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Johnson & Johnson und Aspect Biosystems arbeiten gemeinsam an biogedrucktem Gewebe

Letztes Jahr unterschrieb das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson (J&J) aus den USA eine Zusammenarbeit mit den 3D-Druckfirmen Carbon und HP. Dieses Jahr wurde eine weiteres Joint Venture zwischen J&Js Tochterunternehmen DePuy Synthes und Aspect Biosystems aus Kanada geformt, mit dem Ziel lebendes Gewebe herzustellen und „fortschrittliche Behandlungsmethoden mit der 3D-Drucktechnologie zu entwickeln.“

DePuy Synthes ist ein Teil der J&J-Gruppe und produziert orthopädische und neurologische Lösungen für die Rekonstruktion von Gelenken, Brüchen, im Bereich Wirbelsäule, Sportmedizin, Elektrowerkzeuge und Biomaterialien. Aspect Biosystem gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich Bio-Druck und der Herstellung menschlichen Gewebes. Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen an additiven Herstellungsverfahren, um Knorpelgewebe für das Knie zu entwickeln. Insbesondere werden Meniskusrisse erforscht, um bessere Behandlungsmethoden zur Heilung zu finden. Bereits in der Vergangenheit versuchten Forscher aus Irland Knorpelgewebe für Knochenfrakturen herzustellen.

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Der Meniskus ist eine halbmondförmiger Knorpelmasse zwischen Ober- und Unterschenkel. Sie dient dazu die Reibungen und Stöße bei der Bewegung abzudämpfen. Der Menisukusriss gehört zu den häufigsten Verletzungen im Knie und die Behandlung erfolgt meist chirurgisch, wobei der angerissene Teil des Meniskus entfernt wird, da er sich sonst wie ein Fremdkörper auswirkt. Meniskusrisse heilen aufgrund der sehr geringen Blutzufuhr nur sehr schlecht und eine frühzeitige Arthrose kann die Folge sein.

Um dieses Problem zu beheben, wollen Aspect Biosystems und J&J zusammen einen Prototypen eines 3D gedruckten Meniskus entwickeln, der die Behandlung von Meniskusschäden zukünftiger Patienten erleichtert.

Die Herstellung des 3D gedruckten Meniskus erfolgt auf dem Bio-Drucker „3DBioRing“ von Aspect Biosystems – ein hochspezialisierter Drucker, der mit Biotinte arbeitet, um menschliches Gewebe herzustellen. Er ermöglicht eine bessere Steuerung der Zusammensetzung und Struktur des Biomaterials in der Herstellung des Gewebes.

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Der CEO von Biosystems Tamer Mohamed erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit einem globalen Healthcare Leader wie DePuy Synthes zusammenarbeiten zu können. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt für Aspect, um unsere 3D-Bioprinting-Plattform-Technologie für bahnbrechende Gewebe-Ersatz-Therapien weiter entwickeln zu können, die ein wahres Potenzial zur Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten besitzen.“

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Über alexander

Nach meinem Abschluss als Bachelor of Science in Wirtschaftswissenchaften in Deutschland suchte ich den Weg ins Ausland, um mich neuen Herausforderungen zu stellen. Als International Business & Economics Masterstudent an der Universität Pavia, Italien, bin ich seit Juli 2016 Teil des 3Dnatives Team. Das Interesse für den 3D-Druck entwickelte ich, als ich erfahren habe, welche unglaublichen Möglichkeiten hinter dieser technologischen Revolution stecken und dass das volle Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Diese Entwicklung zu verfolgen und aktiv mitzugestalten ist sehr aufregend. Neben meinen Interessen für Technik und Wirtschaft bin ich großer Film- und Sportfan.