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Tiermedizin und 3D-Druck – Operationsmodelle für Haustiere hergestellt mit Additiver Fertigung

Auf 2. Oktober 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
Tiermedizin und 3D-Druck

Wir haben auf 3Dnatives mehrfach erwähnt, wie der 3D-Druck die Erstellung maßgeschneiderter Lösungen für Patienten in der Medizin ermöglichen kann. Durch die Modellierung des Objekts in einer 3D-Software ist es möglich, eine einzigartige und maßgeschneiderte Lösung für alle Morphologien oder Bedürfnisse zu finden. Dies ist einer der Gründe, warum die Einführung der additiven Fertigung im medizinischen Bereich so sinnvoll ist und zum Einstiegswerkzeug für Ärzte werden könnte. In den letzten Monaten haben wir eine Reihe von Durchbrüchen erlebt, die auf sehr vielversprechende Fortschritte in diesem Segment der AM hinweisen.

Tatsächlich ist diese Wahrheit nicht nur auf menschliche Patienten beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf Tiere. In New Jersey bemerkte die Hundebesitzerin Loraine Young aus Woodstown, dass ihr Hund namens Andy nicht mehr auf allen vier Beinen laufen konnte. Tierärzte entdeckten später, dass Andy an einer lebensbedrohlichen Wirbelsäulenerkrankung litt, von der bekannt ist, dass sie kleine Hunde mit langen Körpern und kurzen Beinen betrifft. Danach war den Ärzten klar, dass der Hund eine Notfalloperation an der Wirbelsäule benötigt.

Am Thomas Jefferson University Health Design Labor – Quelle: TODAY

Tiermedizin und 3D-Druck helfen einem Hund bei Wirbelsäulenoperation

Das Saint Francis Veterinary Center in South Jersey nahm den Hund letztendlich auf. Glücklicherweise hatten sich Saint Francis Chirurgen erst kürzlich mit Ärzten der Thomas Jefferson University in einem neuen Programm zusammengeschlossen. Der Hund sollte einer der ersten Haustierpatienten sein, der die Vorteile der additiven Herstellungstechnologie nutzt. Dank des 3D-Drucks gelang es den Ärzten, ein 3D-Modell der Wirbelsäule des Hundes zu erstellen, das als Leitfaden für die Operation diente. Dank dieses Modells wussten die Ärzte, was während der Operation zu tun war. Normalerweise würden Ärzte sich einfach einen CT-Scan ansehen, der nur zwei Dimensionen bietet, der Geist muss sich den Rest vorstellen. Die Möglichkeit, ein 3D-Modell zu sehen und zu berühren, bringt mehr Wissen vor der Operation.

„Es half mir nicht nur zu verstehen, wo die Verletzung begann, sondern auch dabei, die Richtung zu erkennen in der das ganze Material und vor allem der Schaden lag“, sagte Dr. Mark Magazu heute. „Also wusste ich durch das 3D-Rendering genau, wie ich in der Operation vorgehen musste.“

Mittlerweile hat sich der Hund von Loraine Young erholt, geht aber immer noch zweimal pro Woche in die Therapie, um seine Beine wieder zu stärken. Die ganze Geschichte finden Sie HIER.

Im St. Francis Veterinary Center in South Jersey – Quelle: TODAY

Bildquelle Titelbild: The Columbian

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