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Top 12

Top 12 3D-Druck-Anwendungen für Menschen mit Behinderung

Dank des 3D-Drucks wurde das Leben zahlreicher Menschen mit Behinderung erheblich verbessert. Die additive Fertigung ermöglicht es unter anderem Objekte herzustellen, die sich an die Situation des Nutzers anpasst und damit erheblich erleichtert. Sehen Sie hier eine Auswahl der Top 12 Anwendungen des 3D-Drucks für Menschen mit Handicap.

Platz 12 –  Binoreille, das 3D gedrucktes Gehörgerät

Dieses Gerät ist für Menschen gedacht, die unter Gehörlosigkeit leiden. Es kann die Schallwellen von Geräuschen empfangen und an das Ohr übertragen. Die Vorrichtung umfasst einen Helm und ein Gehäuse, das die Verarbeitungselektronik enthält. Das Gehäuse, welches auch das Mikrophon enthält wurde per 3D-Druck hergestellt.
Wie funktioniert das Gehörgerät Binoreille? Der externe Ton wird auf der Seite des tauben Ohrs durch das Mikrofon aufgenommen. Dadurch wird das akustische Signal in ein elektrisches Signal umgewandelt. Der Prototyp des Binoreille wurde mit einem Doppel-Exrtuder 3D-Drucker von Mark One realisiert. Eine Idee, die es seinen Nutzern ermöglicht, wieder vollständig zu hören.

Platz 11 – 3D gedruckte Notenblätter für Sehbehinderte

Yeaji Kim ist eine Musikstudentin an der University of Wisconsin und erfand greifbare Musikpartituren für Sehbehinderte. Den ersten Prototypen realisierte sie mit Hilfe des 3D-Drucks. Jede einzelne Note wird dabei auf der Partition gedruckt, sodass die Schüler sie durch Berührung lesen können.
Das gesamte Notenblatt wurde per Laser-Sinter-Verfahren gedruckt, bei dem einzelne Pulverschichten per Laser zusammengeschlossen werden.
Es handelt sich, um eine schöne Initiative, die es allen ermöglicht ein Musikinstrument zu spielen.

Platz 10 – Mit dem 3D-Druck in Reha-Zentren

In der Bretagne im Département Finistère, im Rehabilitationszentrum Kerpape ist die Einrichtung mit einem Ultimaker 3D-Drucker ausgestattet, um das Leben von 400 mehr oder weniger schwerbehinderten Patienten zu erleichtern. Mit dieser Maschine kann das Zentrum verschiedene Objekte drucken, wie z.B. einen Becherhalter für Personen mit gelähmten Händen; oder Joysticks an einem Rollstuhl, die an die Form der Hand des Patienten angepasst sind. Schließlich wurden mit dem Drucker auch Prothesen für Beine und Arme erstellt. Diese Idee der Integrierung von 3D-Druck im Rehazentrum ermöglicht es Patienten ihre Autonomie zu einem gewissen Grad zurück zugewinnen und somit ihr Leben zu verbessern.

Platz 9 – 3D-Druck hilft bei der Bildung von Sehbehinderten

Ähnlich wie beim gedruckten Notenblatt wird auch hier mit Hilfe von 3D gedruckten Karten, Schablonen und Alphabettools die Bildung von Sehbehinderten in der Schule gefördert. Dahinter steckt das Institut für Wissenschaft und Technologie aus Südkorea, das auch Texte in Brailleschrift druckt, um bei der Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten zu helfen. Gedruckt wird in PLA, da es stärker, stabiler und recycelbar ist als bisher verwendete Papierträger. Mit dieser Initiative will das Institut das Engagement und die Motivation der Schüler beim Lernen erhöhen.

Platz 8 – 3D-Scan und Druck für die chirurgische Rekonstruktion von Ohren

Microtia ist Lateinisch und bezeichnet eine Krankheit, bei der wörtlich übersetzt eine „anormale Kleinheit des Ohres“ vorliegt. Das sichtbare Außenohr, also die Ohrmuschel, ist seit Geburt an derart fehlgebildet, dass Betroffene nur schlecht hören können. Meistens jedoch ist nur ein Ohr betroffen, während das andere voll funktionsfähig ist. Ärzte in Schottland nutzen den 3D-Scan des gesunden Ohres, um anhand des 3D-Modells eine 3D-Duckanfertigung zu erstellen. Der Prototyp soll dabei als Vorlage dienen, wenn es darum geht das Ohr aus echtem Knorpelgewebe (aus den Rippen) zu rekonstruieren und zu implantieren.

