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Mode 3D Druck

TOP 12 Ranking: Der 3D-Druck im Dienste der Mode

Das letzte Mal haben wir Ihnen die TOP 12 der besten Anwendungen für Tiere vorgestellt, aber die Technologie erstreckt sich über alle Bereiche des Lebens, so auch in der Mode. Von Kleidung über Schmuck bis zu Schuhen: Entdecken Sie die innovativen Kreationen der Modeschöpfer und Künstler und lassen Sie sich davon inspirieren!

Platz 1 – Mit Kniterate wird jeder zum Designer!

Die Strickmaschine Kniterate wurde vom 3D-Druck inspiriert und soll die Fabrikation von eigenen Designs so einfach wie möglich gestalten. Genau wie bei beim 3D-Druck muss zunächst ein Design erstellt werden, hier via Photoshop oder Illustrator, bevor es realisiert wird. Danach werden die Daten an Kniterate gesendet, diese „druckt“ das Kleidungsstück und fertig! Der Vorteil dieser Maschine ist die additive Fertigungsmethode: Bei der traditionellen Kleidungsherstellung geht sehr viel Material verloren, Kniterate minimiert Abfall und gestaltet die Nachbearbeitung so effizient wie möglich.

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Platz 2 – 3D gedruckte Haute Couture

Vor ungefähr zwei Jahren hat die Modeikone Karl Lagerfeld seine Kollektion im Pariser Grand Palais für die Chanel Fashion Show präsentiert. Die darin enthaltenen Haute Couture-Modelle wurden durch selektives Lasersintern hergestellt und anschließend mit Stoffen, Federn und Stickereien ausgeschmückt. Karl Lagerfeld findet, dass auch die Mode in der Zukunft mit der Zeit gehen muss, um zu überleben. Laut dem Modeschöpfer ermöglicht die Technologie der additiven Fertigung komplexe Designs für die Neuinszenierung von vergangenen Modellen.

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Platz 3 – Make-Up aus dem 3D-Drucker

Mink ist ein kleinformatiger 3D-Drucker für die Herstellung von jeglicher Art Make-Up, das reicht von Lidschatten über Rouge und Lippenstift bis zur Foundation. 2014 wurde was Gerät erstmals vorgestellt, zu einem Verkaufspreis von ca. $300. Mink adressiert vor allem junge Mädchen und soll ihnen die Freiheit geben, jede erdenkliche Farbe in Make-Up zu verwandeln durch einfachen 3D-Druck. Wie funktioniert das? Zunächst muss man den HEX-Code der Farbe herausfinden, die man haben möchte. Anschließend wird ein Dokument in einem Bildbearbeitungsprogramm eingefärbt und an das Gerät gesendet. Nachdem Start des Prozesses mischt der Drucker Farbpigmente mit farblosem Make-Up Pulver – fertig.

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Platz 4 – Der Adidas Futurecraft 4D

Carbon3D ist eine kalifornische Firma und bekannt durch deren Continous Liquid Interface Production Verfahren. Vor einigen Wochen haben Sie eine Vereinbarung mit adidas unterschrieben, welches die Entwicklung und Produktion von mehr als 100.000 Paar Futurecraft 4D-Schuhen bis zum Ende 2019 vorsieht, selbstverständlich mit der Carbon-Technologie.

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Das ist aber nicht das einzige Projekt von adidas, bereits vor zwei Jahren haben sie die erste Version des Schuhs, den Futurecraft 3D, in Zusammenarbeit mit dem belgischen Unternehmen Materialise vorgestellt.

Platz 5 – Mode mit Desktop-Druckern

Danit Peleg ist eine israelische Studentin und eine der bemerkenswertesten Frauen im 3D-Druck. Sie hat eine Kollektion geschaffen, die allein durch Desktop 3D-Drucker realisiert wurde. Nach neun Monaten harter Arbeit und zahlreichen Experimenten war die Kollektion endlich fertig und konnte samt der außergewöhnlichen Jacke „Liberté“ präsentiert werden.

Seit diesem ersten Schritt ist die Designerin engagiert darin, den 3D-Druck und die Mode zu vereinen.  Ihre Vision ist es, die Produktion von Mode durch die additive Fertigung ins eigene Haus zu bringen, dazu hat Sie schon an großen Events wie TED Talks und anderen industriellen Messen teilgenommen.

Platz 6 – Perfekt sitzende Unterwäsche

Die Mesh Lingerie (Dessous) der holländischen Modesdesignerin Lidewij van Twillert überzeugen durch einen perfekten Sitz. Mit nur 25 Jahren hat sie erkannt, dass passgenaue und komfortable Unterwäsche wichtig für die Frauen ist. Für die Umsetzung nutzt sie 3D-Scanner und erzeugt ein genaues Abbild der Frau, danach wird das Kleidungsstück mit einem Ultimaker gedruckt. Nach dem Launch der Mesh Lingerie haben bereits über 400 Frauen die Unterwäsche der holländischen Designerin angefragt.

