vollkommen bewusst, dass diese Entscheidung nicht nur Konsequenzen für Putin und die russischen Bürger haben wird, sondern auch für ihr eigenes Unternehmen. Die junge Geschäftsführerin gibt an, dass sich der finanzielle Verlust für ihr Unternehmen bereits im einstelligen Million Euro Bereich befindet, schätzt aber, dass dies weiterhin ansteigen wird. Dieser Verlust kommt besonders durch nicht durchgeführte System-, Wartungs- und Pulverkäufen wie auch potenziellen neuen Geschäftsmöglichkeiten zusammen. Es geht in jedem Fall also hervor, dass es sowohl für das Unternehmen aus dem Bereich des 3D-Drucks wie auch der Geschäftsführerin sehr am Herzen liegt der Ukraine zu helfen.

Dennoch ist sich Langer sich, dass es für sie und den gesamten EOS Konzern an erster Stelle steht, falsches und menschenverachtendes politisches Handeln in jeglicher Weise zu stoppen – auch, wenn es Einbußen im eigenen Unternehmen mit sich bringen kann. Das zeigt nicht nur die unterstützende Haltung von EOS, sondern es ist auch offensichtlich, dass Moral und Ethik unter keinen Umständen kommerzialisiert werden. EOS möchte mit diesen Konsequenzen für die demokratischen Überzeugungen eintreten und Putin zeigen, dass seine Art der Politik vom 3D-Druckkonzern in keiner Weise unterstützt wird.

EOS konzentriert sich auf die additive Fertigung mittels Metall und Kunststoff (Bild: EOS)

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*Titelbildnachweis: Marie Langer LinkedIn

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