Platz 7 – Madrider Prado-Museum zum Anfassen

Was normalerweise strikt verboten ist, ist im Madrider Prado Museum nun ausdrücklich erwünscht. Das Prado lädt Blinde zu einer Sonderschau ein, um 3D gedruckte Kopien großer Kunstwerke zu ertasten. Der Satz „Kunst liegt im Auge des Betrachters“ kriegt hier eine ganz neue Bedeutung. Dank eingearbeiteter Relieffe in Kunstwerken wie der Mona Lisa, Goya, Da Vinci und Dürer können nun auch Blinde die Schönheit der Kunst im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Platz 6 – SpecialEffect ermöglicht Menschen mit Behinderung Spielkonsolen zu spielen

SpecialEffect ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die seit 2007 individuell angefertigte Spielkonsolenlösungen für physisch behinderte Menschen herstellt. Viele Behinderungen sind so schwer, dass normale Joysticks von Xbox, Playstation und Co. nicht ausreichend sind, um das volle Spielerlebnis zu erleben. Gründer Dr. Mick Donegan entwickelte mehrere Alternativen zum Joystick wie die Augen- oder Kinnsteuerung als Inputgeber.

Platz 5 – Beinprothese für Fahrrad-Olypionikin Denise Schindler

Mit 2 Jahren rutschte Denise Schindler bei Eis und Schnee unter eine Straßenbahn und man musste ihr rechtes Bein unterhalb des Knies amputieren. Doch heute ist die mittlerweile 31-jährige eine erfolgreiche Leistungsportlerin und sie machte ihr Handicap zu ihrer Stärke. Mehrere Medallien bei paralympischen Spielen im Fahrradrennen hat sie seit dem gewonnen. Zusammen mit Autodesk arbeitete sie an ein Verfahren den Stumpf per Lasertechnik zu scannen, um so eine perfekt angepasste Beinprothese anzufertigen. In ihrem Fall wurde eine Spezialfertigung für ihr Rennrad per 3D-Druck erstellt.

Platz 4 – Mobiltelefon in Blindenschrift

Von seinen Schöpfern als das einfachste Telefon der Welt betrachtet, kann man mit dem Ownfone mit nur einer Taste anrufen! Bis zu zwölf Kontakte können auf dem Bildschirm platziert werden und per Tastendruck aufgerufen werden. Der Bildschirm ist in Blindensprache gehalten, sodass der Nutzer den richtigen Gesprächspartner jederzeit selbst auswählen kann. Das Telefon wurde per 3D-Druck erstellt und ist individuell anpassbar.

Platz 3 – e-NABLE-Community für Handprothesen

e-NABLE ist eine Gemeinschaft von Freiwilligen, die ihre 3D-Drucker dazu nutzen, um Bedürftigen eine Arm- oder Handprothese zu drucken. Zur Zeit zählt die Gemeinschaft mehr als 8000 Mitglieder auf der ganzen Welt.

Die Gemeinschaft besteht aus Ingenieuren, Makern, Studenten oder einfach nur Menschen, die eine Leidenschaft für Technologien aufbringen und helfen wollen. Aufgrund des Open Source-Gedankens sind alle Pläne frei zugänglich und man kann seine eigene Prothese für weniger als $ 50 erstellen oder sogar kostenlos als Spende eines Freiwilligen der Organisation erhalten

Platz 2 – Die Bionico Handprothese

Das von Nicolas Huchet ins Leben gerufene Projekt handelt von einer bionischen Hand mit einem Bluetooth-Armband, das es schafft, das Gefühl zu vermitteln etwas zu berühren. Nach der Ernüchterung, dass herkömmliche Prothesen nicht seinen Bedürfnissen entsprachen, entschied er sich dies zu ändern und widmete sich fortan dem 3D-Druck, um bessere Lösungen zu finden Seine Lösung war die „Bionico“-Hand, welche eine Kombination aus verschiedenen Open-Source-Technologien wie dem 3D-Druck, Muskelsensoren und Arduino-Schaltungen ist. Inspiriert wurde er aber vor allem durch das französische Projekt Inmoov von Gaël Langevin, den Open-Source-Roboter, der komplett mit 3D-Druck erstellt wurde.

Platz 1 -GO Rollstuhl

LayerLab ist ein Forschungszentrum, das sich auf den Einsatz neuer Technologien zur Verbesserung unserer Lebensqualität spezialisiert hat. Vor ein einigen Monaten wurde dort der „GO“-Rollstuhl nach zwei Jahren Entwicklungszeit von Benjamin Hubert veröffentlicht. Der Rollstuhl kann personalisierte Einstellungen wie Komfort, Sitzmaße und Behinderungsgrad anhand von digitalen Daten automatisch einstellen und somit perfekt auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. Das Ergebnis ist ein smarter Rollstuhl, der sich die Einstellungen jedes einzelnen merkt und immer für den richtigen Sitz sorgt. Der GO-Rollstuhl hat das Ziel der humanste Rollstuhl der Welt zu sein.

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Über alexander

Nach meinem Abschluss als Bachelor of Science in Wirtschaftswissenchaften in Deutschland suchte ich den Weg ins Ausland, um mich neuen Herausforderungen zu stellen. Als International Business & Economics Masterstudent an der Universität Pavia, Italien, bin ich seit Juli 2016 Teil des 3Dnatives Team. Das Interesse für den 3D-Druck entwickelte ich, als ich erfahren habe, welche unglaublichen Möglichkeiten hinter dieser technologischen Revolution stecken und dass das volle Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Diese Entwicklung zu verfolgen und aktiv mitzugestalten ist sehr aufregend. Neben meinen Interessen für Technik und Wirtschaft bin ich großer Film- und Sportfan.