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Platz 7 –  Der Anhänger für deine Lovestory

Anhänger sind immer ein tolles Geschenk für die Lieben und die brasilianische Firma Estudio Guto Requena verwandelt Ihre Liebesgeschichte in den 3D gedruckten Anhägner „Aura“. Mit der interaktiven App werden Stimme und Herzschlag aufgenommen und die Daten dann für das Design eines individuellen Schmuckstücks verwendet. Dieses kann man gleich sehen und entscheiden ob man es in 18k Gold fertigen lassen will. Durch dieses „Loveproject“ möchte das Unternehmen die Technologie und Emotionen näher zusammenbringen und einzigartige, hochwertige und vor allem individuelle Anhänger schaffen.

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Platz 8 – Tradition verbunden mit Moderne

Die mazedonische Designerin Irina Tosheva hat die Modebranche durch ihre Kleidung mit 3D gedruckten Elementen aufgerüttelt. Die Kollektion enthält für ihr Heimatland traditionelle und futuristische Verzierungen und nennt sich „Riza“.

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Mit einem Zortrax Drucker wurde das Projekt durchgeführt und nahm ungefähr 200 Stunden reine Druckzeit in Anspruch. Die Elemente wurden aus 140µm dicken Schichten ABS Plastik erstellt, insgesamt wurden 2kg Filament verarbeitet.

Platz 9 – Ein neuer Touch für Handtaschen

Maison 203 Studio ist ein Unternehmen, welches den 3D-Druck im Sinne der Mode seit 2013 nutzt. Im Jahr 2015 haben sie eine Handtasche vorgestellt, die dem klassischen Variante einen etwas moderneren Touch geben soll, im Stil eines Tannenzapfens.

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Die leichte und gleichzeitig stabile Struktur konnte durch selektives Lasersintern aus Nylon hergestellt werden und ist in verschiedenen Farben wie schwarz, burgund, navy blau oder pink erhältlich. Die Handtaschen kann man noch heute in deren Shop kaufen, der Preis reicht von 398 bis 568 Euro.

Platz 10 – Die Fliege aus dem 3D-Drucker

Bits Tailor ist ein französisches Startup für kundenspezifische und individuelle Accessoires wie Fliegen oder Objekte zur Dekoration von Schuhen. Der 3D-Druck macht es möglich, alle Produkte in einem Schritt verkaufsfertig zu drucken.

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Das Team druck dabei zuerst ein Modell auf einem konventionellem FDM-Drucker, um die Form und Ergonomie zu testen bevor das hochqualitative Metallobjekt produziert wird. Die Nutzer können zwischen vorgefertigten Designs wählen oder ganz einfach eigene erstellen.

Platz 11 – Schuhe zuhause drucken?

Was wäre, wenn man seine Schuhe direkt zuhause drucken könnte? Diese Idee hatte der Branchengigant 3D Systems und stellt nun in Zusammenarbeit mit United Nude das Schuhmodell „Float“ vor. Dieser wurde auf einem Cube FDM-Drucker mit einer Schichtauflösung von 70µm gefertigt. Er besteht aus drei Teilen, das lässt natürlich Raum für die Personalisierung im Hinblick auf die Farbe. Falls Sie keinen 3D-Drucker zuhause stehen haben, kein Problem: Sie können immer noch in eine der United Nude Shops gehen und das Produkt live drucken lassen!

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Platz 12 – Das Vortex-Kleid

Die Stylistin und Ingenieurin Laura Thapthimkuna hat ihre Leidenschaften für das Weltall und den 3D-Druck vereint und ein eher ungewöhnliches Kleid geschaffen. Unter Verwendung der Stereolithografie-Technologie ist es ihr gelungen, ein Kleidungsstück zu kreieren, das an die schwarzen Löcher des Weltraums erinnert.

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Dieses einzigartige Kleid kann aufgrund der strukturellen Komplexität nicht durch herkömmliche Verfahren hergestellt werden. Bevor das fertige Ergebnis präsentiert werden konnte, musste die Stylistin mehrere Anläufe wagen, denn die Größe des Kleids macht es schwer, einen geeigneten Schwerpunkt zu finden.

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Über raphael

Während meines Studiums an der San Diego State University entdeckte ich meine Leidenschaft für additive Fertigungsverfahren. Nach kleineren, eigenen Projekten fand ich im Februar 2017 meinen Weg zu 3Dnatives. Die Möglichkeiten und Anwendungen des 3D Drucks in sämtlichen Bereichen des Lebens sind faszinierend, und ich freue mich, die neuesten Errungenschaften in Entwicklung und Forschung mit Ihnen zu teilen.