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Die ersten Schritte im 3D Druck – ein Beispiel für den Alltag

Am 9. Februar 2017 von Raphael S. veröffentlicht

Reden ist silber, Machen ist Gold! Auf 3Dnatives berichten wir Ihnen täglich über die wachsende Anzahl an Anwendungsmöglichkeiten des 3D Drucks, heute möchten wir allen beigeisterten Anfängern an einem konkreten Beispiel zeigen, wie uns der 3D Druck den Alltag erleichtert.

Der Ausgangspunkt: Ich habe letztens einen Riegel zum Schließen eines Fensters verloren, den ich leider nicht im Handel gefunden habe und somit nicht nachkaufen konnte. Deshalb entschloss ich mich, den Riegel ganz einfach zu drucken.

3D Druck

Keine Sorge, für diesen Fall müssen Sie weder einen 3D Drucker besitzen, noch ein Geek oder ein Genie sein. Es reichen ein einfacher Computer und ein paar Minuten Zeit, nicht mehr und nicht weniger.

Schritt 1: Die Objektdatei

Es gibt 3 Möglichkeiten eine Objektdatei bzw. ein Modell zu erstellen: Selbst designen, Design herunterladen oder mit Hilfe eines 3D Scanners. In unserem Fall haben ich kein passendes Teil auf Thingiverse oder anderen Plattformen zum herunterladen gefunden, ein 3D Scanner war auch nicht vorhanden. Also müssen wir den Riegel selbst designen. Wir entwerfen ihn mit Hilfe von 3D Slash, einem einfachen und nützlichen Programm zum erstellen von 3D Modellen. In diesem Fall ist das Designen etwas einfacher, da wir größtenteils nur 2-dimensionale Ausdehnungen berücksichtigen müssen und der Riegel seine Form in der Tiefe nicht verändert. Hier ein Video zur Einführung in das Programm:

Einige Illustrationen aus dem Modellierungsprozess:

Bisher hat das Ganze ungefähr 30 Minuten gedauert, wobei die Bohrung am schwierigsten umzusetzen war und somit auch am meisten Zeit benötigt hat. Weitere Infos zum Programm selbst finden Sie auf der offiziellen Seite von 3D Slash.

Schritt 2: Ein Printmedium finden

Nachdem wir die fertige Objektdatei erstellt haben, ist der schwierigste Teil geschafft. Um das Ganze nun zu drucken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die sich je nach Preisvorstellung, Qualität des Drucks und Standort unterscheiden:

  • Online 3D Printing Services (Sculpteo, Shapeways)
  • Plattformen wie 3DHubs für private 3D Druck-Services
  • Fab Labs und 3D Druck Dienstleister

In unserem Branchenbuch finden Sie eine große Auswahl an Dienstleistern und Möglichkeiten, Ihre Projekte zu drucken!

In unserem Fall habe ich mich dazu entschieden, Sculpteo als Printmedium zu wählen. Wie auch bei einigen Konkurrenten auf diesem Gebiet korrigiert Sculpteo etwaige Designfehler selbstständig bevor das Objekt gedruckt wird.

3D Druck

Darstellung des Riegels auf Sculpteo

Nach ein paar Tagen wurde mein Ersatzriegel dann auch geliefert:

Ein kleiner Hinweis: Es kann vorkommen, dass man beim ersten Mal nicht das perfekte Teil bekommt. Das resultiert zwar in einem Zeit- und Geldverlust, allerdings ist auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Der Riegel in meinem Beispiel erfordert auch noch etwas Nacharbeit, aber im Großen und Ganzen erfüllt er seinen Zweck. Für nur 5€ kann man sich nicht über ein Ersatzteil beschweren, das man womöglich nicht so leicht oder gar nicht im Handel gefunden hätte.

In Zukunft können wir erwarten, das sich die Designsoftware weiterentwickelt und gleichzeitig vereinfacht und benutzerfreundlicher wird, um unseren individuellen Anforderungen nachzukommen. Es gibt also keinen Grund, nicht die faszinierenden Möglichkeiten des 3D Drucks kennenzulernen.

In den nächsten Anwendungsbeispielen hier auf 3Dnatives dürfen Sie sich auf spannende und nützliche Themen zur Vereinfachung Ihres Alltages freuen!

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